
TSV Münchingen I Saison 2008/2009
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Hintere Reihe v.l.: Tim Schweizer, Marc Pendl, Michael Zorko, Michael Sparka, Timo Neuwirth, Alexander Fingerle, Marcel Weber
Mittlere Reihe v.l.: Abteilungsleiter Hans-Peter Kurz, Kevin Reinhardt, Michele Ancona, Michael Koch, Harun Sever, Benjamin Koch, Timo Espenschied, Trainer Dietmar Seethaler, Stv. Abteilungsleiter Walter Koch
Vordere Reihe v.l.: Betreuer Aniello Scannapieco, Eduard Reinhardt, Raffaele Cervone, Roberto Ancona, Sven Pendl, Luigi Ancona, Gabriel Fota, Jens Kasper.
Es fehlen: August Bohn, Murat Solmaz, Anastasios Damianidis (Tor), Physiotherapeutin Hellen Essig.
TSV spielt munter mit
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 22.06.2009
Im Testspiel unterliegt Landesligist Münchingen dem VfB Stuttgart II mit 1:3
Marcel Schmid hat einen ruhigen Nachmittag verlebt. Der Malmsheimer im Tor des Fußball-Drittligisten VfB Stuttgart II war beim Testspiel gegen den Landesligisten TSV Münchingen nahezu unbeschäftigt. Nur einmal wurde es richtig brenzlig für Schmid. Da brachte ihn aber sein eigener Mitspieler in Bedrängnis, als Michele Ancona einen Rückpass erlief und unter Schmid hindurch zum zwischenzeitlichen 1:2 (75. Minute) einschob. Der Landesligist versteck-te sich gegen den vier Klassen höher spielenden Gegner nicht, sondern spielte munter mit. Doch meistens wurden die Angriffe am VfB-Strafraum abgeblockt. Auf der Gegenseite boten sich für die Stuttgarter auch nur wenige Chancen. Diese nutzten aber Daniel Didavi (33.), Andreas Hindelang (61.) und Marco Pischorn (85./Foulelfmeter) zum 3:1-Sieg der Roten.
Für Münchingens Trainer Dietmar Seethaler brachte die Partie schon einige Erkenntnisse für die neue Saison: "Mit Sicherheit müssen wir uns mit dem Kader in der Landesliga nicht verstecken." Als Zugänge stoßen Domenico Russo (07 Ludwigsburg) und Benjamin Korusic (SV Böblingen) zum Team. Darüber hinaus will Seethaler noch Nico Klenk (FC Heilbronn) holen.nac
Link zur Seite des VfB II
TSV Münchingen in letzter Minute gerettet
Fußball-Landesliga: Aufsteiger sichert sich den Klassenverbeib mit einem 1:0-Zittersieg gegen Löchgau
Korntal-Münchingen. Der TSV Münchingen liegt im Freudentaumel: In letzter Minute hat die Elf von Trainer Dietmar Seethaler den Klassenverbleib in einem nervenaufreibenden Fernduell mit dem SV Fellbach geschafft. Harun Sever traf gegen spielstarke Löchgauer zum 1:0-Sieg.
Von Daniel Renkonen
Es war ein Wechselbad der Gefühle, das Trainer Dietmar Seethaler und seine Spieler durchleben mussten. Bis zum Ende zitterte sich der Aufsteiger förmlich ans rettende Ufer. In der 85. Minute machte dann die Hiobsbotschaft aus Fellbach die Runde. Während die Münchinger mit 1:0 führten, lag auch Fellbach kurz vor Schluss gegen Untermünkheim in Front. "Damit wären wir in der Relegation", schwante Seethaler nichts Gutes. Kurz darauf brach Jubel auf der Münchinger Bank aus. Untermünkheim hatte zwei Minuten vor dem Ende ausgeglichen, damit wäre Fellbach in der Relegation.
Doch in Münchingen wurde noch gespielt. Zum Entsetzen der Fans verpasste Marc Pendl jeweils nach schönen Zuspielen zwei hundertprozentige Chancen zum 2:0. Das hätte sich in der allerletzten Minute beinahe bitterböse gerächt, als Löchgaus Tom Irrgang das Leder frei stehend von der Strafraumgrenze mit vollem Risiko über die Latte jagte. Dann war in Münchingen Schluss, und für Spieler und Trainer gab es kein Halten mehr. Jubelnd lagen sie sich in den Armen, weil es in Fellbach beim 2:2 geblieben ist. "Die Mannschaft hat Großes geleistet", freute sich der Trainer.
Besonders nach dem Wechsel löste sich die große Anspannung im Team. Die Fans mussten bis zur 55. Minute warten, ehe Harun Sever nach einem Kopfball von Michael Koch zum 1:0 abstaubte. Danach konnten sich die Münchinger bei Luigi Ancona bedanken, der mit einer artistischen Abwehreinlage den sicher geglaubten Ausgleich verhinderte (80.). Mit dem linken Fuß hatte er einen Schuss von Peter Wiens von der Linie gekratzt. Die Münchinger hatten ihrerseits weitere Torchancen, um alles klarzumachen. Hierzu war eine Energieleistung nach dem Wechsel nötig. Am Ende stürmte die Münchinger Bank das Spielfeld. Mit einer La-Ola-Welle verabschiedete sich die Mannschaft von ihren Fans. Anschließend wurde die ganze Nacht durchgefeiert.
TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Kuch, M. Koch, Sparka (90. Weber), Sever (87. Kasper), Göktas, M. Pendl, Deutsch, M. Ancona, L. Ancona
Münchinger 2:2 in Neckarrems
Korntal-Münchingen (dar). Der TSV Münchingen darf weiter auf den Klassenverbleib hoffen. In einem rasanten Spiel ergatterte sich die Seethaler-Elf bei Tabellenführer VfB Neckarrems noch ein 2:2 Unentschieden. Die Gäste hatten die Partie binnen einer Minute gedreht.
Die Begegnung stand bis zuletzt auf des Messers Schneide. "Das war ein Riesenspiel mit einem sehr hohen Tempo", befand Münchingens Trainer Dietmar Seethaler. 400 Fans sahen einen offenen Schlagabtausch mit Chancen in Hülle und Fülle. Zum Glück für die Münchinger vergaben die Gastgeber in der Nachspielzeit noch eine hundertprozentige Chance zum Sieg. Die Gäste hatten ihrerseits nach einem Pfostenschuss durch Andreas Kuch den Siegtreffer auf dem Fuß.
Neckarrems legte in den ersten zehn Minuten los wie die Feuerwehr. "Da sind wir überhaupt nicht ins Spiel gekommen", sagte Seethaler. Erst ab der 17. Minute konnte sich der TSV befreien, traf aber zweimal in Folge lediglich das Aluminium des VfB-Tores. Zunächst zimmerte Michele Ancona den Ball an den Innenpfosten. Den Abpraller hämmerte der aufgerückte Gabriel Fota an die Unterkante der Latte. Das wurde bitter bestraft. Romano Scigliano besorgte in der 34. Minute die 1:0 Führung, "nachdem wir zu weit aufgerückt waren" (Seethaler). Kurz nach dem Wechsel schien die Sache gelaufen, als Torjäger Haris Krak per Strafstoß auf 2:0 erhöhte (54.).
Münchingen spielte weiter munter mit. Harun Sever eroberte sich den Ball und knallte das Leder an den Pfosten, den Abpraller drückte Kuch zum Anschlusstor ins Netz (60.). Direkt nach Wiederanstoß folgte der nächste Münchinger Streich. Nach der Balleroberung startete Marc Pendl einen Sololauf und jagte den Ball aus 22 Metern unhaltbar zum Ausgleich in die Maschen. Die Partie war gekippt. Der TSV Münchingen benötigt im letzten Heimspiel jetzt dringend einen Heimsieg gegen Löchgau, um der Abstiegsrelegation möglicherweise noch zu entgehen.
TSV Münchingen: S. Pendl, L. Ancona, Kuch, Deutsch, Fota, Sparka, M. Koch, Göktas, M. Ancona, M. Pendl, Sever (85. Kasper).
Fünf Münchinger Tore gegen den Abstieg
Fußball-Landesliga: Nach dem 5:0 (2:0)-Kantersieg gegen harmlose Heilbronner hat die Seethaler-Elf zumindest den Relegationsplatz sicher
Korntal-Münchingen. Der TSV Münchingen ist wieder der alte. Die Elf von Trainer Dietmar Seethaler präsentierte sich beim 5:0 (2:0) gegen den FC Heilbronn wie verwandelt. "Jetzt haben wir zumindest schon den Relegationsplatz sicher", sagte der Trainer erleichtert.
