Münchingen vergibt die zweite Chance
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 12.12.2011 Von Nathalie Mainka
Der Verbandsligist verliert im Wiederholungsspiel beim VfR Aalen mit 1:2 Toren.
Der TSV Münchingen hat in der Fußball-Verbandsliga eine zweite Chance nicht nutzen können. Das neu angesetzte Spiel beim VfR Aalen II - die Partie wurde wiederholt, da Aalen am ursprünglichen Termin den Spieler Mersad Bedak eingesetzt hatte, obwohl er nicht spielberechtigt war - haben die Gäste mit 1:2 Toren verloren. "Wir haben eine relativ gute Leistung abgerufen, doch am Ende hat das Quäntchen Glück gefehlt", bilanzierte Münchingens Trainer Oliver Munz.
Nicht im Aufgebot von Aalens Trainer Petar Kosturkov war am vergangenen Samstag Mersad Bedak - somit hatte Münchingens Trainer Munz keinen Grund mehr, sich darüber zu ärgern, dass der Gegenspieler auflaufen darf. Grund zur Freude hatte er aber trotzdem nicht. Denn bereits in der 3. Spielminute gingen die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Torschütze war Benjamin Schiele. "Trotz des frühen Gegentores haben wir gut ins Spiel gefunden", sagte Oliver Munz. Drei gute Möglichkeiten führten allerdings nicht zum erhofften Erfolg. In einer Szene hatte Oliver Munz einen Aalener gesehen, wie er den Ball mit der Hand spielte. "Der Schiedsrichter hat leider keinen Elfmeter gepfiffen, das wäre das 1:1 innerhalb von zehn Minuten gewesen", so der TSV-Coach.
Der VfR Aalen II zog sich ab sofort in die Defensive zurück, der TSV Münchingen hatte mehr vom Spiel, konnte aber trotzdem den Ausgleich nicht erzielen. In der zweiten Hälfte folgte der 2:0-Führungstreffer. Oliver Munz hatte eine "stark abseitsverdächtige Position" gesehen. Doch der Schiedsrichter war anderer Meinung, das Tor von Mergim Neziri (54.) wurde gewertet. Der Anschlusstreffer dann in der 63. Minute nach einem Freistoß von Marc Pendl: Burhan Degirmenci staubte zum 1:2 ab. Danach hatten sowohl Münchingen als auch Aalen noch mindestens zwei gute Möglichkeiten. Und Oliver Munz haderte das ein oder andere Mal mit den Schiedsrichterentscheidungen. "Aalen bekam da einen Heimvorteil und hat meiner Meinung nach nicht ganz verdient gewonnen", so Munz, der mit der Leistung seiner Spieler unterm Strich recht zufrieden war.
Es reicht nur für 30 Minuten
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 05.12.2011 Von Andreas Klingbeil
Beim 0:6 in Göppingen gibt sich Verbandsligist TSV Münchingen in der zweiten Hälfte auf.
Eine halbe Stunde lang sah das alles gar nicht so schlecht aus, was das Schlusslicht beim hoch favorisierten Tabellenzweiten so machte. Das Göppinger Spiel wirkte noch etwas verschlafen, die Gäste machten die Räume zu und kamen auch zu zwei guten Möglichkeiten. Zunächst scheiterte Christian Buck, dann fand der Querpass von Denis Marcelles keinen Abnehmer. Als jedoch ein nach rechts außen geklärter Ball nach 37 Minuten postwendend wieder im Münchinger Strafraum landete und Hans-Jörg Sawatzki per Kopf das 1:0 erzielte, nahm das Unheil seinen Lauf. Noch vor der Pause erhöhte der nach einem Eckball am langen Pfosten völlig frei stehende Tomislav Ivezic auf 2:0 (42.) - der Widerstand des Tabellenletzten war gebrochen.
Schon in der Kabine schwante TSV-Trainer Oliver Munz Böses, als er sah, dass seine Spieler die Köpfe hängen ließen. Seine Vorahnung wurde bestätigt. Münchingen bekam im zweiten Durchgang kein Bein mehr auf die Erde, und der Göppinger SV nahm die Einladung dankend an. Chris Loser (58.), Tim Schraml (62.), Daniel Budak (81.) und Philipp Schuler (87.) machten das halbe Dutzend voll. Oliver Munz: "Wir haben die dribbeln, laufen und spielen lassen, wie sie wollten. Und dieses Geschenk hat Göppingen natürlich dankend angenommen. Am Ende können wir noch froh sein, dass wir nicht höher verloren haben." Alternativen, das Team personell zu verändern, gab es so gut wie keine. Sascha Häcker, Alexander Wetsch, auf den der Trainer im letzten Spiel des Jahres verzichten wird und der in der Winterpause den Club voraussichtlich auch verlassen wird, sowie Tobias Eisele standen neben den Langzeitverletzten nicht zur Verfügung. Während die Konkurrenz bereits in die Winterpause geht, wartet auf den TSV Münchingen nun noch die Aufgabe im neu angesetzten Spiel beim VfR Aalen II am kommenden Samstag. Bis dahin, so Munz, gelte es für die Mannschaft, die Wunden zu lecken. kli
Der Münchinger Hoffnungsträger sieht Rot
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 21.11.2011 Von Andreas Klingbeil
Schwäbisch Hall nutzt die Fehler der Munz-Elf eiskalt aus und setzt sich sicher mit 3:0 durch.
So schnell kann es gehen: vom Hoffnungsträger zum Sündenbock. Marijo Marinovic zeigte auch in seinem dritten Spiel für den TSV Münchingen, dass er eine echte Verstärkung ist - bis zur 39. Minute. Der Mittelfeldmann war von Philipp Wolf unsanft von den Beinen geholt worden, Schiedsrichter Benjamin Butz hatte gepfiffen. Das reichte Marinovic scheinbar nicht. Er schickte seinem Peiniger noch einen nicht druckreifen Gruß hinterher. Der erhielt für sein Foul Gelb, Marinovic musste mit Rot vom Platz. Und damit waren die Hoffnungen der Gastgeber, ihren Aufwärtstrend fortsetzen zu können, auf ein Minimum gesunken. Auch wenn es zu diesem Zeitpunkt erst 0:1 stand, TSV-Trainer Oliver Munz war klar, dass sich Schwäbisch Hall den Vorsprung nur schwerlich würde nehmen lassen. In seiner Kritik an dem Neuzugang blieb er dennoch eher moderat. "Der Marijo weiß selbst, dass das nicht gerade supertoll von ihm war. So etwas darf ihm nicht passieren."
Schon mit Marinovic hatten sich die Gastgeber gegen den kombinationssicheren Aufsteiger schwergetan, überhaupt gefährlich vor dessen Tor zu kommen. Nach 15 Minuten war es mal so weit. Denis Marcelles bediente Christian Buck in zentraler Position im Strafraum, der Stürmer setzte sich gegen Matthias Haag durch, schoss aber aus zehn Metern zu ungenau. Schlussmann Thomas Habel bekam die Hände noch an den Ball und vereitelte damit die einzige echte Torchance der Münchinger während der gesamten 90 Minuten.
Das Team aus Hall störte früh, um Münchingen auf dem Kunstrasenplatz gar nicht erst in Tornähe kommen zu lassen, und suchte mit Bällen in die Spitze immer wieder seinen Torjäger Serdal Kocak. Bis zum Münchingen-Spiel hatte er bereits 14-mal getroffen. Philipp Wolf fand ihn nach 20 Minuten, Kocak spielte Michael Quattlender aus, und Burhan Degirmenci versuchte im Liegen noch zu retten, was nicht mehr zu retten war. Patrick Beck war zur Stelle und schoss das Leder ins leere Tor.
Es kam noch dicker für Degirmenci. Hatte der Defensivmann bei seiner Rettungsaktion keine Chance, musste er den zweiten vorentscheidenden Gegentreffer voll auf seine Kappe nehmen. Er ließ den eigentlich ungefährlichen langen Ball von Patrick Steffen Frey durchrutschen, Kocak ging auf und davon und ließ Quattlender mit einem Flachschuss keine Chance (54.).
