0:4 - Münchingen hat nicht viel zu bestellen
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 06.09.2010
Der Spitzenreiter SV Göppingen legt in der Verbandsliga einen Traumstart mit drei Siegen hin.
Von Markus Munz
Nur zu Beginn der Partie machte der Aufsteiger aus Münchingen dem Göppinger SV das Leben schwer. Der TSV zog sich bei Ballbesitz des Gegners in die eigene Hälfte zurück und versuchte sich offensiv nicht zu verstecken. Nach einer von vielen Zweikämpfen geprägten Anfangsphase gingen die Gastgeber dann etwas überraschend in Führung. Einen Abpraller nahm der erneut agile Domenic Brück an der Strafraumgrenze auf und traf nach 20 Minuten mit einem noch abgefälschten Flachschuss zum 1:0.
Die Elf von Trainer Oliver Munz zeigte sich von dem Rückstand verunsichert und geriet zunehmend unter Druck. Allein Patrick Krätschmer hätte in der Folge für den Sportverein mehrmals erhöhen können. Seine Direktabnahme im Anschluss an einen schnell ausgeführten Freistoß von Dominik Mader ging über das Tor (23.). Krätschmers Heber entschärfte Münchingens Torhüter Michael Quattlender (41.). Kurz vor der Halbzeit brachte Krätschmer dann das Kunststück fertig, nach Vorarbeit von Brück den Ball aus zwei Metern an die Latte zu schießen. So ging es mit dem knappen Ergebnis in die Pause. Dies bemängelte SV-Trainer Uli Haug: "In der ersten Halbzeit haben wir zu wenig Laufbereitschaft gezeigt. Trotzdem hätte es schon 3:0 stehen müssen."
Nach dem Wiederanpfiff hatte der SV Göppingen erneut Anlaufschwierigkeiten, bis Martin Notz eine Flanke von Tilman Siebert zum 2:0 einköpfte (58.). Nach 73 Minuten musste SV-Torhüter Manuel Doll erstmals ernsthaft eingreifen. Münchingens Christian Buck kam im Strafraum zum Schuss, der jedoch nicht platziert genug geriet. Oliver Munz, der den Sportverein beim 5:0-Sieg in Bissingen beobachtet hatte, machte an dieser Szene den Unterschied zwischen den beiden Teams fest: "Aus unseren wenigen Möglichkeiten machen wir kein Tor, das fehlt uns im Moment einfach. Und bei Göppingen kamen von der Bank noch Spieler mit hoher Qualität."
In der Tat drehte der Spitzenreiter zum Ende des Spiels nochmals auf und bot den 400 Zuschauern sehenswerte Aktionen. Tilman Siebert hatte das 3:0 auf dem Fuß, sein Abschluss ging nur knapp am Pfosten vorbei (74.). Dafür erhöhte der eingewechselte Lukasz Majowski drei Minuten später nach gelungenem Spielzug über Siebert und den ebenfalls hereingekommenen Emrah Basol. In der Schlussminute schob Basol sogar noch zum vierten Treffer ein. Vorausgegangen war ein Alleingang von Domenic Brück. SV-Trainer Uli Haug: "Ich bin mit unserer Leistung nicht ganz zufrieden. Aber wenn man 4:0 gewinnt, sollte man nicht zu viel kritisieren."
In Hälfte zwei ist noch Luft nach oben
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 30.08.2010
Verbandsligist TSV Münchingen verpasst in Ludwigsburg die Führung und muss dann froh über das 0:0 sein.
Von Andreas Klingbeil
Da haben sie ihn, ihren ersten Punkt in der Verbandsliga. Und den holten die Mannen vom TSV Münchingen nicht irgendwo, sondern gleich beim Nachbarn, dem Traditionsclub SpVgg 07 Ludwigsburg. Der hat zwar eine ruhmreiche Vergangenheit, die Wahrheit auf dem Platz sieht jedoch anders aus. Bitter war sie, die Realität, zumindest für die Gastgeber. Denn sie fanden in der ersten Hälfte so gut wie nicht statt. Möglicherweise war es der Münchinger Blitzstart, der sie nach der 1:4-Auftaktniederlage in Göppingen endgültig verunsicherte. Nur 19 Sekunden waren am Fuchshof gespielt, da tauchte Michele Basta frei vor Robert Belosevic auf. Doch der zu schwache Schuss wurde eine Beute des 07-Schlussmannes.