Von Daniel Renkonen
Der Strohgäuexpress rollt wieder. Trotz drückender Hitze waren die Münchinger gegen Heilbronn einfach nicht zu bremsen. Besonders Michele Ancona präsentierte sich in bestechender Form. Er glänzte sowohl als Vorbereiter als auch als Vollstrecker. Die lustlos wirkenden Gäste wurden phasenweise zu einem Spielball degradiert.
Für den ersten Paukenschlag sorgte Marc Pendl bereits nach acht Minuten. Eine mustergültige Hereingabe von Ancona verwertete er eiskalt zur Führung. Nur acht Minuten später klingelte es erneut im FC-Kasten. Diesmal wurde Harun Sever im Strafraum schön freigespielte und zimmerte das Leder aus acht Metern halbhoch ins Netz - 2:0. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war der Widerstand der favorisierten Heilbronner erloschen, für die es in der Partie auch um nichts mehr ging.
TSV-Torspieler Sven Pendl musste nur zweimal in höchster Not retten. Ansonsten spielten nur die Hausherren. Mit schnellen, öffnenden Kombinationen fanden sie zu alter Stärke zurück. "Das war heute der alte TSV Münchingen", freute sich Seethaler. Der machte in der 59. Minute durch Marc Pendl alles klar. Nach einem Doppelpass von Ancona schoss er das Leder unhaltbar in die Maschen. Heilbronns Keeper Andreas Fernandez konnte einem leidtun, denn fünf Minuten später musste er wieder hinter sich greifen. Diesmal tankte sich Michele Ancona nach einem Ballverlust der Gäste über links durch. Seinen Flachpass drückte der mitgelaufene Sever über die Linie. Seethaler hatte den gelernten Angreifer in den Sturm beordert und Michael Deutsch dafür in die Abwehrkette zurückgeholt. Die Umstellungen machten sich vollauf bezahlt.
In der Folgezeit hätte Marc Pendl weitere Treffer machen müssen, aber er scheiterte zweimal freistehend. Als die Spieler schon das Ende des schwülheißen Nachmittags herbeisehnten, setzte Michael Sparka noch einen obendrauf. Praktisch mit dem Schlusspfiff köpfte er eine Ecke unhaltbar zum 5:0-Endstand ins Eck. Gästekeeper Fernandez war bedient und schimpfte mit seinen Vorderleuten, die den Gastgebern einfach zu viel Raum für ihr Kombinationsspiel ließen. Jetzt bahnt sich in der Fußball-Landesliga ein Zweikampf zwischen den Münchingern und dem TSV Künzelsau um den Relegationsplatz an. Künzelsau legte gestern mit einem 6:0 Kantersieg bei Schlusslicht Friedrichshaller SV nach.
Trotzdem hofft Coach Dietmar Seethaler, dass sich die "Kopfblockade" bei seinen jungen Spielern legen wird. "Wir können ganz locker nach Neckarrems fahren, um dort was zu holen, weil wir nicht mehr direkt absteigen können", sinnierte Seethaler. Spitzenreiter Neckarrems kämpft allerdings selbst noch um den direkten Aufstieg in die Fußball-Verbandsliga. Da werden sich die Münchinger auf einen ganz heißen Auswärtstanz einstellen müssen.
TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Kuch, Weber (67. L. Ancona), Sparka, Sever (80. Kasper), Göktas, M. Pendl, M. Koch (76. Neuwirth), M. Ancona, M. Pendl.
Auf den Relegationsplatz abgerutscht
FV Künzelsau - TSV Münchingen 3:0 (2:0)
Vor der Partie hatte TSV-Trainer Dietmar Seethaler noch ein gutes Gefühl: "Die Stimmung war gut, die Jungs haben sich gegenseitig heiß gemacht." Nur auf dem Platz ging dann nichts mehr. "Wie weggeblasen" sei die Anfangseuphorie gewesen. Zum Glück für die Münchinger kamen auch die Gastgeber in den ersten 20 Minuten überhaupt nicht ins Spiel. Die Zuschauer sahen ein Fehlpassfestival auf beiden Seiten. Jens Kasper hatte zwar die Münchinger Führung auf dem Fuß, aber Künzelsau machte die Tore. Nach einem Freistoß aus 35 Metern kam der Ball irgendwie zu Ejmad Demaku, der das Leder unhaltbar zur Führung unter die Latte hämmerte. Danach spielte nur noch Künzelsau - bis auf eine Ausnahme. Michael Koch hätte in der 44. Minute nach einer feinen Einzelleistung den Ausgleich machen müssen. Doch er scheiterte am starken Keeper Axel Müller. Mit dem Pausenpfiff gelang Fabian Kalis das 2:0. Der Widerstand der total verunsicherten Münchinger war gebrochen. Alexander Ertle machte mit dem 3:0 in der 56. Minute alles klar, nachdem zuvor Michele Ancona aus fünf Metern den Ball nicht im Tor unter gebracht hatte. "Wir hätten noch fünf Stunden spielen können und kein Tor gemacht", nörgelte Seethaler an der Leistung seiner Mannschaft herum. Für den TSV Münchingen geht der Abstiegskampf weiter. "Wir haben in der kommenden Woche viel zu besprechen", kündigte Münchingens Trainer an.
TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Sever (46. Schweizer), Kuch, M. Ancona, M. Koch, Sparka (65. Solmaz), L. Ancona, M. Pendl, Göktas, Kasper (46. Weber).
KSG setzt im Derby die Nadelstiche zum richtigen Moment
Fußball-Landesliga: Mit einer taktischen Meisterleistung machen die Gerlinger beim Lokalrivalen Münchingen mit dem 2:0 den Klassenerhalt perfekt
Münchingen. La Ola bei der KSG: mit ei- nem 2:0 (0:0)-Erfolg haben die Gerlinger gestern den Klassenerhalt beim TSV Münchingen fast perfekt gemacht. Ein Doppelschlag von Tobias Schmidt und Emanuele di Natale versetzte den enttäuschenden Gastgebern den K.o-Schlag.
Von Daniel Renkonen
Kurz nach der Pause brach das Unheil über den TSV Münchingen zusammen. Ein heftiger Gewitterguss entlud sich fast die gesamte zweite Hälfte über dem Netzbrunnenstadion. Passend zum Wetter schwammen den Gastgebern schließlich die Felle davon. Nach einer Vielzahl glasklarer Torchancen (dreimal retten die Gerlinger auf der Linie) schlug die KSG eiskalt zu. Nach einer weiten Linksflanke von Andreas Schröder stand Stürmer Tobias Schmidt goldrichtig: Schulmäßig drückte er das Leder per Kopf gegen die Laufrichtung von Münchingens Keeper Sven Pendl ins kurze Eck (64.).
Als sich längst alle der etwa 200 Zuschauern vor dem wolkenbruchartigen Platzregen in Sicherheit gebracht hatten, folgte der Aufttritt des Emanuele di Natale. Nach einer feinen Einzelleistung hämmerte er das Leder von der Strafraumkante mit links unhaltbar in den Torwinkel - 2:0 (69.). Die konsternierten Gastgeber waren nun endgültig geschlagen. Und Gerlingens Trainer Michael Mieck konstatierte, "dass wir die Nadelstiche zum richtigen Moment gesetzt haben." Sein Kollege Dietmar Seethaler konnte es dagegen nicht fassen: "Wir haben heute einen Matchball zum Klassenerhalt vergeben." Seine glücklosen Offensivkünstler wurden von den taktisch starken Gerlingern förmlich an die Kette gelegt. Allen voran Benjamin Bürk lieferte in der Abwehr eine überragende Leistung ab (er gewann fast jeden Zweikampf). "Ein bisschen Glück haben wir natürlich auch gehabt", räumte Mieck hinterher ein.
Besonders zwischen der 40. und 60. Minute brannte es im KSG-Strafraum phasenweise lichterloh. Das 1:0 schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Doch Michael Sparka und zweimal Michele Ancona (40./43.) scheiterten mit ihren Schüssen jeweils auf der Torlinie. "Da hätten wir das Ding reinmachen müssen", trauerte Seethaler den vergebenen Chancen einmal mehr hinterher.
Nach der Pause wurden die Nerven des Münchinger Trainers weiter strapaziert. Zunächst strich ein Flachschuss von Andreas Kuch nur haarscharf am langen Eck vorbei (51.). Zwölf Minuten später schaltete Michele Ancona nach einem Freistoß am schnellsten. Mustergültig bediente er den freistehenden Harun Sever, aber dessen Flachschuss konnte der starke KSG-Torspieler Sascha Becker mit einer Glanzparade abwehren.
Zwischendurch hätte Alexander Brändle seinerseits das Führungstor machen müssen. Doch er zögerte vor dem Tor einen Tick zu lange (51.). Dass die Gerlinger letztlich die Ernte eingefahren haben, verdanken sie ihrer taktischen Disziplin. Zudem gehörten die ersten 35 Minuten vor der Pause eindeutig der KSG. " Uns fehlt rein theoretisch noch ein Punkt", rechnete Michael Mieck vor.
TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Kuch, Weber (72. Kasper), Sparka (80. Solmaz), Sever, Göktas, M. Pendl, M. Koch, M. Ancona, L. Ancona
Arbeitssieg bei Türkspor Neckarsulm
Türkspor Neckarsulm : TSV Münchingen 0:3 (0:1)
Auf dem kleinen Kunstrasenplatz war kein schönes Spiel möglich, letztendlich zählt das Ergebnis gegen die harmlosen Gastgeber. Das 3:0 bringt uns dem Klassenerhalt einen Schritt näher.
Es war eine einseitige Partie in Neckarsulm. Die Hausherren hatten in den gesamten 90 Minuten nur zwei Torchancen. Ganz anders die Münchinger. Sie erspielten sich reihenweise Möglichkeiten. Allerdings machten sie es unnötig lange spannend. Alleine Michele Ancona scheiterte in der ersten Halbzeit zweimal am Pfosten (5. und 25. Minute). Luigi Ancona schoss frei den Neckarsulmer Torwart an (10.). Und Marc Pendl schob den Ball aus wenigen Metern knapp am Tor vorbei (25.). Michael Sparka erlöste in der 37. Minute endlich die Münchinger. Einen Freistoß von Kürsat Göktas versenkte er im gegnerischen Gehäuse.
Nach dem Seitenwechsel haben die Münchinger jedoch aufgehört Fußball zu spielen. Neckarsulm zog sich weit zurück und überließ den Gästen komplett das Mittelfeld. Münchingens Trainer Dietmar Seethaler: "Wir haben nur noch lange Bälle geschlagen. Das ist nicht unser Ding." Erst ab der 65. Minute wurde das wieder besser. Doch erst in den letzten zehn Minuten machten die Münchinger den Sack zu. Michele Ancona mit einer schönen Einzelleistung sorgte für die 2:0-Führung (82.). Gabriel Fota nickte eine Flanke von Murat Solmaz zum 3:0-Endstand ein (87.).
TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Sever, Kuch, Weber, Sparka, Koch, Göktas (85. Neuwirth), L. Ancona (70. Solmaz), M. Ancona, M. Pendl (80. Kasper)
Münchingen verpasst Überraschung gegen Hall
Fußball-Landesliga: Beim 0:0 liefert sich der Aufsteiger mit dem Titelaspiranten einen offenen Schlagabtausch
Korntal-Münchingen. Am Ende waren alle zufrieden. Die Münchinger über einen "gefühlten Sieg" und Titelaspirant Schwäbisch Hall über einen glücklichen Punkt. Torwart Thomas Hebel rettete den Gästen das 0:0.
Von Daniel Renkonen
Um ein Haar wäre die dramatische Partie in der Schlussminute noch entschieden worden. Doch Münchingens Stürmer Michele Ancona versagten nach einem Sololauf durch die gesamte Haller Abwehr die Nerven. Beim überragenden Keeper Hebel war einmal mehr Endstation. Mit einem Reflex konnte er Anconas Flachschuss parieren. Es sollte einfach nicht sein. Dabei mussten die Gastgeber nach einer umstrittenen Gelb-Roten Karte für Harun Sever über 70 Minuten in Unterzahl spielen.
Die Sportfreunde Schwäbisch Hall hatten alle Trümpfe in der Hand, aber die junge Mannschaft wurde mit dem Druck des Gewinnenmüssens einfach nicht fertig. "Wir haben in Überzahl nicht gut gespielt", haderte Gästetrainer Peter Kurz. Ihn hielt es während der 90 spannenden Minuten kaum auf der Bank. Zu offen war die schnelle Partie, die spielerisch höchstes Landesliga-Niveau zu bieten hatte. Dazu gab"s viel Hektik und ein wahres Kartenfestival. Der Vorjahres-Vizemeister erwischte klar den besseren Start, nur mit dem Abschluss haperte es. Besonders der wieselflinke Redouane Bouidia brachte das Leder selbst aus bester Position nicht im Münchinger Tor unter. Zunächst boxte Sven Pendl seinen knallharten Schuss von der Strafraumgrenze aus dem Torwinkel (10.). Nur sechs Minuten war Bouidia der TSV-Abwehr wieder enteilt. Seinen Linksschuss aus spitzem Winkel konnte erneut Pendl mit einer Fußabwehr reaktionsschnell abwehren. "In dieser Phase hätten wir in Führung gehen müssen", analysierte Kurz die Partie. Doch je länger die Partie dauerte, desto hektischer agierte seine Mannschaft. Auch die Ampelkarte gegen Sever brachte keine Ruhe ins Spiel, weil der Aufsteiger in Unterzahl immer stärker geworden war.
"Die Jungs haben wieder alles richtig gemacht, aber der Haller Keeper war einfach hervorragend", klagte Seethaler sein allwöchentliches Leid. Zwischen der 50. und 56. Minute hätten mindestens zwei Tore fallen müssen. Zunächst scheiterte Marc Pendl mit einem Knaller von der Strafraumgrenze an Torspieler Hebel. Noch in derselben Minute köpfte der aufgerückte Andreas Kuch nach einer Ecke frei drüber. Kurz darauf hatten die TSV-Fans schon den Torschrei auf den Lippen, aber ein Flachschuss von Murat Solmaz rauschte um Zentimeter am langen Eck vorbei. Auf der Gegenseite rettete Sven Pendl mit einer Faustabwehr gegen den freistehenden Manuel Hofmann das Remis.
TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Kuch, M. Koch, Weber, Sever, Göktas, M. Pendl (85. Kasper), L. Ancona, M. Ancona, Solmaz (73. Schweizer).
Münchingen dominiert Spiel, verliert aber 1:2
Bretzfelds Keeper zu gut
Bretzfeld. Die Siegesserie des TSV Münchingen ist gerissen. Trotz Einbahnstraßenfußball mussten die Seethaler-Schützlinge am Samstag eine unglückliche 1:2-Niederlage bei der TSG Bretzfeld hinnehmen. Zum Held des Spiels wurde Keeper Antonio Romero-Rincon.
Von Daniel Renkonen
Dietmar Seethaler konnte es nicht fassen. "Es ist unglaublich, was der Kerl heute gehalten hat", zog Münchingens Trainer den Hut vor Bretzfelds Schlussmann. Der ehemalige Heilbronner Torwart Antonio Romero-Rincon brachte die Münchinger mit seinen Glanzparaden zur Verzweiflung. Nur einmal wurde er von Michele Ancona bezwungen. Münchingens Stürmer hatte nach einer Kombination in der 47. Minute den 0:1-Rückstand ausgeglichen. Die Führung für Bretzfeld hatte Sebastian Trefz in der 42. Minute besorgt, als ein Fallrückzieher von seinem Kopf ins Tor prallte. "Schon vor der Pause hätten wir in Führung gehen müssen", haderte Seethaler mit der Chancenverwertung. Spielerisch könne er seinen Jungs keine Vorwürfe machen, "weil sie eigentlich alles richtig gemacht haben."
Michele Ancona, Jens Kasper und Marc Pendl scheiterten mehrfach aus kurzer Distanz an Bretzfelds Keeper. Und wie es in solchen Spielen meistens kommt, liefen die Münchinger in der 55. Minute in einen lehrbuchartigen Konter hinein. Marin Kartela vollendete zum 2:1 und stellte somit die Partie auf den Kopf. Der Münchinger Coach setzte danach noch einmal alles auf eine Karte. Drei Stürmer sollten zumindest den Ausgleich bringen, aber die entkräfteten Gastgeber schaukelten den Vorsprung in der Schlussphase mit viel Glück und Geschick über die Zeit. Für Seethaler bleibt die Vorfreude auf das Heimspiel gegen Schwäbisch Hall: "Das wird bestimmt ein gutes Spiel."
TSV Münchingen: S. Pendl, Sever (60. Solmaz), Fota, Kuch, L. Ancona, Neuwirth (46. Weber), M. Koch, Göktas, M. Pendl, M. Ancona, Kasper.
Hauptsache gewonnen !