Der TSV mühte sich in Unterzahl, war letztlich chancenlos und schlitterte mit Glück an einer richtigen Packung vorbei. Kocak traf die Latte (66.), ein elfmeterreifes Foul von Degirmenci an dem Torjäger blieb ungeahndet, zweimal parierte Quattlender glänzend. So brachten es die Haller nur noch zum dritten Treffer, als Beck den mitgelaufenen Daniele Hüttl bediente und der mit einem Schuss von halbrechts unter die Latte abschloss (84.).
"Es ist schade, dass wir nach den letzten beiden Spielen nicht mehr Rückenwind gehabt haben, um selbstsicherer aufzutreten", sagte Oliver Munz. "In der ersten Hälfte sind wir schon wieder nervös geworden und hatten einige schlampige Pässe drin. Zu zehnt haben wir dann sogar fast besser gespielt."
Der TSV Münchingen nutzt den Rückenwind
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 14.11.2011 Von Marius Venturini
Munz-Team holt gegen den FC Albstadt mit 3:0 (1:0) endlich den zweiten Sieg der Saison.
Der TSV Münchingen hat endlich den lang ersehnten zweiten Saisonsieg gelandet. Mit 3:0 (1:0) bezwang die Mannschaft von Coach Oliver Munz auf dem heimischen Kunstrasen den FC Albstadt. Nachdem das Team bereits beim VfB Neckarrems (1:1) mit einer guten Leistung überzeugte, knüpften die Mannen um Kapitän Marc Pendl nahtlos an diese Partie an. "Wir wollten die Hinrunde so beenden, wie wir sie begonnen haben - mit einem Sieg. Und das haben wir geschafft", so ein sichtlich erleichterter TSV-Übungsleiter.
Die ersten Chancen in einer guten ersten Hälfte hatten die Gäste, Münchingens Schlussmann Michael Quattlender parierte allerdings gegen Daniel Neusch (6.) und Yannick Spohn (7.). Im Gegenzug wurde Christian Bucks Versuch noch abgeblockt, zwei Minuten später machte es Sebastian Kniller nach einer Pendl-Flanke per Kopfball-Aufsetzer besser - 1:0 (9.). FC-Torspieler Christopher Kleiner sah da nicht wirklich gut aus.
In der Folge verstärkten die Gäste den Druck, doch sowohl Timo Sauter mit einem Schuss (12.) als auch Yannick Spohn mit einer verunglückten Flanke (16.) verfehlten das Ziel. In der 18. Minute parierte Quattlender erneut in Weltklassemanier, diesmal gegen den durchgebrochenen Se-rach von Nordheim. Dann war erst einmal Leerlauf angesagt. Christian Bucks Versuch aus 16 Metern blieb bis zur Pause die einzig nennenswerte Gelegenheit (42.). Nach dem Seitenwechsel dauerte es nur sechs Minuten, da zappelte der Ball erneut im Albstädter Netz. Dennis Marcelles legte klasse quer auf den blendend aufspielenden Christian Buck, der mit Wucht statt Präzision auf 2:0 erhöhte (51.). Ein Kopfball von Albstadts Daniel Neusch (54.) blieb in dieser Phase eine der wenigen halbwegs gefährlichen Gästechancen in der zweiten Halbzeit. Kurz darauf hätte Buck weiter für den TSV erhöhen können: Nach einer scharfen Hereingabe von Sascha Häcker prallte der Ball zwischen Buck, Torwart Kleiner und einem FC-Verteidiger hin und her, doch über die Linie bugsierte ihn am Ende niemand (56.). Nachdem Quattlender vor dem einschussbereiten Neusch gerettet hatte (63.), spielte nur noch Münchingen - und das mit stellenweise sehr ansehnlichen Kombinationen. Allerdings dauerte es bis zur 78. Minute, bis wieder Torgefahr entstand - der eingewechselte Anthony Coppola probierte es mit einem Distanzschuss. Und kurze Zeit später sorgte Jonas Frammelsberger für den Endstand. Nachdem Buck auf der rechten Seite stark den Ball behauptet hatte, passte er quer zum freistehenden Mitspieler, der nur noch einschieben brauchte (80.). Sören Singer (82.) und Giuseppe Greco (87.) hätten noch etwas fürs Torverhältnis tun können, blieben aber erfolglos. Und dass beim TSV trotz der Tabellenplatzierung die Moral stimmt, bewies Michael Quattlender, als er in der Nachspielzeit bravourös gegen Ivan Jelas hielt.
"Es ist genau andersherum gelaufen als bisher", so Munz nach der Partie. Tatsächlich: Diesmal startete Münchingen mit einem frühen Tor ins Spiel. Anteil am TSV-Sieg hatte nicht zuletzt Marijo Marinovic. Der Neuzugang im defensiven Mittelfeld gab wie bereits gegen Neckarrems die Kommandos und war in seinem erst zweiten Spiel so etwas wie der Chef auf dem Platz. "Er ist ein verlässlicher Partner", lobte auch Oliver Munz, "und vor allem hat er nicht die Altlasten im Kopf."
Munz: "Ein wichtiges positives Erlebnis"
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 07.11.2011 Von Nathalie Mainka
Verbandsligist TSV Münchingen holt beim Oberliga-Absteiger VfB Neckarrems einen Punkt (1:1).
Ein Sieg wäre Oliver Munz, Fußball-Trainer des TSV Münchingen, zwar lieber gewesen. Doch den Punktgewinn vom vergangenen Samstag durch das 1:1-Unentschieden beim VfB Neckarrems wertet er aufgrund der momentan schwierigen Situation am Tabellenende eher als Punktgewinn - nicht als Verlust.
Froh war Munz darüber, dass seine Mannschaft gegen den Oberliga-Absteiger, der einige Münchinger Spieler abgeworben hatte, gut ins Spiel gestartet war. Das sei keine Selbstverständlichkeit, zumal seine Spieler derzeit nicht vor Selbstbewusstsein strotzten. "Obwohl es bei Neckarrems derzeit nicht so optimal läuft, ist das eine gute und starke Mannschaft, die auch insgesamt mehr vom Spiel hatte", musste Oliver Munz die Leistung des Gegners anerkennen. Torchancen auf Münchinger Seite waren in der Auswärtspartie vor rund 300 Zuschauern eher Mangelware. In der ersten Halbzeit tauchte Giuseppe Greco gefährlich vor dem Neckarremser Torspieler Marcel Hinterkopf auf - das Leder verfehlte allerdings das Ziel. Auch der Kopfball von Sascha Häcker blieb ohne Erfolg. Mit einem 0:0 ging es dann in die Halbzeitpause.
In der zweiten Hälfte erarbeitete Sascha Häcker eine Chance, als er von rechts außen kommend auf Sebastian Kniller passte - doch der schrammte nur knapp am Ball vorbei. Den ersten Treffer erzielten dann die Gastgeber in der 67. Spielminute. Die Vorlage von Niko Layer verwandelte Mario Marinic mit einem Rechtsschuss aus elf Metern zum 1:0 für Neckarrems. "Trotz dieses Rückstandes haben wir relativ schnell den Ausgleich geschafft", sagte Oliver Munz. Der fiel per Elfmeter in der 70. Spielminute. Zuvor war Sascha Häcker mit rasantem Tempo in den Neckarremser Strafraum eingedrungen und wurde vom Gegner gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Giuseppe Greco.
In der Folgezeit verpasste es der VfB Neckarrems, den erneute Führungstreffer zu erzielen. Beispielsweise nach einer Ecke von Münchingen, als sich die Gastgeber den Ball eroberten und zu einem schnellen Konter starteten. Der erste Versuch wurde von den Münchingern abgeblockt, den zweiten Schuss knallten die VfBler humorlos unter die Latte - Glück für Münchingen. "Für den Kopf ist dieses Unentschieden ein wichtiges positives Erlebnis", sagte Oliver Munz.
1:4 - Münchingen wirkt hilf- und wehrlos
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 02.11.2011 Von Andreas Klingbeil
Das Team von Trainer Oliver Munz ist auch gegen Verbandsligaaufsteiger SV Böblingen chancenlos.