Schon diese Szene verdeutlichte das derzeitige Münchinger Dilemma. Vorne fehlt die Durchschlagskraft, ein abgebrühter Stürmer, der solche Chancen in Zählbares ummünzt. Die Gäste, auf vier Positionen in der Anfangsformation verändert, machten das Spiel, obwohl sie eigentlich zunächst den Gegner hatten kommen lassen wollen. Michael Sparka und Michael Koch vor der Viererkette erstickten die zaghaften Ludwigsburger Bemühungen nach vorne im Keime. Vor allen Dingen Koch setzte zudem auch in der gegnerischen Hälfte Akzente. So auch kurz vor dem Wechsel, als er für den eifrigen, aber glücklosen Christian Buck auflegte, dessen Schuss aus 18 Meter aber knapp drüberging (42.). Beim einzigen ernstzunehmenden Angriff der Elf von Trainer Christian Seeber zeigte Neuzugang Michael Quattlender, dass auf ihn Verlass ist, wenn es brenzlig wird. Der TSV-Keeper blieb im Duell gegen den frei durchgebrochenen Markus Schneider mit einem tollen Reflex Sieger (27.).
Das muntere Münchinger Spiel schien sich auch in der zweiten Hälfte fortzusetzen. Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff verfehlte Buck, von halblinks kommend, das lange Eck. Doch die Gäste konnten das hohe Tempo und laufintensive Spiel nicht halten. Ludwigsburg rückte immer weiter auf. Die Vorstöße des Leonbergers Robert Gitschier auf der linken Seite sorgten immer wieder für Gefahr. So legte er nach 51 Minuten für Aleksandar Adzic auf, dessen Volleyabnahme aber über das Quergestänge strich.
Es sollten noch fünf weitere Möglichkeiten dieser Qualität folgen. Seeber hielt es kaum noch an der Seitenlinie. Der Übungsleiter machte es den Seinen ohne Ball vor: mit der Innenseite platziert schieben. Doch die wollten ihren Coach wohl in den Wahnsinn treiben. Domenico Botta hätte das Spiel ganz alleine entscheiden können. Erst knallte er drüber (60.), dann landete sein Seitfallzieher am Außenpfosten (65.), und schließlich touchierte das Leder bei einem weiteren Versuch die Oberkante der Latte (69.).
Nermin Ibrahimovic (73.) und Markus Schneider (75.) ließen zwei weitere hundertprozentige Möglichkeiten aus. Münchinger Entlastung blieb die Ausnahme, eben weil die Gäste in der Regel hinterherliefen, anstatt selbst wie im ersten Durchgang die Richtung vorzugeben. Eine Viertelstunde vor Schluss hatten die Gelb-Schwarzen ihr Pulver verschossen und fanden keine Lücke mehr im vielbeinigen Abwehrbollwerk des Aufsteigers.
Münchingen bezahlt gegen Laupheim Lehrgeld
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 23.08.2010
Der Verbandsliga-Aufsteiger verliert zum Auftakt mit 0:3 Toren (0:1)
Von Patrick Kuolt und Marius Venturini
Lehrgeld musste Verbandsliga-Aufsteiger TSV Münchingen beim Saisonauftakt gegen Olympia Laupheim zahlen. Das Team um Trainer Oliver Munz verlor mit 0:3 (0:1) Toren.
TSV
Münchingen - FV Olympia Laupheim 0:3 (0:1)
Gastgeber Münchingen begann recht stark, setzte Laupheim bereits im Mittelfeld unter Druck. Nach einer Flanke von Harun Sever hatte Christian Buck die erste Münchinger Torchance, sein Kopfball ging jedoch am Gehäuse der Gäste vorbei (4.). Fünf Minuten später kam Laupheim erstmals gefährlich vor das Münchinger Tor - mit Folgen. Matthias Ascher spielte einen tollen Ball in den freien Raum auf den starken Robert Henning, der von der rechten Strafraumkante den machtlosen Münchinger Torspieler Michael Quattlender überwand - 0:1, das war auch der Pausenstand.