TSV Münchingen - SG Sonnenhof-Großaspach II 1:0 (1:0)
Der TSV Münchingen hat die Gäste in der ersten Halbzeit förmlich an die Wand gespielt. Marc Pendl und Michele Ancona hatten Riesenchancen. Michael Koch scheiterte mit einem Distanzschuss an Großaspachs Torwart. Nur Andreas Kuch traf ins Netz. In der 20. Minute köpfte er eine Ecke in die Maschen. Kurz nach dem Wechsel hätte Kuch den TSV sogar noch weiter in Front bringen können. Doch sein Kopfball wurde von der Linie geschlagen (48.). Danach hat Großaspach angefangen, Fußball zu spielen. "Durch die Umstellung von einer Vierer- auf eine Dreierkette hatten sie einen Mann mehr im Mittelfeld. Und es sind gute Techniker", erklärte TSV-Trainer Dietmar Seethaler. Bis auf zwei Chancen (70. und 88.), die Sven Pendl im Münchinger Tor entschärfte, hatten die Aspacher aber keine weiteren Chancen. Seethaler: "Nachdem wir in der ersten Halbzeit schon drei oder vier Tore hätten machen müssen, hat Sven den Sieg festgehalten."
TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Kuch, Sever, L. Ancona, Sparka, M. Koch, Göktas (78. Solmaz), M. Ancona, Neuwirth (70. Weber), M. Pendl (75. Kasper)
Galavorstellung in Friedrichshall
FSV Friedrichshaller SV - Münchingen 2:9 (1:4)
Nein, das ist kein Druckfehler. Der TSV Münchingen hat gestern nach einer fulminanten Leistung mit 9:2 bei Schlusslicht Friedrichshaller SV gewonnen. Die Seethaler-Elf spielte sich von der ersten Minute an regelrecht in einen Rausch und degradierte die hilflosen Gastgeber zum Spielball. Ein Abpraller von Michael Koch eröffnete den Torreigen in der 8. Minute. Nur vier Minuten später erhöhte Michele Ancona nach einer Traum-Kombination auf 2:0. Das schönste Tor schoss Marc Pendl nach einem Eckball mit einem Volleykracher aus 22 Metern zum 3:0, ehe erneut Michele Ancona das 4:0 markierte. Kurz vor der Pause gelang Friedrichshall per Freistoß der Ehrentreffer. Nach dem Wechsel ging die Münchinger Fußball-Gala weiter. Luigi Ancona (55.), zweimal Marc Pendl (60./65.) erhöhten auf 7:1. Ein Freistoß von Rudolf Wall brachte die konsternierten Unterländer auf 2:7 heran. Doch Jens Kasper nach Doppelpass und Luigi Ancona (85.) stellten den Endstand her. "Meine Mannschaft hat vor allem in den ersten 25 Minuten überragend gespielt. Man darf die Höhe des Sieges aber nicht überbewerten, weil Friedrichshall einfach zu schwach gewesen ist", sagte TSV-Trainer Dietmar Seethaler.
TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Kuch, Sever, L. Ancona, Sparka (70. Kasper), M. Koch, Göktas, M. Ancona, Solmaz (46. Weber), M. Pendl
Michele Ancona holt die Kohlen aus dem Feuer
Fußball-Landesliga: Münchingens Stürmer verhilft seinem Team zu einem glanzlosen 3:1-Heimsieg gegen Satteldorf - Platzverweis für Andreas Kuch
Die Stürmer des TSV Münchingen präsentieren sich weiter in Torlaune. Nach dem Dreierpack von Marc Pendl vergangenes Wochenende reichte diesmal ein Doppelpack von Michele Ancona zum 3:1(2:1)-Sieg gegen Satteldorf.
Von Daniel Renkonen
Die Münchinger liegen nach dem zweiten Heimsieg in Folge im Soll. "Das war ein Sieg für das Selbstvertrauen", sagte Trainer Dietmar Seethaler. Mit etwas Pech hätte der Dreier auf Kunstrasen allerdings ins Auge gehen können. Denn nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich hatte Satteldorfs kolumbianischer Hoffnungsträger Yeraldis Caceres Gomes die Riesenchance zum 2:1 auf dem Fuß, aber er brachte das Kunststück fertig, den Ball mit links um Meter am leeren Tor vorbeizulöffeln.
Michele Ancona machte es kurz vor der Pause besser. Sein abgefälschter Linksschuss senkte sich zum Entsetzen der mitgereisten Gästefans zur 2:1-Führung in die Maschen. Bereits in der 24. Minute war Ancona zur Stelle gewesen, als er eine herrliche Rechtsflanke von Kürsat Göktas nur noch über die Linie zu drücken brauchte. Nach einem angeblichen Handspiel von Andreas Kuch hatte Caceres Gomes den fälligen Strafstoß sicher zum zwischenzeitlichen 1:1 (33.) verwandelt. Sein Trainer hat die Szene, die zum Elfmeter führte, allerdings etwas anders gesehen: "Das war nie im Leben ein Handspiel. Der bekommt den Ball doch an die Brust."
Nach dem Wechsel machten die Gastgeber die Schotten dicht und verlagerten sich ganz auf das Kontern. Bis zur 64. Minute plätscherte die Partie vor sich hin, ehe Andreas Kuch wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vorzeitig das Spielfeld verlassen musste. Die Partie drohte zu kippen, aber zu harmlos und umständlich agierten die Gäste. "Ich denke, dass unser Sieg heute in Ordnung geht, weil wir einfach mehr vom Spiel hatten", bilanzierte Seethaler, dem nach dem Abpfiff ein Stein vom Herzen fiel.
Ausgerechnet Oldie Jens Kasper sorgte mit einem kuriosen Tor in der 78, Minute für die endgültige Entscheidung. Nach einer unnötigen Tändelei des Gäste-Schlussmanns Peter Hartbrich luchste Kasper dem Keeper den Ball ab und hob das Leder unter dem hämischen Jubel der Münchinger Fans ins verwaiste Tor. Kasper hatte damit einmal mehr seinen Torriecher bewiesen und die Münchinger möglicherweise vor einem Punktverlust bewahrt.
Für Dietmar Seethaler zählte nach dem Spiel nur der Sieg. "Wir wussten, dass die Satteldorfer ein sehr unangenehmer Gegner sind, weil sie in der Abwehr gut organisiert sind." Insofern sei der Heimsieg für seine junge Mannschaft umso wichtiger gewesen. Seethaler wollte aber keinen Spieler herausheben. Nur so viel: "Unsere Neuzugänge haben bislang voll eingeschlagen." Pech allerdings für Andreas Kuch. Er lieferte erneut ein souveränes Spiel ab, ließ sich aber zu einem unnötigen Foul hinreißen.
Wie dem auch sei: mit einem Auswärtssieg beim Schlusslicht Friedrichshaller SV können sich die Münchinger weiter Luft im Abstiegskampf verschaffen. Trainer Seethaler hat als Ziel nach der Winterpause jedenfalls zehn Punkte aus den ersten fünf Spielen ausgegeben. Sechs Zähler haben die Münchinger nun schon.
TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Kuch, M. Koch, Sparka, Sever, Göktas, M. Pendl (88. M. Weber), M. Ancona, M. Solmaz (71. Kasper), L. Ancona
Marc Pendl reißt die Mannschaft mit
Fußball-Landesliga: Beim 5:3 gegen Verbandsliga-Absteiger Fellbach macht Münchingen 0:2-Rückstand wett
Erst zu Tode betrübt, dann himmelhochjauchzend: so kann man die Seelenlage des TSV Münchingen nach der gestrigen 5:3 (2:2)-Gala gegen Fellbach beschreiben. Dank eines überragenden Marc Pendl machten die Gastgeber aus einem 0:2-Rückstand ein Fußballfest.
Von Daniel Renkonen
Nach fünf Minuten wäre Münchingens Trainer Dietmar Seethaler am "liebsten schon nach Hause" gegangen, wie er nach der Partie bekannte. Da stand es schon 2:0 für Fellbach, und kaum einer der 150 Zuschauer dürfte einen Pfifferling auf die indisponierten Gastgeber gesetzt haben. Fellbach lochte nach Belieben ein. Zuerst spitzelte Erdal Koyuncu das Leder aus zwei Metern in die Maschen. Und nur drei Minuten später herrschte erneut Land unter im Münchinger Strafraum: Diesmal brauchte Kim Wolf nach einem Abpraller nur den Fuß hinhalten.
Während sich auf den Rängen langsam Fassungslosigkeit breitmachte, fasste sich Stürmer Marc Pendl aus rund 22 Metern ein Herz und jagte das Leder mit Schmackes unter die Latte (9.). Es war der Hallo-Wach-Ruf für die Münchinger und der Auftakt für ein begeisterndes Fußballspiel, bei dem die konterstarken Gäste die Ordnung verloren.
Zum tragischen Held wurde ihr Abwehrspieler Bartosz Stawski, der zwei Foulelfmeter verschuldete und dann wegen einer Notbremse auch noch vom Platz gestellt wurde. Zuerst zupfte der Abwehrrecke den heranrauschenden Andreas Kuch (mit einer ganz starken Partie) am Trikot. Den fälligen Strafstoß netzte Marc Pendl eiskalt zum 2:2 Pausenstand ein. Mit etwas Glück wäre sogar noch mehr drin gewesen, aber nach einem Freistoß segelte fast die halbe Münchinger Mannschaft am Führungstreffer vorbei.