Sie haben sich die Politik der kleinen Schritte auf die Fahnen geheftet. Grundordnung halten, ins Spiel kommen, heißt das bei Münchingens Trainer Oliver Munz. Wenn nichts geht, dann sollen die einfachen Dinge dazu verhelfen, sich Selbstvertrauen und Stärke zu holen. Gegen die SV Böblingen dauerte es nur vier Minuten, da hatte sich das Konzept überholt. Ein Flachpass von der linken Seite nach innen, Fabian Schragner steht zentral im Strafraum ungedeckt - und schon lagen die Gastgeber wieder hinten. Nichts Neues für die Münchinger Spieler. Und genauso wenig neu war das, was danach passierte. Die Verunsicherung und Mutlosigkeit auf dem Platz war fast greifbar.
Böblingen zierte sich zunächst noch ein wenig, nahm die Einladung dann aber dankend an. Die Gäste agierten gedanklich schneller, wirkten spritziger und nahmen die Münchinger Hintermannschaft nach allen Regeln der Kunst auseinander. Direktes Spiel über zwei, drei Stationen reichte, sich klarste Möglichkeiten zu erarbeiten. Kein Wunder, dass SVB-Trainer Mario Estasi nach der Partie sagte: "Mir hat die erste Hälfte von meiner Mannschaft richtig gut gefallen." Er sah, dass die Gastgeber nur einmal zum Abschluss kamen. Sascha Häckers Kopfball strich jedoch über die Latte (27.). Zu diesem Zeitpunkt hätte Böblingen bereits klar vorne liegen müssen. Doch Ersan Delice klebte das Pech an den Schuhen. Zweimal innerhalb von zwei Minuten traf er die Unterkante der Latte (21., 22.), zweimal sprang der Ball nach vorne raus.
Beim dritten Mal war es dann soweit: Auch der Ball von Maikel Boric klatschte an das Quergestänge, überquerte aber die Torlinie, bevor er wieder im Spielfeld landete (39.). Als die Gäste kurz vor der Pause erneut schnell umschalteten und direkt spielten, umkurvte Caglar Celiktas Münchingens Schlussmann Michael Quattlender und schob von rechts aus spitzem Winkel zum 3:0 ein (43.).
Und weil beim TSV derzeit alles schief geht, was nur schief gehen kann, waren die in der Pause gefassten Vorsätze nach nur drei Minuten der zweiten Hälfte auch schon wieder über den Haufen geworfen. Tobias Eisele kam gegen den quirligen Hüseyin Öztürk zu spät und erwischte nur noch dessen Schienbein. Schiedsrichter Dominik Schaal zückte Rot, hätte es auch bei einer gelben Karte belassen können. Alles deutete auf ein Münchinger Debakel hin. Die Gäste schienen der Überzeugung, dass sich das von alleine ergeben würde - und taten nur noch das Nötigste. Sie ließen Häcker auf rechts gewähren: Der nutzte das zur präzisen Flanke. Sie ließen Sebastian Kniller gewähren: Der nutzte das zum Kopfball - 1:3 (58.).
Wenn für Münchingen überhaupt etwas möglich gewesen wäre, dann in dieser Phase. Doch anstatt den Gegner mit letztem Einsatz zu bekämpfen, ihn zu verunsichern und zu stören, verharrte der TSV in seiner Starre. Böblingen durfte spielen, wurde zum Teil erst fünf Meter hinter der Mittellinie angegriffen. Münchingen ergab sich fast willenlos in sein Schicksal. "Wir sind einfach nicht so präsent, dass wir etwas von dem Spiel haben können", musste Trainer Munz einmal mehr resigniert feststellen. Noch vor dem Spiel hatte Abteilungsleiter Hans-Peter Kurz in der Kabine zumindest Einsatz gefordert, wenn schon im spielerischen Bereich derzeit der Wurm drin ist. Auch davon war zu wenig zu sehen. Bis auf einen Kniller-Schuss brachte Münchingen nichts Gefährliches mehr zustande. Von Böblingen kam auch nicht viel mehr. Zum 4:1 durch Gökhan Akyüz reichte es trotzdem noch (86.).
Münchingen nimmt Rote Laterne aus Essingen mit
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 31.10.2011 Von Andreas Klingbeil
Das Team von Trainer Oliver Munz verliert beim bisherigen Schlusslicht der Verbandsliga mit 2:4 (2:2).
Tiefer geht"s jetzt nicht mehr. Der TSV Münchingen hat nach der 2:4-Niederlage mit dem TSV Essingen den Platz getauscht und geht in das Heimspiel am morgigen Dienstag (14.30 Uhr) gegen die SV Böblingen als Tabellenletzter. Zunächst hatte es jedoch so ausgesehen, als ob die Schützlinge von Trainer Munz den Negativlauf (vier Niederlagen in Folge) beenden könnten. Sascha Häcker gelang nach 23 Minuten die Führung für die Gäste. Doch schon im Gegenzug war die schon wieder verspielt. Florian Frenkel touchierte seinen im Strafraum nach außen weglaufenden Gegner - Elfmeter. Ex-Profi Dennis Hillebrand ließ sich die Chance zum 1:1 nicht entgehen. Münchingen verlor den Faden und fing sich prompt das zweite Tor ein. Nach einem langen Ball wurde das Leder zweimal abgeblockt, im dritten Anlauf war Lars Eisenmann zur Stelle (32.).
Die Gäste arbeiteten sich in der Folge Stück für Stück zurück in die Partie und belohnten sich dafür mit dem 2:2 noch vor der Pause. Sebastian Kniller vollendete die Vorarbeit von Moritz Wemmer, der von der Grundlinie aus zurückgelegt hatte (44.). Die guten Vorsätze für den zweiten Durchgang waren dann jedoch schnell verpufft. Nach dem Anspiel schnappte sich Hillebrand das Leder, ließ fast die halbe Münchinger Mannschaft stehen und spielte den Ball in die Schnittstelle zu Patrick Stöppeler. Kaum hatte Schiedsrichter Gaetano Falcicchio die Partie angepfiffen, lag der Ball erneut auf dem Anstoßpunkt. Münchingen lag mit 2:3 im Hintertreffen. Eine weitere Unachtsamkeit nutzte Hillebrand wenig später auch noch zum vorentscheidenden 4:2 (56.). Der TSV Münchingen fing sich zwar noch einmal und drückte Essingen in die eigene Hälfte, Zählbares sprang bei den Bemühungen jedoch nicht mehr heraus. Die Gastgeber hatten die Möglichkeit zu erhöhen, spielten ihre Konter aber nicht konsequent aus.
Aus dem Befreiungsschlag wird ein Bumerang
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 24.10.2011 Von Andreas Klingbeil
Der TSV Münchingen verliert in der Verbandsliga gegen den VfB Friedrichshafen mit 1:2 (0:2).
Das war ein Tiefschlag, der so richtig an die Nieren ging. Mit gesenkten Köpfen saßen die Spieler des TSV Münchingen nach dem Abpfiff wie ein kollektives Häuflein Elend auf der Bank und auf dem Rasen. Oder sie hatten sich gleich in die Kabine verdrückt. Wortlos, tief getroffen. So wie Trainer Oliver Munz, der, in sich gekehrt, erst einige Minuten brauchte, um die Sprache wieder zu finden. Gegen den VfB Friedrichshafen hatten sich alle so viel vorgenommen. Ein Sieg gegen den Konkurrenten im Abstiegskampf hätte zum Befreiungsschlag werden können. Doch das Resultat nach 92 Minuten wirkte wie ein Bumerang, der mit mehr Wucht zurückkommt als er abgeworfen wurde.
Natürlich traf den sowieso schon personell gebeutelten Club der kurzfristige Ausfall von Sascha Häcker. Damit jedoch den leblosen Auftritt im ersten Durchgang erklären zu wollen, wäre zu einfach. Statt gegen einen keineswegs stärkeren Gegner von Beginn an Präsenz zu zeigen, standen die Münchinger zu weit weg von ihren Gegnern, trafen falsche Entscheidungen oder leisteten sich einfache Stockfehler. Friedrichshafen schien selbst nicht so genau zu wissen, was man damit anfangen könnte. Den Zuruf "Schieß doch" nahm sich Oguz Ham Yolcuoglu zu Herzen. Er hielt aus 25 Metern drauf, der Ball landete über den zwei Schritte vor dem Tor postierten Michael Quattlender unter der Latte.