Zu Beginn der zweiten Hälfte erholte sich Münchingen allmählich von dem Schock durch das frühe Gegentor und drängte auf den Ausgleich. Die letzte Konsequenz im Abschluss fehlte jedoch. Kürsat Göktas scheiterte zweimal in aussichtsreicher Position (49./64.). Laupheim verlagerte sich über weite Strecken des zweiten Durchgangs nur noch auf schnelle Konter, weil der Münchinger Defensivverbund im Zuge der Angriffsbemühungen immer weiter aufrückte. In der 72. Minute köpfte der eingewechselte Christian Glaser noch knapp am Münchinger Kasten vorbei, drei Minuten später machte er es dann besser. Nach einem langen Ball aus der Laupheimer Defensive marschierte Robert Henning auf das TSV-Tor zu, ließ auf seinem Weg Gabriel Fota stehen und legte den Ball dann klug auf den mitgelaufenen Glaser zurück, der mühelos flach zum 2:0 einschob. Eine erneute Co-Produktion der beiden Laupheimer Torschützen führte schließlich sogar zum 3:0. Glaser spielte einen langen Ball auf Henning, der wie beim zweiten Treffer alleine auf TSV-Torspieler Quattlender zulief und uneigennützig wieder Glaser anspielte, so dass dieser nur noch ins leere Tor einschieben musste (86.). "Wir haben heute viel investiert, es aber verpasst, uns dafür zu belohnen. In dieser Spielklasse wird das natürlich bestraft", sagte der Münchinger Coach Oliver Munz nach der Partie geknickt.
Pokalaus gegen Hollenbach
TSV Münchingen - FSV Hollenbach 0:1 (0:2)
Das Spiel begann für die Gastgeber denkbar unglücklich. Bereits nach sechs Minuten brachte Manuel Hofmann Hollenbach in Führung. Nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld eilte Hofmann alleine auf TSV-Torspieler Michael Quattlender zu, umspielte diesen und schob mühelos zum 1:0 ein. Münchingen versuchte es in der Folge häufig mit hohen Bällen in die Spitze, blieb aber vor dem Tor meist ungefährlich. Stattdessen hatte Hollenbach gute Chancen seine Führung auszubauen. Sanel Bradovic scheiterte jedoch zweimal freistehend am stark reagierenden Münchinger Schlussmann Quattlender (31./32.). Der zweite Spielabschnitt begann für Münchingen wie Halbzeit eins. Nach einer scharf auf das Tor getretenen Flanke von links verlängerte Joseph Fameyek den Ball zum 2:0 ins Tor (47.). Die Gäste verwalteten in der Folge ihren Vorsprung und gingen als verdienter Sieger vom Platz. "Wir waren heute zu ängstlich", sagte der Münchinger Coach Oliver Munz nach dem Spiel.
TSV Münchingen: Quattlender, Fota, Kuch, Gündert (75. Maier), Sparka, Singer, Pendl (75. Kasper), Saygi (80. Cinar), Basta, Beck, Korusic (62. Sever)
TSV zieht in die 2. Pokalrunde ein
Verbandsliga-Neuling TSV Münchingen spielt im WFV-Verbandspokal bei Möckmühl eine Halbzeit lang in Unterzahl, gewinnt aber dennoch deutlich mit 5:2 Toren.
SpVgg Möckmühl - TSV Münchingen 2:5 (1:2)
Der TSV Münchingen, der sich im ersten Pflichtspiel der noch jungen Saison bereits in guter körperlicher Verfassung präsentierte, war gegen den Bezirksligisten aus Möckmühl von Beginn an in allen Belangen das bessere Team, geriet aber dennoch nach einer Unachtsamkeit im Defensivverbund mit 0:1 in Rückstand (21.). Die Mannschaft von Trainer Oliver Munz reagierte jedoch prompt und kam nur sieben Minuten später durch Neuzugang Christian Buck zum Ausgleich. Wenig später erhöhte Harun Sever auf 2:1 für den TSV (36.). Es schien, als hätte Münchingen die Partie nun endgültig im Griff, doch in der 42. Minute musste Domenico Russo nach einer Notbremse mit Rot vom Platz. "Da haben wir uns das Leben natürlich selbst noch einmal unnötig schwergemacht", sagte TSV-Übungsleiter Munz nach der Partie.