Das Fußballfest mit Marc Pendl als Hauptdarsteller nahm nach dem Wechsel erst richtig seinen Lauf. Nach Stawskis Notbremse gegen den enteilten Michele Ancona durfte Pendl erneut vom Elfmeterpunkt ran. Und wieder zielt er flach ins selbe Eck - 3:2 (67.). Dazu musste Stawski nach Rot mit hängendem Kopf das Kunstrasenfeld verlassen. Die Partie war gekippt, aber die aufopferungsvoll kämpfenden Fellbacher noch nicht geschlagen. Nach einem Flankenschlag stieg Tobias Fichter am höchsten. Seine Kopfball-Bogenlampe senkte sich wie aus dem Lehrbuch zum 3:3 (72.) ins Tor.
Doch der Fußballkrimi war erst auf der Zielgeraden, weil Marc Pendl sein Herz erneut in die Hand genommen hatte. Diesmal startete er ein furioses Solo auf der Außenbahn. Seine Maßflanke verwertete Michele Ancona im Nachschuss zum vielumjubelten 4:3 (78.). Und als Fellbach mit Mann und Maus nach vorne stürmte, setzte der eingewechselte Jens Kasper nach einem Konter noch einen obendrauf (91.). Es war das Sahnehäubchen eines begeisternden Fußballnachmittags.
TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Kuch, M. Koch, Sparka, Sever, Göktas, M. Pendl (88. Espenschied), Solmaz (79. Kasper), M. Ancona, L. Ancona
Münchinger Aussetzer
2:3 Niederlage in Brackenheim
Brackenheim (dar). Der Aufwärtstrend beim TSV Münchingen ist wieder dahin. Der Landesliga-Aufsteiger verabschiedete sich mit einer 2:3 (0:3)-Niederlage in Brackenheim in die Winterpause. "Ich bin froh, dass jetzt erst einmal Schluss ist", sagte Trainer Dietmar Seethaler.
Das junge Münchinger Team gibt seinem Trainer immer mehr Rätsel auf. Denn die Partie beim Tabellenvorletzten Brackenheim wurde zu einem Spiegelbild der 3:5-Niederlage in Untermünkheim. Wieder hatten die Münchinger den Start "total verschlafen" (Seethaler) und lagen nach nur 25 Minuten fast schon hoffnungslos mit 0:3 zurück. Zu allem Überfluss verletzten sich Michael Zorko und Tim Schweizer bereits in den ersten Spielminuten. "Das Spiel ist total dumm gelaufen", ärgerte sich Seethaler.
Dem Coach ist es langsam "unerklärlich", warum seine Spieler sich immer in der Anfangsphase den Schneid abkaufen lassen. Selbst ein Sturmlauf nach dem Wechsel konnte das Blatt nicht mehr wenden. Die Gastgeber wurden phasenweise minutenlang in ihrer eigenen Hälfte eingeschnürt. Es reichte aber nur noch zu den Ehrentreffern von Murat Solmaz zum 1:3 (51.) sowie zu einem Abstaubertor von Jens Kasper in der 72. Minute.
Danach hatten die Gäste aus dem Strohgäu noch zwei Riesenchancen zum 3:3-Ausgleich. Doch weder Michael Koch noch der eingewechselte Tim Espenschied (in der Nachspielzeit) brachten das Leder im Gehäuse unter.
Seethaler haderte derweil über die Unerfahrenheit seiner Mannschaft. "Langsam sollte jeder begreifen, dass man nicht immer einen 0:3-Rückstand aufholen kann. Das geht in der Landesliga nicht." Durch die Niederlage befindet sich der Aufsteiger weiter in Abstiegsgefahr. Der Verein wird daher reagieren. Zwei neue Spieler sollen noch in der Winterpause verpflichtet werden. Die Verträge seien praktisch unterschriftsreif", bestätigte Seethaler. Offenbar soll es sich bei den Neuzugängen um erfahrene Akteure handeln, die in höheren Klassen tätig sind. "Sie sind im besten Fußballalter", kündigte der Trainer verheißungsvoll an.
TSV Münchingen: S. Pendl, Deutsch, Fota, Sparka, Schweizer (10. Solmaz), Zorko (3. L. Ancona), M. Koch, Sever (70. Espenschied), M. Ancona, M. Pendl, Kasper.
Kämpferische Münchinger verlassen die Abstiegszone
Fußball-Landesliga: TSV gewinnt 3:1 gegen TSG Backnang - Marc Pendl sorgt für Wirbel im wiedererstarkten Angriff des Aufsteigers
Münchingen. Endlich ein Dreier. Nach zuletzt acht sieglosen Spielen nacheinander gewinnt der TSV Münchingen mit 3:1 gegen die TSG Backnang. Das Team von Trainer Dietmar Seethaler verschafft sich damit ein wenig Luft im Abstiegskampf.
Von Thomas Thieme
"Dann eben mit Gewalt", scheint sich Marc Pendl im Augenblick der Wahrheit gedacht zu haben. Nach sechzig eher faden Minuten schnappte sich der aus der Abwehrkette ins offensive Mittelfeld beorderte Münchinger das Leder. Sein Mannschaftskollege Jens Kasper war kurz zuvor im Strafraum rüde von den Beinen geholt worden. Pendl übernahm die Verantwortung und drosch den fälligen Strafstoß zwar platziert links oben, aber in erster Linie mit ordentlich Schmackes zum 1:0 in die Maschen. Zentnerschwere Felsbrocken mögen seinem Trainer in diesem Moment vom Herzen gefallen sein. Seit Wochen versuchte dieser erfolglos, auf verbalem Weg das Selbstvertrauen seiner im vergangenen Jahr noch so unbekümmert aufspielenden Mannschaft zu stärken. Ein Tor bewirkt eben doch meistens mehr als Tausend Worte.
Waren die Münchinger Gelegenheiten im ersten Spielabschnitt noch allzu zaghaft - lediglich zwei Schüsschen von Michele Ancona und Marc Pendl aus der 30. Minute standen auf Seiten der Gastgeber zu Buche - so verlieh dieser verwandelte Strafstoß dem jungen und hungrigen Team wieder echten Biss. Nur zehn Minuten nach dem Führungstreffer packte Pendl erneut den Hammer aus. Michele Ancona war zunächst allein auf den gegnerischen Keeper zugelaufen, schien den Ball allerdings schon vertendelt zu haben, als Jens Kasper nachsetzte. Er legte für Marc Pendl auf, der aus halbrechter Position mit einem fulminanten Schuss das 2:0 markierte.
Die Backnanger Bank haderte in diesen Minuten gleich mehrfach mit den Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns. Zunächst hatte ein TSG-Verteidiger wegen Meckerns seine zweite Gelbe Karte gesehen (69.) - eine harte aber durchaus vertretbare Entscheidung -, dann war dem zweiten Münchinger Treffer eine mögliche Abseitsstellung von Michele Ancona vorausgegangen. Ancona selbst schien zunächst überrascht zu sein, dass die Fahne des Assistenten untengeblieben war. Der Rest ist bekannt.
Mit ihrer einzigen nennenswerten Gelegenheit im Spiel kamen die Gäste drei Minuten vor Schluss zum 1:2. Ancona und Harun Sever hatten zuvor hochkarätige Möglichkeiten zum möglichen 3:0 ausgelassen. Die Schrecksekunde nach dem Anschlusstreffer, der "aus dem Nichts kam" (Seethaler), dauerte jedoch nur eine Minute. Dann nämlich platzte auch bei Michele Ancona endlich der Knoten. Nach glänzender Vorarbeit von Murat Solmaz vollendete er in der 89. Spielminute einen Konter zum 3:1-Endstand.
Durch den Sieg verbessert sich Münchingen auf den zwölften Platz. Die Seethaler-Elf verlässt erstmals seit dem zehnten Spieltag die Abstiegszone, wo der Trainer nach einem weiteren Dreier am nächsten Samstag in Brackenheim auch überwintern will.
TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Deutsch, M. Koch, Sparka, Zorko (88. R. Ancona), Schweizer (70. L. Ancona), M. Pendl, Kasper (80. Solmaz), M. Ancona, Sever.
Seethaler droht mit Rücktritt
Münchinger 3:5 in Untermünkheim
Korntal-Münchingen (dar). Fußball verrückt beim Landesliga-Spiel in Untermünkheim: Da hat der Tabellenzweite Tura mit 4:0 gegen indiskutable Münchinger geführt, ehe diese eine furiose Aufholjagd zum 3:4 hinlegten. Die Entscheidung zum 5:3 fiel erst in der 94. Minute.