Eine einzige gute Aktion brachten die Gastgeber im ersten Durchgang zustande. Den langen Ball von Marc Pendl nahm Giuseppe Greco auf, Philipp Meier im VfB-Tor kam zu zögerlich heraus, doch der Heber von Greco landete schließlich doch noch in den Armen des Schlussmannes (24.). Und wenn die einen nicht können und die anderen nicht so recht wissen, was sie tun sollen, schießen sie eben noch einmal aufs Tor. So geschehen in der 40. Minute, als Oliver Senkbeil einen 30-Meter-Freistoß in Richtung Münchinger Gehäuse beförderte. Quattlender ließ den Flatterball nach vorne abprallen, Mislav Rados war zur Stelle - 0:2.
Hätten Philipp Seebacher (49.) und Marco Daub (51.) ihre sehr guten Möglichkeiten kurz nach dem Wechsel nicht kläglich vergeben, die Partie wäre vorzeitig entschieden gewesen. So aber durften die Münchinger noch immer auf das kleine Wunder hoffen, weil ihr Spiel im Vergleich zur ersten Hälfte wenigstens etwas besser wurde. Was auch mit der Einwechslung von Häcker zu tun hatte. Der Offensivmann, der trotz seiner Knieprobleme doch noch spielte, brachte Schwung in die TSV-Angriffsaktionen gegen eine keineswegs sattelfeste Friedrichshafener Abwehr. Zwar mussten Quattlender und Singer noch einmal in Gemeinschaftsarbeit auf der Linie klären, die letzte Viertelstunde gehörte aber dem TSV. Greco scheiterte mit seinem Versuch von halblinks am Pfosten (71.), Häcker verpasste den Anschlusstreffer nach Zuspiel von Wetsch aus fünf Metern (72.). Bei seinem zweiten Versuch fand Häcker seinen Meister in Philipp Meier (88.), im dritten Anlauf war der Ball per Kopf nach Flanke von Greco endlich drin (91.). Doch da war es schon zu spät.
Münchinger Bruchlandung am Bruchwald
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 15.10.2011 Von Andreas Klingbeil
In der Verbandsliga hat die Munz-Elf gestern Abend beim FSV Bissingen eine 0:5-Schlappe kassiert.
Es stehen zwar nur sechs Punkte auf dem Konto des TSV Münchingen. Doch die Mannschaft von Trainer Oliver Munz hat im ersten Drittel dieser Saison bereits gezeigt, dass gar nicht viel fehlt, um selbst mit den Spitzenteams der Liga mitzuhalten. Als da wären die Partie gegen den Oberliga-Absteiger SGV Freiberg, die erst in letzter Minute verloren wurde, oder auch der Auftritt am vergangenen Wochenende gegen den FV Ravensburg, als die Elf zwischenzeitlich mit 2:1 vorne lag, am Ende aber mit 2:4 den Kürzeren zog.
Auch im Stadion am Bruchwald in Bissingen hatte es gestern Abend den Anschein, als könne sich eine einigermaßen offene Begegnung entwickeln. Doch spätestens nach 25 Minuten, als Mustapha El M"Hassani gerade mit seinem zweiten Tor das 2:0 erzielt hatte, zerplatzte die Seifenblase und löste sich im Nichts auf. Es spielte nur noch eine Mannschaft - und das war die der Gastgeber. Die Münchinger liefen für den Rest der Spielzeit hinterher, und das mit teilweise viel zu großem Abstand zum Gegner. Die Mannschaft von Trainer Oliver Munz schoss während der verbleibenden 70 Minuten nicht einmal mehr auf das gegnerische Tor. Deutlicher lässt sich die Bissinger Überlegenheit nicht dokumentieren.
Es ist kaum zu glauben, aber das Spiel hätte auch einen ganz anderen Verlauf nehmen können. Als Germanos Kosmidis in der sechsten Minute ein Rückpass aus dem Mittelkreis viel zu kurz geriet, schnappte sich Sebastian Kniller das Leder und lief alleine auf das Tor von Timo Hammel zu. Doch auf dem Weg zum gegnerischen Gehäuse schien ihn der Mut zu verlassen. Zum einen schloss er viel zu früh ab, zum anderen wurde aus seinem Abschluss eine Rückgabe. Den Unterschied zwischen einem Spitzenteam und einer Mannschaft im Abstiegskampf wurde nur fünf Minuten später deutlich. Bissingen nutzte seine erste echte Möglichkeit zur Führung. Marc Pendl konnte den Torschuss von Andreas Kocijan nicht verhindern, Schlussmann Michael Quattlender den Ball nicht festhalten oder zur Seite abwehren. Mustapha El M"Hassani stand goldrichtig - 1:0.
Dass Sebastian Kniller auch ganz anders kann als bei seiner Großchance, zeigte der Youngster nach 17 Minuten. Entschlossen zog er aus 30 Metern ab. Timo Hammel im FSV-Tor schaute dem Ball nur hinterher und hatte Glück, dass ihm die Querlatte zur Seite stand. Dann folgte die zweite Bissinger Möglichkeit und das zweite Tor von El M"Hassani. Das Spiel lief in der Folge fast ausschließlich auf das Münchinger Tor. Zeitweise kam der TSV noch nicht einmal mehr aus der eigenen Hälfte heraus. Zunächst stand bei Oskar Schmiedels 20-Meter-Knaller noch der Pfosten im Weg (44.). Fast zwangsläufig fielen die weiteren Treffer dann aber im zweiten Durchgang. Fabian-Simon Dietz verwertete eine Vorlage von Andreas Kocijan zum 3:0 (57.), Hasan Morina traf nach einer Flanke aus dem rechten Halbfeld per Kopf zum 4:0 (63.). Das schönste Tor des Abends brachte dem FSV Bissingen schließlich auch noch die Tabellenführung. Ümit Genc versenkte einen Eckball von Schmiedel aus 18 Metern direkt zum 5:0 (82.).
Auch eine Führung reicht nicht zum Punktgewinn
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 10.10.2011 Von Marius Venturini
In der Verbandsliga verliert der TSV Münchingen trotz einer stellenweise guten Leistung gegen Ravensburg.
Am Ende ist das Ergebnis wohl zu deutlich ausgefallen. Mit 2:4 (0:1) musste sich der TSV Münchingen dem Aufstiegsaspiranten FV Ravensburg geschlagen geben - und steckt nun endgültig tief im Abstiegskampf. Doch nach der Pause hatte die Mannschaft von Coach Oliver Munz eine durchaus gute Phase - auch wenn die Gäste über das gesamte Spiel gesehen die überzeugendere Leistung boten.
Munz probierte es mit einer veränderten Aufstellung: Giuseppe Greco begann im defensiven Mittelfeld, während Sebastian Kniller ins Sturmzentrum und Kapitän Marc Pendl in die Abwehrzentrale rückten. Doch allein in den ersten sieben Minuten hätte der FV schon alles klar machen können. Daniel Di Leo (1.) und zweimal Manuel Litz (4., 7.) verfehlten dreimal per Kopf das Münchinger Tor. Nach einer guten Viertelstunde war es dann aber doch so weit. Thomas Zimmermann setzte sich auf der rechten Seite gegen Alexander Wetsch durch, seine scharfe Flanke köpfte Moritz Fäßler wuchtig ein (16.). Kurz darauf kam erneut Litz zum Kopfball, verfehlte jedoch abermals (18.). Die erste TSV-Chance hatte Alexander Wetsch, bei seinem Distanzschuss fehlte aber ein guter Meter (30.). Ravensburgs Selim Altinsoy versuchte es ebenfalls aus der zweiten Reihe, zielte aber zu hoch (35.). Es blieb die letzte Gelegenheit der ersten Halbzeit.