Trotz Unterzahl waren die Gäste aber auch im zweiten Spielabschnitt vor allem läuferisch überlegen. Die Konsequenz: Das 3:1 erneut durch Buck (57.) und das 4:1 elf Minuten später durch Ümit Saygi. Möckmühl kam zwar in der 72. Minute noch einmal auf 4:2 heran, doch Sascha Beck stellte schließlich den alten Abstand wieder her (82.). "Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft heute im Großen und Ganzen zufrieden. Wir haben viele Neuzugänge, die sich natürlich noch finden müssen. Aber wir waren auch mit einem Mann weniger das bessere Team, deshalb ist der Sieg auch in dieser Höhe verdient", resümierte Oliver Munz nach der Partie.
Der TSV Münchingen bekommt es am Mittwoch, 4. August, in Pokalrunde zwei mit dem Oberligisten FSV Hollenbach zu tun. Anpfiff in Münchingen ist um 18 Uhr.
TSV Münchingen: Quattlender, Fota, Kuch, Saygi, Göktas (86. Maier), Russo, Singer (60. Gündert), Korusic (60. Beck), Basta, Sever, Buck (72. M. Pendl).
10 Neue beim TSV
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 03.07.2010
Die Kaderplanungen der Verbandsligisten aus Münchingen und Rutesheim sind nahezu abgeschlossen.
Von Andreas Klingbeil
Die erste Frist ist abgelaufen. Diejenigen Spieler, die sich bis zum 30. Juni bei ihrem alten Verein nicht abgemeldet haben, kommen nun nur noch als Vertragsspieler bei einem anderen Club unter. Den TSV Münchingen und die wegen des Rückzuges des TSV Crailsheim nachträglich doch in der Verbandsliga verbliebene SKV Rutesheim betrifft das, wenn überhaupt, nur noch im Einzelfall. Vereine haben ihre Hausaufgaben gemacht.
Beim TSV Münchingen werden sich die Fans an zehn neue Gesichter gewöhnen müssen. Neben Trainer Oliver Munz, der das Erbe von Erfolgscoach Dietmar Seethaler antritt, stehen neun Neuzugänge im Kader. Dabei sind mit Michele, Roberto und Luigi Ancona (alle zum Oberligaaufsteiger nach Neckarrems) lediglich drei Akteure aus der Stammelf gegangen. Abteilungsleiter Hans Peter Kurz, der als einziges Ziel für die kommenden Runde den Klassenerhalt ausgibt: "Auf der Bank waren wir ein bisschen knapp besetzt. Deshalb mussten wir nachbessern." Was nicht heißen soll, dass die Neuen von vorneherein zu Bankdrückern degradiert werden. Michele Basta von der SV Böblingen soll beispielsweise den Part von Michele Ancona übernehmen. Nach seiner auf dem Fußballplatz erlittenen Hirnblutung will auch Schlussmann Sven Pendl wieder ins Geschehen eingreifen. Weil sein Vertreter Philipp Reinhold zurück nach Kiel geht, wurde mit Michael Quattlender der bisherige zweite Mann vom VfB Neckarrems geholt. Ein fast schon verloren geglaubter Sohn bleibt dagegen doch: Kürsat Göktas macht in Münchingen weiter, weil er studienbedingt nicht länger nach Ravensburg fährt.
Trainingsauftakt ist am Dienstag, 13. Juli.
Bislang stehen neun Neuzugänge fest: Dominik Rometsch, Christian Buck, Michael Quattlender (alle VfB Neckarrems), Ümit Saygi (TSV Wimsheim), Emil Maier (VfL Kirchheim A-Junioren), Michele Basta (SV Böblingen), Emre Cinar (SpVgg Ludwigsburg A-Junioren), Sören Singer (Großaspach II), Sascha Beck (TSV Hildrizhausen).
Nicht mehr dabei sind: Michele Ancona, Roberto Ancona, Luigi Ancona (alle VfB Neckarrems), Timo Neuwirth (TSV Asperg), Denis Marcelis, Philipp Espenschied (beide eigene zweite Mannschaft)