Von Daniel Renkonen
Es gibt Fußballspiele, da kann ein Trainer nicht mehr hinschauen. So muss es Münchingens Coach Dietmar Seethaler zur Pause in Untermünkheim gegangen sein. Nach 30 Minuten führten die Gastgeber fast uneinholbar mit 3:0, "weil sich bei uns keiner an das gehalten hat, was wir vorher besprochen haben" (Seethaler). Der Coach war nach eigenen Angaben so enttäuscht von seinen Spielern, dass er seinen Job zur Verfügung stellen wollte: "Ich habe ihnen zur Halbzeit nur gesagt, wenn ihr so weiter spielt, dann bin ich am Montag nicht mehr Euer Trainer."
Den harschen Worten folgten drei Auswechselungen, zudem wurde Mittelfeldmotor Marc Pendl in den Angriff beordert. Die Spieler seien in der Kabine zunächst sprachlos gewesen, berichtet der Trainer. Danach folgte die wohl stärkste zweite Hälfte, die der TSV Münchingen in dieser Saison bislang geboten hat. Marc Pendls feine Einzelleistung in der 55. Minute war das Signal zur Aufholjagd. Ein Doppelschlag von Michael Koch in der 64. und 71. Minute sorgte sogar für den 3:4-Anschlusstreffer. Die Untermünkheimer Fans trauten ihren Augen nicht, als ihr eigenes Team plötzlich immer konfuser agierte. Doch Murat Solmaz konnte zwei dicke Chancen nicht zum Ausgleich nutzen. Dafür liefen die Münchinger praktisch mit dem Schlusspfiff in der Nachspielzeit noch in einen Konter hinein. Das Fazit des Trainers lautete ganz simpel: "Offenbar wollen meine Spieler, dass ich weiterhin ihr Trainer bleibe."
TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Deutsch, M. Pendl, M. Koch, Sparka, L. Ancona (46. Schweizer), Sever (46. Zorko), M. Ancona, Cervone (46. Solmaz), Kasper.
Münchingen erkämpft sich Unentschieden
Münchingen. Ein an Torraumszenen armes Spiel haben die Zuschauer in Löchgau gesehen. Dennoch ist Münchingens Trainer Dietmar Seethaler mit der Punkteteilung nicht unzufrieden.
Von Michael Nachreiner
Die Vorgabe war klar: Der TSV Münchingen wollte in Löchgau zu null spielen, um mindestens einen Punkt mitzunehmen. Dementsprechend stellte Seethaler auch nur eine Spitze auf. Und die Rechnung ging auf. "Wir haben alles richtig gemacht", analysierte der Trainer. Der TSV erkämpfte sich ein 0:0-Unentschieden.
Über 90 Minuten gab es kaum Torraumszenen. Beide Teams neutralisierten sich weitgehend. Raffaele Cervone scheiterte zweimal knapp. Zunächst strich sein Kopfball über das Tor. Dann ging auch sein Schuss aus kurzer Distanz vom kurzen Pfosten über die Querlatte. Und auch Luigi Ancona kam nach einem Freistoß einen Tick zu spät, so dass er den Ball verpasste. Seethaler: "Hundertprozentige waren nicht dabei." Auf der anderen Seite hatte Löchgau auch nur zwei nennenswerte Chancen. Diese hatten es aber weitaus mehr in sich. Doch Sven Pendl im Münchinger Kasten parierte zweimal glänzend im Eins-gegen-eins gegen die Löchgauer.
"Die Disziplin, die Laufbereitschaft und der Kampf haben gestimmt. Auf diesem Punkt können wir bis zur Winterpause aufbauen", resümierte Seethaler.
TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Deutsch, M. Pendl, M. Koch, Sparka, B. Koch (70. Schweizer), L. Ancona, Sever, M. Ancona, Cervone
Münchingen gestaltet Partie gegen Spitzenreiter lange offen
Fußball-Landesliga: Seethaler-Elf unterliegt 1:3 gegen VfB Neckarrems
Münchingen. Knapp eine Stunde lang hat der TSV Münchingen an einer Überraschung gegen den VfB Neckarrems gekratzt. Die individuelle Klasse der Gäste, insbesondere die des dreifachen Torschützen Haris Krak, gaben jedoch den Ausschlag zum Sieg des Tabellenführers.
Von Thomas Thieme
In den letzten fünf Minuten drehten die Münchinger noch einmal richtig auf. Auslöser war der Treffer von Timo Espenschied, der einen vom Innenpfosten zurückspringenden Ball zum 1:3 über die Linie drückte. Das Tor schien den Gastgebern Flügel zu verleihen. Sie setzten aggressiv nach, machten Druck auf die Hintermannschaft der Gäste und stemmten sich gegen die drohende Niederlage, die nach dem dritten Kopfballtreffer von Haris Krak (78.) längst besiegelt zu sein schien. Doch die Münchinger gaben sich nicht auf und legten genau die Risikobereitschaft an den Tag, die sich Trainer Dietmar Seethaler schon in den 85 Spielminuten zuvor von seinen Spielern gewünscht hatte. Doch sowohl Michael Koch als auch Michele Ancona scheiterten mit ihren Versuchen, den TSV noch einmal auf Tuchfühlung heranzubringen.
Der Tabellenführer, der als klarer Favorit nach Münchingen gereist war, setzte sich nicht zuletzt aufgrund der individuellen Klasse einiger Spieler verdient durch: Haris Krak, der Kapitän der Gäste, hatte Sven Pendl im Münchinger Tor schon in der 15. und in der 57. Spielminute keine Chance gelassen. Auch der wendige Meiron Thsey, der mit seinen Freistößen immer wieder für Gefahr sorgte, oder der ballsichere Angreifer Romano Scigliano, machten an diesem Nachmittag den Unterschied aus. Beim Gastgeber konnte sich kein Akteur in ähnlicher Weise in Szene setzen. Um den Gegner ernsthaft unter Druck setzen zu können, hätten Raffaele Cervone (25., 53.) oder der eingewechselte Jens Kasper (72.) die wenigen Münchinger Gelegenheiten besser nutzen müssen.
Münchingen unterliegt in Heilbronn
FC Heilbronn : TSV Münchingen 3:0 (1:0)
Münchingen. Niedergeschlagen und den Tränen nahe haben sich einige Münchinger Spieler nach der Niederlage beim FC Heilbronn über den Rasen gewälzt. Sie waren die bessere Mannschaft, sie hatten die klareren Chancen - doch sie nutzten keine davon und unterlagen 0:3.
Von Thomas Thieme
Deutliche Worte fand Dietmar Seethaler nach dem 0:3 in Heilbronn. Doch der TSV-Coach kritisierte nicht etwa die Spieler, die seine Vorgabe ("Leidenschaft und Feuer") praktisch 1:1 umgesetzt hatten, sondern diejenigen im Umfeld des Aufsteigers, die nach einigen erfolglosen Auftritten bereits erste Zweifel an der Qualität dieses Teams hegen. Das Ergebnis, so Seethaler, spiegele in keinster Weise die Leistung wider: "Das glaubt uns niemand, der es nicht mit eigenen Augen gesehen hat", sagte der Trainer und sprach von einer der besten Saisonleistungen seiner Elf: "Sie hat die Partie über die gesamten 90 Minuten hinweg klar bestimmt." Lediglich die erneut mangelhafte Chancenverwertung trieb den Trainer und seine Spieler schier zur Verzweiflung. Der FC Heilbronn nutzte seine einzigen drei Möglichkeiten (2., 75., 88.) eiskalt aus, während Münchingen ein halbes Dutzend hochkarätiger Chancen ausließ: "Wir treffen das leere Tor nicht und köpfen aus zwei Metern gegen die Latte", so der fassungslose Trainer, der die Hoffnung nicht aufgibt: "Wenn die Jungs weiter so kämpfen, stellt sich der Erfolg irgendwann ein."
Ein wichtiger Punkt für das Selbstvertrauen
Fußball-Landesliga: TSV Münchingen trennt sich 1:1 von FV Künzelsau - 30 Minuten verschlafen
Korntal-Münchingen. Die schwarze Serie ist zunächst einmal gestoppt. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge erkämpft sich der Aufsteiger aus Münchingen einen Punkt gegen Künzelsau. Die - gerade in der ersten Hälfte - sehenswerte Partie hatte keinen Sieger verdient.