Nach der Pause drehte der TSV plötzlich auf. Fand Burhan Degirmencis Pass noch keinen Abnehmer (48.), klappte es kurz darauf besser. Sascha Häcker tankte sich auf der rechten Strafraumseite durch und passte in den Rückraum, wo Sebastian Kniller wartete - und Münchingens Nummer zehn traf aus 16 Metern sehenswert zum Ausgleich (59.). Doch damit nicht genug, der TSV ging sogar in Führung. Und wieder war der in dieser Phase bärenstarke Kniller beteiligt. Er dribbelte im Ravensburger Sechzehner die gesamte Abwehr aus und schlug den Ball nach innen. Am zweiten Pfosten stand Jonas Frammelsberger, der mühelos zum 2:1 einnetzte (68.).
Doch die Gäste taumelten nur kurz. Schon in der 77. Minute hieß es 2:2. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß machte sich der eingewechselte Jonas Klawitter auf die Reise und schob an Michael Quattlender vorbei zum Ausgleich ein. Der TSV-Schlussmann parierte in der Folge einen Kopfball von Manuel Litz (82.) und blieb auch im Eins-gegen-eins mit dem ebenfalls eingewechselten Nico Di Leo Sieger (86.). Bei Daniel Di Leos Lupfer blieb ihm allerdings nur das Nachsehen - 2:3 (87.). Den Schlusspunkt setzten ebenfalls die Gäste. Nach einem doppelten Doppelpass der Di Leo-Brüder war es schließlich Nico, der zum Endstand traf.
"Ich habe heute eine Mannschaft gesehen, die Fußball spielen kann, die Leidenschaft zeigt und die geschlossen zusammensteht", gab sich Munz nach der Partie trotz der Niederlage zuversichtlich.
Münchingen trifft das leere Tor nicht
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 04.10.2011 Von Nathalie Mainka
Der Verbandsligist verliert in Untermünkheim mit 1:2 Toren und ist weiterhin im hinteren Tabellendrittel.
Wenn man das leere Tor nicht trifft, hat man sich das selbst zuzuschreiben", kommentierte Hans-Peter, Fußball-Abteilungleiter des TSV Münchingen, die 1:2-Niederlage der Verbandsliga-Elf am Samstag bei Tura Untermünkheim. Nicht mehr als vier Meter sei der Münchinger Spieler (Hans-Peter Kurz: "Ich weiß nicht mehr, wer das war") nach einem Querpass allein vor dem gegnerischen Torspieler Benjamin Gorzawski aufgetaucht und habe den Ball unglücklich am Kasten vorbeigeschoben. Das sei nur eine schwache Szene in einer schwachen Partie gewesen. "Eine Niederlage, die nicht nötig gewesen wäre", so der verärgerte Münchinger Abteilungsleiter.
Auf der Gegenseite standen hoch motivierte Untermünkheimer, die die bittere 0:5-Niederlage eine Woche zuvor in Schwäbisch Hall wiedergutmachen wollten. Denn so hoch hatte die Elf schon lange nicht mehr verloren. Es dauerte allerdings bis kurz vor dem Halbzeitpfiff, bis die Gastgeber in Führung gingen. Der Torschütze war Marius Müller. Nur sieben Minuten nach dem Wiederanpfiff folgte der zweite Treffer für Tura Untermünkheim. Diesmal war Visar Rushiti (52.) erfolgreich.
Was Münchingens Abteilungsleiter in dieser Spielhälfte sah, waren einige Chancen seiner Münchinger, die sie nicht verwerten konnten. Schon vor der Partie hatte Trainer Oliver Munz eine Schwachstelle ausgemacht - seine jungen Spieler würden in manchen Situationen nicht die richtige Entscheidung treffen. Der Anschlusstreffer fiel dann doch. Nach einem Spiel über den Flügel erzielte Alexander Wetsch in der 69. Minute per Kopf das 1:2 . Das sollte auch der endgültige Spielstand sein. "Das ist ein Ergebnis, das nicht zufriedenstellend ist", sagte Hans-Peter Kurz. Damit steht der TSV Münchingen weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz. Das einzig Positive an diesem Spieltag ist die Tatsache, dass die unmittelbaren Konkurrenten wie Essingen, Laupheim oder Nehren auch nicht erfolgreicher waren als der TSV.
Münchingen bleibt in der Abstiegszone
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 26.09.2011 Von Marius Venturini
Der TSV trennt sich in einer schwachen Verbandsliga-Partie mit 0:0 von Olympia Laupheim.
Es ist kein gutes Spiel gewesen, das der TSV Münchingen und der FV Laupheim den Zuschauern boten. Dementsprechend trist lautete auch das Ergebnis - 0:0. Das Unentschieden hilft keinem der beiden Clubs so richtig weiter.
Münchingen begann nervös. Erst Michael Quattlender (2.) und kurz darauf Michael Koch (4.) spielten Laupheims Christian Glaser den Ball in die Beine und hatten Glück, dass der FV-Stürmer aus diesen Gelegenheiten nichts machte. Die erste richtige Chance in einer an Möglichkeiten armen Partie hatten ebenfalls die Gäste: Philipp Birk-Braun setzte den Ball aus elf Metern nur Millimeter neben das Tor (14.). Kurz darauf traf der Laupheimer Marc Nilius nur das Außennetz des TSV-Gehäuses (17.). Münchingen hingegen kam über die gesamte Spielzeit zu keiner einzigen zwingenden Gelegenheit. Sascha Häcker mühte sich zwar auf der rechten Seite nach Kräften, seine Hereingaben verfehlten jedoch ein ums andere Mal die Mitspieler.
So blieb es den Gästen vorbehalten, ihr Glück im Torabschluss zu suchen - mehr Fortune hatten sie aber auch nicht. Julian Haug traf aus guter Position den Ball nicht (31.), und kurz vor der Pause war es TSV-Keeper Quattlender, der einen Schuss von Glaser sehenswert parierte (44.).
Nach dem Seitenwechsel schien sich schon so etwas wie Verzweiflung im Münchinger Spiel breitzumachen - Sebastian Kniller versuchte sich aus mehr als 35 Metern und schoss weit über das Tor (54.). Nach einer guten Stunde fand der TSV dann aber doch etwas besser in die Partie, die größeren Gelegenheiten hatten allerdings noch immer die Gäste. Einen Schuss von Thilo Müller holte Michael Quattlender stark aus dem langen Eck (63.). Auch der eingewechselte Dominik Mayer scheiterte am gut aufgelegten Schlussmann (69.). Die größte Gelegenheit für den TSV bot sich in der 78. Minute: Der ebenfalls neu ins Spiel gekommene Anthony Coppola setzte sich nach einem schönen Spielzug über die linke Seite durch, doch FV-Torspieler Mark Lemke pflückte ihm den Ball in letzter Sekunde vom Fuß.
Kurz vor dem Abpfiff versuchte es auf der anderen Seite Laupheims Glaser noch einmal spektakulär mit einem Seitfallzieher (88.) - ein Tor gelang ihm nicht. In der Nachspielzeit gab es schließlich doch noch einen Aufreger: Im Strafraum lief Mark Lemke Münchingens Christian Buck ohne Not von hinten in die Hacken, der Elfmeterpfiff blieb jedoch aus. Unter dem Strich hätte wohl auch keine der beiden Mannschaften den Sieg verdient gehabt.
Münchingen enttäuscht
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 19.09.2011 Von Nathalie Mainka
Der Verbandsligist verliert nach Führung beim FC Wangen mit 1:2 Toren.
Enttäuscht von Münchingens Verbandsliga-Elf ist TSV-Abteilungsleiter Hans-Peter Kurz. "Das wäre eine Mannschaft gewesen, die man hätte schlagen können", sagte er nach dem Ausflug am Samstag ins Allgäu. Mit 1:2 Toren hat der TSV Münchingen beim FC Wangen verloren. Dabei waren die Gäste zunächst in Führung gegangen. Sascha Häcker setzte sich auf der rechten Seite durch und schob den Ball ins lange Eck ein. Eine Unachtsamkeit in der Münchinger Abwehr nur drei Minuten später brachte den Ausgleich für den FC Wangen (17.). Den Treffer erzielte Christian Karrer. Mit diesem 1:1-Zwischenstand ging"s in die Halbzeitpause. Es war kein gutes Spiel, das die 250 Zuschauer im Allgäustadion des FC Wangen sahen. "Beide Mannschaften konnten nicht überzeugen", so Kurz. Und gleich drei Minuten nach dem Wiederanpfiff kassierten die Münchinger in einer recht kuriosen Situation das entscheidende 2:1. Wangens Artur Müller sprintete in Richtung Strafraum und kam ins Straucheln. Halb liegend, halb laufend zog er ab, während drei Münchinger in unmittelbarer Nähe es nicht fertig brachten, ihn zu stoppen.
1:2 - Spätes Tor sorgt für lange Gesichter
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 10.09.2011 Von Andreas Klingbeil
Verbandsligist TSV Münchingen schrammt gegen Favorit Freiberg nur knapp an der Überraschung vorbei.
Um die Verhältnisse zu verdeutlichen, hatte Münchingens Trainer Oliver Munz schon vor dem Spiel gesagt: "Ein Punktgewinn wäre schon wie ein Sieg." So gesehen käme die knappe 1:2-Niederlage gestern Abend gegen den Titelfavoriten so etwas wie einem Unentschieden gleich. Freuen konnte sich auf Münchinger Seite dennoch niemand. Was Munz wiederum als positives Zeichen wertete: "Man sieht, die Mannschaft lebt."
Er und seine Schützlinge hatten nach dem Abpfiff schwer an der Szene aus der 89. Minute zu knabbern. Sven Franzen war auf der linken Seite zur Grundlinie durchgebrochen, flankte maßgenau, und der erst neun Minuten zuvor eingewechselte Rajko Stankovic erzielte mit einem "sensationellen Kopfball" (SGV-Trainer Ramon Gehrmann) den Siegtreffer.
Wem ein solch" spätes Tor gelingt, ist immer irgendwie auch ein glücklicher Gewinner. Aufgrund des Spielverlaufes der ersten Hälfte war das Endresultat aber nur die logische Konsequenz. Zu dominant spielte der Oberligaabsteiger auf. Mit den besseren Einzelspielern ausgestattet, technisch stärker und schneller in den Aktionen, lief das Freiberger in Richtung TSV-Tor. Was jedoch fehlte, waren die wirklich zwingenden Chancen. In der Defensive um Michael Sparka und Tobias Eisele hielten die Gastgeber eine gute Ordnung. Im Spiel nach vorne verloren sie aber spätestens nach vier oder fünf Kontakten das Leder. Wenn überhaupt, dann sorgte Sascha Häcker für Unruhe in der gegnerischen Hälfte, indem er selbstbewusst und mit Tempo auf die Freiberger Hintermannschaft zulief. Nach 40 Minuten landete sein Schuss von der Strafraumgrenze sogar im Tor. Schiedsrichter Asmir Osmanagic gab den Treffer aber wegen Foulspiels an Franzen nicht.
In der zweiten Hälfte schwamm sich Münchingen frei. Marc Pendl trieb das Spiel öfter nach vorne. Sascha Buck kam im Strafraum einen Tick zu spät (50.), Sparka köpfte nach Pendl-Eckball drüber (52.). Und dann machten die Gäste ernst. Adam Wilczynski brachte Torjäger Dibran Thaqi in Position, der umkurvte Schlussmann Michael Quattlender - 0:1 (56.).
Damit schien die Partie gelaufen. Denn nach den bisherigen Geschehnissen war kaum damit zu rechnen, dass der TSV seinem Gegner gefährlich werden könnte. Als Häcker aber einen neuerlichen Lauf in den SGV-Strafraum startete, brachte ihn Jens Härter zu Fall. Giuseppe Greco behielt beim Elfmeter die Nerven - 1:1 (61.). "Nach dem Ausgleich stand die Partie auf des Messers Schneide. Da war es dann ein 50:50-Spiel", sagte Freibergs Trainer Gehrmann. Seine Elf versuchte den Druck zu erhöhen, Münchingen wehrte sich nach Kräften. Und als sich bei dem ein oder anderen schon leise Vorfreude auf einen unerwarteten Punktgewinn einstellte, schlug das Spitzenteam noch einmal zu.
Münchingen verschläft den Start
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 05.09.2011 Von Andreas Klingbeil
Der Verbandsligist läuft bei der 2:3-Niederlage in Heidenheim zwei frühen Gegentoren hinterher.
Die Aufholjagd wäre fast noch belohnt worden. Aber eben nur fast. So stehen unter dem Strich für den TSV Münchingen beim FC Heidenheim II ein 2:3 und die Erkenntnis: "Wir haben kurze, aber entscheidende Zeit gepennt" (TSV-Trainer Oliver Munz). Erst sieben Minuten waren gespielt, da lagen die Gäste schon mit 0:2 hinten. Die Heidenheimer Führung resultierte aus einer Ecke, die Sven Lukina verwertete (4.). Beim zweiten Tor spielten die Gäste nicht mutig genug von hinten heraus. Der Ball landete beim Gegner, und im zweiten Versuch markierte Werner Hottmann das 2:0. Damit war die Partie schon früh nahezu gelaufen. Zudem musste Tobias Eisele nach 28 Minuten verletzungsbedingt von Holger Klepzig ersetzt werden.
Doch das Münchinger Team wollte sich so früh nicht geschlagen geben und fand langsam besser ins Spiel. Die Reserve des Drittligisten kam zwar auch weiterhin zu Möglichkeiten, die Spielanteile verschoben sich aber zunehmend zugunsten der Münchinger. Daran änderte sich auch in der zweiten Hälfte nichts. Vor dem Anschlusstreffer kam aber erneut Heidenheim zum Zug. Nach einem Freistoß vor dem gegnerischen Tor ließ sich der TSV klassisch auskontern (56.). Munz: "Damit war der Fisch eigentlich geputzt."
So hatten es sich wohl auch die Akteure aus Heidenheim gedacht. Am Ende mussten sie jedoch noch einmal gehörig zittern. Christian Buck (69.) und Sascha Häcker (82.) brachten ihre Farben auf 2:3 heran. Und zwei Minuten vor dem Abpfiff hatte Häcker erneut eine Möglichkeit, um doch noch auszugleichen. Zu diesem Zeitpunkt hätte es aber auch schon 3:3 stehen können. Denn fünf Minuten vor dem ersten Münchinger Treffer fühlten sich Munz und seine Mannen um einen Elfmeter gebracht. Bei einer Flanke in den Strafraum wurde Buck von Heidenheims Schlussmann Felix Körber umgerissen - der Pfiff blieb jedoch aus. Selbst FCH-Trainer Wolfram Eitel hatte diese Szene als durchaus elfmeterwürdig eingestuft. Doch das hilft den Münchingern wenig. Oliver Munz: "Es ist ein bisschen schade, dass wir es im Moment nicht hinkriegen, diese Spielfreude von Anfang an zu entwickeln, und dass wir dafür anscheinend erst solch einen Rückschlag brauchen."
Trainer Munz ist ein Zähler viel zu wenig
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 01.09.2011 Von Marius Venturini
Im Verbandsligaspiel am gestrigen Abend trennt sich der TSV Münchingen mit 0:0 vom SV Nehren.
Es ist kein gutes, aber auch kein richtig schlechtes Spiel gewesen, was der TSV Münchingen und der SV Nehren abgeliefert haben. Letztlich trennten sich die beiden Verbandsliga-Konkurrenten 0:0. Dennoch war TSV-Coach Oliver Munz nicht zufrieden mit dem Punkt. "Wir hatten das Chancenplus", merkte der Münchinger Trainer nach der Partie an - und hatte damit vor allem bei Betrachtung der zweiten Hälfte nicht unrecht. Höhepunkt der vergebenen Gelegenheiten der Hausherren war ein verschossener Elfmeter von Marc Pendl in der 66. Minute.
Doch der Reihe nach. Die erste Annäherung an das gegnerische Tor wagte die Heimmannschaft. Christian Buck setzte sich stark über die rechte Seite durch, sein Pass fand den in der Mitte lauernden Denis Marcelles allerdings nicht (5.). Die Gäste hatten durch Emmanuel Okafor ihre erste Möglichkeit, sein Kopfball wurde aber noch abgefälscht und fand nicht den Weg ins Tor von Michael Quattlender (11.). Der stand dafür in der 25. Minute im Mittelpunkt des Geschehens. Münchingens Kapitän Michael Sparka leistete sich als letzter Mann einen kapitalen Schnitzer, der Ball gelangte wieder zu Okafor - doch der TSV Schlussmann war auf dem Posten und riskierte bei seiner Rettungstat Kopf und Kragen. In der 38. Minute gab es erneut eine hundertprozentige Gelegenheit, diesmal aber auf der Gegenseite. Christian Buck spielte von der rechten Seite einen Traumpass zu Denis Marcelles, der jedoch aus kürzester Distanz an Nehrens Torspieler Sergej Konradi scheiterte. Dann war Pause.
Nach dem Wechsel kam Münchingen besser ins Spiel. In der 53. Minute glänzte erneut Christian Buck als Vorbereiter - allein Sascha Häcker konnte seine schöne Vorlage nicht veredeln und setzte den Ball einige Meter neben das Gehäuse. Nach einer guten Stunde wachten die Gäste wieder auf. Nach einem Zuspiel von Michael Weimer auf Emmanuel Okafor zog dieser von der rechten Strafraumseite ab - Quattlender war jedoch rechtzeitig im Eck und lenkte den Ball zur Ecke (59.). Nur drei Minuten später probierte es Nehrens Kevin Frank, sein Schuss war aber kein Problem für Quattlender. Auch der Versuch von Alexander Adis war nicht von Erfolg gekrönt (62.).
Dann kam sie, die 66. Minute, in der Münchingen die größte Chance des gesamten Spiels liegen ließ. SV-Akteur Dennis Baumann hatte Sascha Häcker im Strafraum zu Fall gebracht. Beim fälligen Strafstoß scheiterte der eingewechselte Marc Pendl mit seiner ersten Ballberührung an Sergej Konradi. Doch der TSV ließ sich keineswegs hängen, nur zwei Minuten später ließ Sascha Häcker zwei Nehrener aussteigen, sein Abschluss war allerdings zu schwach. Kurz darauf konnte auf der anderen Seite Michael Quattlender einen strammen Schuss von Pedro Keppler gerade so parieren (69.). Der SV Nehren blieb in letzter Konsequenz in der Folge allerdings zu harmlos. Vielmehr waren es die Münchinger, die nun zu Gelegenheiten kamen. Sascha Häcker schoss den Ball aus dem Getümmel fünf Meter vor dem Tor zwei Meter vorbei (81.). Auch sechs Minuten später wurden seine Bemühungen nicht belohnt - erneut zielte er nicht genau genug. Die letzte Gelegenheit zum Sieg vergab in letzter Minute der eingewechselte Florian Frenkel. Als Nehrens letzter Mann Dennis Baumann am Ball vorbei schlug, tauchte er vollkommen allein vor Konradi auf - und scheiterte am Schlussmann. "Drei Punkte wären heute drin gewesen", merkte Trainer Munz an. Man habe zwar nichts gewonnen, aber auch nichts verloren.
Korusics Verletzung ist der Wendepunkt
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 29.08.2011 Von Marius Venturini
Der TSV Münchingen verliert in der Verbandsliga mit 1:4 (1:2) bei der Reserve des VfR Aalen.
Die Worte "hätte, wäre, wenn" sind nicht die Sache von TSV-Trainer Oliver Munz. "Man könnte jetzt sagen, dass, wenn wir länger in Führung gelegen hätten, das Spiel anders ausgegangen wäre", so der Coach des Münchinger Verbandsligisten nach der 1:4 (1:2)-Niederlage beim VfR Aalen II, "Fakt ist aber, dass es ein verdienter Aalener Sieg war, der vielleicht etwas zu hoch ausgefallen ist." Mit einem Weitschuss brachte Marc Pendl den TSV mit 1:0 in Führung (21.). Doch dann verletzte sich Münchingens Benjamin Korusic ohne gegnerische Einwirkung am Knie - und während das Munz-Team mit zehn Mann auf dem Feld stand, schlug der VfR Aalen durch Stanislaus Bergheim zurück (26.). "Das lag nicht daran, dass wir in Unterzahl waren, sondern eher daran, dass es bei Benjamin nicht gut aussah und meine Spieler noch geschockt waren", so Munz, der darauf hofft, dass sich die Verletzung in den kommenden Tagen als weniger schwerwiegend herausstellt - eine Diagnose steht trotz Krankenhausaufenthalt noch aus. In der 35. Minute vergab der eingewechselte Sascha Häcker dann die Gelegenheit zum 2:1 für den TSV. Kurz darauf besorgte erneut Bergheim die Gastgeberführung (40.).
Nach dem Seitenwechsel hatte Münchingen erneut gute Möglichkeiten. Doch weder Denis Marcelles mit einem Schuss noch Christian Buck per Kopf brachten den Ball im Aalener Gehäuse unter. Auf der anderen Seite hätte Benjamin Schiele für das 3:1 sorgen können, doch TSV-Schlussmann Michael Quattlender blieb Sieger. Dann bauten die Hausherren, die über das gesamte Spiel das Tempo enorm hoch hielten, in der 70. Minute durch Dominik Mader die Führung doch noch aus. Zehn Minuten später erzielte der eingewechselte Severin Abt das 4:1 aus Sicht der Gastgeber. "Aalen war der erwartet starke Gegner", resümierte Oliver Munz nach der Partie, "wir hatten nicht die Gelegenheiten, so geordnet gegen den Ball zu arbeiten, wie wir es uns eigentlich vorgenommen hatten."
Pendl sichert in letzter Sekunde einen Punkt
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 22.08.2011 Von Marius Venturini
In einer spannenden Partie trennen sich der TSV Münchingen und der 1. Göppinger SV mit 1:1 (0:1).
Manchmal gehört im Fußball eben auch ein Quäntchen Glück dazu. Nachdem der TSV Münchingen beim 1:1 (0:1) gegen den 1. Göppinger SV zumindest in der ersten Hälfte nicht viel zu bestellen hatte, kämpfte sich das Team von Oliver Munz im zweiten Durchgang in die Partie zurück - und wurde in der 92. Minute belohnt. Kapitän Marc Pendl sorgte mit einem fulminanten Schuss aus knapp 25 Metern für den letztendlich doch etwas glücklichen Endstand.
In den ersten 30 Minuten rollte Angriff um Angriff auf das Tor von TSV-Schlussmanns Michael Quattlender zu. Und hätte Göppingen seine Offensivaktionen öfter konsequent zu Ende gespielt, hätte es ein düsterer Tag für den TSV Münchingen werden können. So blieb das Tor zum 0:1 durch Domenic Brück schließlich der einzige Gästetreffer. Ein Schuss von Volkan Aslan blieb in der TSV-Abwehr hängen und kullerte durch zum Göppinger Stürmer, der aus fünf Metern eiskalt blieb (12.). Nur drei Minuten später vereitelte der gut aufgelegte Quattlender mit einer sehenswerten Doppelparade die Versuche von Thiago Bonifacio und Tilman Siebert. Auch in der 18. Minute blieb der Münchinger Keeper Sieger. Diesmal tauchte er bei einem Schuss von Domenic Brück blitzschnell ins Eck. Die erste Chance für die Gastgeber hatte Marc Pendl, dessen Schuss aber weit am Göppinger Gehäuse vorbeiging (29.).
Zu diesem Zeitpunkt war der meist so besonnene Trainer Oliver Munz in seiner Coaching-Zone bereits zum ersten Mal richtig laut geworden. "Ich wusste schon nach der ersten Viertelstunde, was ich der Mannschaft in der Halbzeit sagen werde", so Munz nach der Partie. Und nach der zweiten Münchinger Gelegenheit, einem parierten Schuss von Sebastian Kniller (43.), bat Schiedsrichter Felix Spazierer schließlich zum Pausentee.
Münchingen kam etwas aggressiver aus der Kabine und hatte auch die erste Möglichkeit. Denis Marcelles war aber zu überrascht, dass die Hereingabe von Christian Buck doch noch bis zu ihm gelangte (48.). In der 54. Minute probierte es Alexander Wetsch mit einem strammen Schuss, den Gästetorwart Manuel Doll jedoch problemlos parierte. Danach verflachte die Partie zusehends - ein Kopfball von TSV-Stürmer Christian Buck (70.) blieb lange Zeit das einzig Sehenswerte.
Gegen Ende der Begegnung machte Münchingen hinten auf, die Göppinger blieben aber weiterhin zu inkonsequent. Mehr als ein Schuss von SV-Stürmer Philipp Schuler, der knapp am Tor vorbeistrich, sprang nicht heraus (87.). Vorher versuchte Pendl, Göppingens Torwart Doll mit einem 50-Meter-Freistoß zu überlisten - was jedoch ebenfalls knapp scheiterte (82.). Und als kaum einer der knapp 250 Zuschauer mehr mit einem Tor gerechnet hatte, packte Münchingens Nummer 8 den Hammer aus. "Der Punkt tut gut, obwohl wir spielerisch noch lange nicht da sind, wo wir hinkönnen", zeigte sich Coach Munz nicht gänzlich unzufrieden.
Hauptsache drei Punkte
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 08.08.2011 Von Nathalie Mainka
Verbandsligist Münchingen überzeugt in Schwäbisch Hall nicht.
Am Ende zählen allein die drei Punkte. "In zwei Wochen fragt niemand mehr danach, wie wir diese gewonnen haben", sagte Münchingens Verbandsliga-Trainer Oliver Munz nach dem 1:0-Auswärtssieg bei den Sportfreunden Schwäbisch Hall. Dieses Spiel zum Auftakt der Verbandsliga-Saison möchte Munz so schnell wie möglich vergessen. "Wir hatten unheimlich viel Glück und einen guten Torhüter." Michael Quattlender kam gleich in der allerersten Spielminuten zum Einsatz, als Schiedsrichter Maurice Kern auf den Elfmeterpunkt zeigte. Beim ersten Vorstoß in den Münchinger Torraum - die Munz-Elf vertändelte leichtsinnig den Ball - wurde ein Schwäbisch Haller Gegenspieler zu hart ausgebremst. Den fälligen Strafstoß konnte Stefan Beez nicht verwandeln - er scheiterte an Quattlender, dessen Leistung noch mehrere Male geprüft werden sollte.
Während der TSV Münchingen nicht den Mut hatte, das Spiel zu machen und nach vorne zu gehen, nahm Gastgeber Schwäbisch Hall schnell das Heft in die Hand. Die Mannschaft um Kapitän Patrick Beck hatte eindeutig mehr Ballbesitz, traf allerdings bei zahlreichen Chancen das Tor nicht. "Das war teilweise eigenes Unvermögen, teilweise hatten sie auch viel Pech", sagte Münchingens Trainer Oliver Munz.
Seine Mannschaft hatte im gesamten Spiel hingegen nur zwei eindeutige Torchancen. Die erste Möglichkeit in der 22. Minute hatte sogleich die 1:0-Führung zur Folge. Münchingen kam mit hohem Tempo und guten Kombinationen von der Mittellinie über die linke Seite vor das Schwäbisch Haller Tor, als Neuzugang Sascha Häcker beherzt abzog. Sein Versuch prallte zunächst gegen die Haller Abwehr. Im Nachschuss erzielte Moritz Wemmer dann den Führungstreffer.
Die zweite Möglichkeit vergab Münchingen in der zweiten Halbzeit. Sebastian Kniller, der den Sprung aus der eigenen A-Jugend in den Verbandsliga-Kader schaffte, köpfte nach einer schönen Flanke den Ball nur knapp am Pfosten vorbei. TSV-Coach Munz war froh, als endlich der Schlusspfiff ertönte. "Ich sehe das Spiel mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Gut ist, dass wir gewonnen haben. Doch gibt es noch viel für uns zu tun", sagte er. Seine Mannschaft habe es versäumt, das Spiel des Gegners frühzeitig zu stören. "Wir müssen bestimmte Abläufe so trainieren, dass sie auch unter Druck funktionieren."
Runderneuert in die zweite Saison
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 05.08.2011
Acht Abgängen stehen neun Neuzugänge gegenüber. Wie in der Vorsaison will der Club im württembergischen Oberhaus nichts anderes als den Klassenerhalt - wenn es geht, etwas früher als zuletzt.
Von Andreas Klingbeil
Es hätte eine rundum gelungene Saison werden können - wenn da nicht dieses vermaledeite Ende gewesen wäre. In seiner ersten Verbandsligarunde war der TSV Münchingen zwischenzeitlich bis auf den sechsten Platz geklettert. Stolze 30 Punkte standen nach 19 Spielen zu Buche. Und dann wäre es doch noch beinahe schief gegangen. Mit nur noch zwei Zählern Vorsprung auf den Relegationsrang - insgesamt waren es 35 - kam das Team von Trainer Oliver Munz ins Ziel. Aus den letzten sechs Partien holte die Mannschaft lediglich einen Punkt bei einem Torverhältnis von 1:14. Für Abteilungsleiter Hans Peter Kurz war der Fall klar: "Man hat gesehen, dass wir am Ende konditionell abgebaut haben."
Musste der Aufsteiger dafür büßen, dass er auf Grund der zusätzlichen Aufstiegsspiele in der Vorsaison keine ausreichend lange Pause hatte? Der Trainer jedenfalls war froh darum, dass man einer erneuten Saisonverlängerung gerade noch so entgangen ist. Die Analyse seines Abteilungsleiters nimmt Munz als Spielball auf. "Die Pause war wichtig für uns, denn wir müssen hart arbeiten und die Grundlagen für eine anstrengende Saison legen."
Eine Saison, die er sich vom Personal her gesehen eigentlich anders vorgestellt hatte. Denn unversehens steht Oliver Munz ("Ich hätte es gerne anders gewollt") vor der Aufgabe, ein runderneuertes Team zu formen. Neun neue Spieler sind zu integrieren, auf der Seite der Abgänge stehen acht Namen. Und das sind nicht irgendwelche x-beliebigen: Mit Routinier Andreas Kuch und Gabriel Fota fehlen zwei Säulen der Hintermannschaft. Kürsat Göktas, Harun Sever und Domenico Russo zählten zu den Stammkräften des Teams.
Der Aderlass eröffnet Chancen. Krankte das Münchinger Spiel zuletzt daran, dass Kuch und Fota das Spiel von hinten heraus zu oft mit langen Bällen eröffneten, soll nun Marc Pendl dafür sorgen, dass der Aufbau variabler eingeleitet wird. Sein Trainer beorderte den ehemaligen Stürmer nach hinten auf die zentrale Position in der Viererkette. Als Alternativen neben ihm stehen Neuzugang Aleksandar Veljanoski (SV Fellbach), Michael Sparka und Tobias Eisele parat. Vorne, da sind sich Abteilungsleiter Kurz und sein sportlicher Leiter einig, hat sich der TSV Münchingen qualitativ verbessert. Zwar wurde es nichts mit einem Wechsel von Daniele Longo (Göppinger SV). Mit Sascha Häcker (SKV Rutesheim) und Guiseppe Greco (Munz: "Er ist auch ein sehr guter Vorbereiter") vom Oberligisten Normannia Gmünd glauben die Verantwortlichen jedoch, einen guten Griff getan zu haben. Zudem erhoffen sie sich auch von Christian Buck noch einmal eine Leistungssteigerung. Youngster Marco Knittel aus der eigenen Jugend muss erst noch zeigen, ob er in der Verbandsliga Fuß fassen kann.
Über diesen Punkt ist nach einer Saison im württembergischen Oberhaus auch der gesamte Club noch nicht hinaus. Aus diesem Grund hat sich an der Zielsetzung im Vergleich zur Vorsaison auch nichts geändert. Klassenerhalt steht auf der Münchinger Tagesordnung ganz oben an. Wenn der dann auch noch etwas früher als zuletzt feststehen würde, hätten sowohl der Abteilungsleiter als auch sein Trainer sicher nichts dagegen.