Von Thomas Thieme
Am Schluss war es ein typisches Unentschieden. Ein 1:1, mit dem beide Mannschaften zufrieden sein müssen, weil es ihnen in der zweiten Hälfte einfach nicht gelingen wollte, den Gegner zwingend unter Druck zu setzen. Dabei hatten beide Mannschaften im schwungvollen ersten Durchgang schon am Rande einer Niederlage gestanden. Die nervös und behäbig gestarteten Münchinger hätten sich nicht beschweren brauchen, wären sie nach 25 Minuten bereits mit 0:4 im Rückstand gelegen. Doch sowohl Alexander Ertle (23., 25.) als auch Falk Jahn (9.) vergaben beste Gelegenheiten für die Gäste. Stattdessen stand es nach dem Treffer des Künzelsauer Angreifers Ejmad Demaku aus der 12. Minute lediglich 0:1 aus Münchinger Sicht.
Das Ergebnis schmeichelte den Hausherren zu diesem Zeitpunkt ebenso, wie der 1:1-Pausenstand den Gästen. Denn in der Schlussviertelstunde der ersten Hälfte drehte das Team von Trainer Dietmar Seethaler richtig auf. Den Beobachtern am Spielfeldrand kam es vor, als sei mit der vergebenen Großchance von Marcel Weber nach einer halben Stunde ein Ruck durch alle Münchinger Mannschaftsteile gegangen. Weber hatte eine präzise Flanke von Michael Koch frei stehend über das Tor geköpft. In den folgenden Minuten hätte Michele Ancona zum Matchwinner avancieren können, wie er es in der Aufstiegssaison so häufig getan hat. Doch dem Spielmacher versagten die Nerven. Zunächst wurde er sehenswert von Harun Sever in Szene gesetzt, schob den Ball allerdings einen halben Meter am Tor vorbei (38.) Nur wenige Augenblicke später vertendelte er das Leder in aussichtsreicher Position.
Für den längst überfälligen Ausgleich sorgte schließlich sein Mannschaftskollege Michael Koch, der ein mustergültiges Anspiel von Michael Sparka zum 1:1 verwertete (42.). Nach dem Seitenwechsel gelang es dann weder den Gästen, noch den erstarkten Hausherren, einen spielentscheidenden Akzent zu setzen. Stattdessen blieb es bis zum Schluss bei der gerechten Punkteteilung.
TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Deutsch, M. Koch, Sparka, Kasper (76. Cervone), Sever (66. Bohn), M. Pendl, L. Ancona, M. Ancona, Weber.
Gerlingen klettert auf den fünften Platz
Fußball-Landesliga: KSG schlägt TSV Münchingen im Derby 2:0 (2:0) - Fabian Ruf erzielt beide Tore im Stile eines Gerd Müller
Gerlingen. Die KSG Gerlingen eilt von Sieg zu Sieg. Auch der TSV Münchingen ist im Derby mit 0:2 (0:2) unterlegen. Durch den dritten Sieg in Folge schieben sich die Gerlinger bis auf Platz fünf.
Von Michael Nachreiner
Im Stile eines Gerd Müller erzielt Fabian Ruf beide Tore zum Gerlinger Sieg. In der 12. Minute kommt der Stürmer gerade noch mit der Fußspitze am kurzen Pfosten an den Ball, nachdem Emanuele Di Natale den Ball von rechts hereingeflankt hat. Der Ball bekommt den entscheidenden Drall und kullert am machtlosen Sven Pendl im Münchinger Kasten ins lange Eck - 1:0. Rund 20 Minuten später trifft Ruf den Ball im gegnerischen 16-Meter-Raum im Fallen. Der Ball bekommt wieder den entscheidenden Drall und landet wieder im Tor (35.). Dennoch ist Gerlingens Trainer Michael Mieck nicht 100-prozentig zufrieden mit seinem Spieler: "Fabian Ruf hat zu defensiv gespielt. Er muss in der zweiten Halbzeit unbedingt das dritte Tor erzielen."
Auch mit der ersten Halbzeit kann Mieck nicht zufrieden sein. Die Münchinger beginnen furios, schnüren die Hausherren nahezu in der eigenen Hälfte ein. Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis der erste Treffer für den TSV fällt. Doch mit dem zweiten Entlastungsangriff ist der Ball plötzlich im Münchinger Kasten. "Wir lagen zur Halbzeit mit zwei Toren unverdient zurück. Die Treffer sind aus dem Nichts gefallen", hadert Münchingens Trainer Dietmar Seethaler. Und auch Mieck zollt dem Gegner Respekt: "In der ersten Halbzeit hat Münchingen gut kombiniert und war die bessere Mannschaft."
Dagegen geht nach Wiederanpfiff relativ wenig bei Münchingen. Bis zum gegnerischen Strafraum spielen die Blauen zwar ansehnlichen Fußball. Doch finden sie gestern Vormittag in den Gerlinger Abwehrspielern immer einen Meister. Die beste Chance hat der eingewechselte Marc Pendl, der den Ball aber aus rund 20 Metern weit über das Tor drischt (81.). Seethaler: "Nach vorne fehlt uns einfach die Durchschlagskraft. Wir sind zu verspielt. Und wo es wehtut, gehen wir gar nicht erst hin."
Je mehr Münchingen mit verstreichender Spielzeit hinten aufmacht, desto mehr Konterchancen ergeben sich für Gerlingen. Zunächst verlängert ein TSV-Abwehrspieler unfreiwillig einen aus der Gerlinger Abwehr herausgeschlagenen Ball. Torwart Pendl muss außerhalb des Strafraums Kopf und Kragen vor dem heranstürmenden Ruf riskieren (59.). In der 70. und 74. erobert Alexander Brändle in der Münchinger Hälfte den Ball. Beim ersten Mal tanzt Tobias Schmidt einen Münchinger aus und verzieht den Schuss leicht. Beim zweiten Mal scheitert zunächst Schmidt an Keeper Pendl, Rufs Nachschuss klärt Michael Deutsch kurz vor der Linie. Und in der 75. Minute schießt Di Natale nach einem schönen Doppelpass mit Brändle dem TSV-Torwart direkt in die Arme.
Während Gerlingen auf Platz fünf voll im Soll liegt (Mieck: "Wir haben 18 von 41 Punkten gegen den Abstieg nach rund einem Drittel der Saison"), ist Münchingen endgültig im Abstiegskampf angekommen. Der TSV war durch die anderen Ergebnisse schon vor dem Spiel auf den 13. Platz abgerutscht. Seethaler: Jetzt beginnen frostige Zeiten - nicht nur wegen der Jahreszeit."
TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Deutsch, Weber (46. K. Reinhardt), Sparka, Kasper, Schweizer (68. Solmaz), Zorko (46. M. Pendl), L. Ancona, M. Ancona, Bohn
1:3 - Türkspor Neckarsulm bestraft Münchinger Naivität
Fußball-Landesliga: Aufsteiger lässt sich auf eigenem Platz klassisch auskontern - Michele Ancona trifft zum zwischenzeitlichen 1:0
Korntal-Münchingen (kli). Auf eigenem Platz hat sich der TSV Münchingen erst einlullen und dann klassisch auskontern lassen. Türkspor Neckarsulm entführte nach 0:1-Rückstand mit einem 3:1-Sieg die drei Punkte.
Fußball zum Abgewöhnen boten beide Mannschaften im ersten Durchgang. Münchingens Trainer Dietmar Seethaler ließ kein gutes Haar an seiner Elf. "Da haben wir so viele Fehlpässe gespielt, die hätten für fünf Partien gereicht." Die Gäste, die sich vor einer Woche überraschend mit 2:1 gegen den Verbandsligaabsteiger SV Fellbach durchgesetzt hatten, suchten ihr Heil in der Defensive und machten so gut wie keine Anstalten, sich in Richtung Münchinger Tor zu bewegen. So kam zumindest der TSV zu zwei guten Möglichkeiten. Zuerst zielte jedoch Marc Pendl knapp daneben, dann strich ein Kopfball von Michele Ancona ebenfalls nur um Zentimeter am Torpfosten vorbei.
Kurz nach dem Wechsel machte es der Münchinger Torschütze vom Dienst dann besser. Mit einem 25-Meter-Schuss sorgte er für die Führung. Seethaler: "Da war Türkspor eigentlich tot. Dann haben wir aber innerhalb von zehn Minuten drei klassische Konter gefangen, bei denen wir uns angestellt haben wie in der F-Jugend." Und weil in der zweiten Hälfte schon alles schieflief, unterlief Schlussmann bei einem der Treffer auch noch ein folgenschwerer Patzer. Zudem stand zweimal das Aluminium im Weg. Beim Stand von 1:1 scheiterte Luigi Ancona am Pfosten - im Gegenzug fiel das 1:2. Dann stand Michele Ancona die Latte im Weg - Türkspor gelang postwendend das 3:1.
Vor dem Derby gegen die KSG Gerlingen kommt auf die Münchinger Spieler nun eine arbeitsame Woche zu. Seethaler: "Wir waren hinten richtig naiv. Es gibt viel zu tun. Jetzt müssen wir den Hebel wieder umlegen, hart trainieren und die Fehler abstellen."
TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Sparka, Schweizer, Bohn, M. Koch, Zorko, (50. Solmaz), L. Ancona, (70. Cervone), M. Ancona, M. Pendl (K. Reinhardt), Kasper.
Münchingen zu harmlos
Sportfreunde Schwäbisch Hall : TSV Münchingen 2:0
Korntal-Münchingen (nac). In Schwäbisch Hall hat es für Münchingen nichts zu holen gegeben. Der TSV unterlag bei den Sportfreunden mit 0:2 (0:2). Dabei brachten die Münchinger zu keiner Zeit die Haller Außenangreifer in den Griff.
Bereits zur Halbzeitpause war das Spiel entschieden. Zunächst köpfte Patrick Beck nach einer Ecke den Ball ins Tor (18. Minute). Dann hatten sich die Schwäbisch Haller über die rechte Außenbahn durchgesetzt. Die Flanke (37.) erreichte Oliver Köhler im Sturmzentrum, der "einfach einen Schritt schneller war" (TSV-Trainer Dietmar Seethaler).
Allerdings hatten auch die Münchinger durchaus in der ersten Halbzeit ihre Chancen. Beim Stand von 0:1 strich ein Kopfball von Jens Kasper knapp am langen Pfosten vorbei. Und einen Schuss von Marc Pendl ließ der Haller Torwart nach vorne abklatschen. Doch der Nachschuss von Michele Ancona landete nur am Pfosten.
Auch in Hälfte zwei spielte Münchingen mit. "Ich hatte allerdings nicht den Eindruck, dass wir den Ausgleich schaffen könnten", sagte Seethaler. Vielmehr hätten die Haller das dritte Tor machen müssen. Doch sie spielten einige Konter zu schlampig aus.
TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Weber, Koch, Bohn, Sparka, L. Ancona, M. Pendl (61. Cervone), Kasper, M. Ancona, Solmaz (46. Neuwirth)
Michele Ancona lässt es krachen
Fußball-Landesliga: Münchinger 2:0-Arbeitssieg gegen TSG Bretzfeld
Münchingen. Das erste Tor hat er wunderschön vorbereitet, das zweite mit Schmackes unter die Latte gezimmert: Michele Ancona wurde beim gestrigen 2:0-Arbeitssieg gegen Mitaufsteiger TSG Bretzfeld zum Matchwinner.
Von Daniel Renkonen
Am Ende waren die Münchinger nur noch zu neunt. Erst bekam Michael Sparka die Gelb-Rote Karte unter die Nase gehalten, und kurz vor Schluss musste auch Michael Koch wegen wiederholten Foulspiels gehen. Doch der TSV Münchingen raufte sich zusammen. Nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte war der Pflicht-Dreier schließlich unter Dach und Fach. Erleichtert fiel Trainer Dietmar Seethaler seinen müden Helden nach der Partie um den Hals. "Sie haben sich heute selbst aus dem Schlamassel gezogen."
Denn die Gastgeber begannen da, wo sie in Großaspach aufgehört hatten: mit vielen Fehlpässen. Kaum einen brauchbaren Spielzug brachten die Münchinger in Richtung Tor der Unterländer zustande. Und im Mittelfeld kam Neuzugang August "Auge" Bohn nur langsam auf Touren. Fast alle Pässe landeten bei einem Gegenspieler, wenngleich ihn sein Trainer hinterher lobte. "Er hat mindestens vier gefährliche Angriffe unterbunden und sehr engagiert gespielt."
Das Führungstor hätten allerdings die Gäste verdient gehabt. Die größte Möglichkeit versiebte Andre Wiedenmann in der 35. Minute, als er im Strafraum plötzlich frei stand. Seethaler hakte die erste Hälfte in seiner Analyse jedenfalls schnell ab.
Umso furioser der Start in die zweite Hälfte. Der unermüdliche Michele Ancona fasste sich ein Herz und dribbelte sich auf dem Flügel durch. Es folgte ein kurzer Blick in die Mitte sowie eine butterweiche Flanke auf den frei stehenden Jens Kasper. Der diesmal nach vorne beorderte Oldie brauchte den Ball zur Führung nur noch einzunicken - 1:0 (48.). Bretzfeld musste in der Folge aufmachen. Begünstigt durch Sparkas Ampelkarte warfen die Unterländer noch einmal alles nach vorne. Ein Zitterspiel bahnte sich an, ehe erneut der große Auftritt des Michele Ancona folgte.
Nach einem Foulspiel legte er sich den Ball zum Freistoß aus 25 Metern zurecht. Gästekeeper Romero Rincon hatte seine Mauer gerade positioniert, da rauschte das Leder wie an der Schnur gezogen in den linken oberen Torwinkel. Romero Rincon blieb wie versteinert stehen. Ein Tor des Monats am Sonntagnachmittag, zumal die Bretzfelder in der Schlussphase mit ihrem Latein am Ende waren. Die Münchinger haben derweil ihr Soll erreicht. Mit zwölf Punkten liegen sie im oberen Tabellendrittel. Doch in den nächsten Wochen wartet ein "Hammerprogramm" (Seethaler).
TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Weber (45. Deutsch), M. Koch, M. Sparka, Kasper, L. Ancona, M. Pendl (29. Reinhardt), Cervone (72. Neuwirth), M. Ancona, Bohn.
"Morgenstund" schmeckt nicht
Fußball-Landesliga: Münchinger 1:2
Leonberg (kli). War es die ungewöhnliche Anstoßzeit am Sonntagvormittag um 11 Uhr oder hat der TSV Münchingen einfach nur einen schlechten Tag erwischt? Der Aufsteiger fand bei der SG Sonnenhof Großaspach II nie zu seinem Spiel und unterlag mit 1:2 (0:1).
Das Urteil von Münchingens Trainer Dietmar Seethaler fiel vernichtend aus: "So schlecht habe ich meine Mannschaft seit zwei Jahren nicht mehr gesehen." Dabei lag es noch nicht einmal an mangelndem Einsatz. In der Abstimmung passte nichts zusammen, die TSV-Spieler kamen auf dem Kunstrasen nie richtig in die Zweikämpfe und selbst einfachste Pässe wollten nicht gelingen. Nach spätestens drei oder vier Stationen landete der Ball bereits wieder beim Gegner. Ausgenommen Torhüter Sven Pendl sowie Gabriel Fota und Michael Sparka stand sich der Rest der Mannschaft sozusagen selbst im Weg.
Am Ende hatten die Gäste trotz ihres schwachen Auftrittes sogar noch die Gelegenheit, einen dann sicher unverdienten Punkt mitzunehmen. Fotas Kopfball in der 93. Minute parierte jedoch Großaspachs Schlussmann. Kurz zuvor war Michele Ancona der Anschlusstreffer gelungen (90.). Bis auf zwei Schussmöglichkeiten von Marc Pendl hatte Münchingen bis dahin allerdings nichts Konstruktives zustande gebracht.
Die Oberligareserve aus Großaspach war nach einer knappen halben Stunde in Führung gegangen. Raffael Cervone und Timo Neuwirth ließen sich an der Auslinie düpieren, Okan Tüysüz nahm den Rückpass auf und traf ins kurze Eck (26.). Im zweiten Durchgang beorderte Dietmar Seethaler einen fünften Spieler ins Münchinger Mittelfeld, um mehr Druck zu machen und ließ hinten mit einer Dreierkette agieren - die erhoffte Wirkung blieb aus. Dennoch dauerte es bis zur 85. Minute, ehe Großaspachs Bester, Mohamed Abou Shoura, der zweite Treffer gelang. Seethaler: "Abhaken und in dieser Woche hart arbeiten."
TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Kasper, Weber, Neuwirth (46. L. Ancona), M. Koch (70. Solmaz), Sparka, Cervone, M. Ancona, M. Pendl, K. Reinhardt (65. Sever).
Ancona knackt Friedrichshaller Abwehrbollwerk
Aufatmen beim TSV Münchingen nach dem 1:0-Zittersieg gegen den Mitaufsteiger Friedrichshall.
85 Minuten lang mussten
die Münchinger gestern zittern. Dann
erlöste Michele Ancona mit seinem Siegtreffer gegen den Friedrichshaller SV den Aufsteiger. Zuvor hatten die Gastgeber praktisch auf ein Tor gespielt.
Von Daniel Renkonen
Für die Münchinger war es zum Haareraufen. Der Ball wollte lange Zeit einfach nicht ins Tor. Als die Fans schon langsam verzweifelten, klappte es doch noch. Nach einem wilden Herumgestochere im Friedrichshaller Strafraum landete der Ball plötzlich vor den Füßen von Michele Ancona. Der ließ sich nicht zweimal bitten: Zunächst umkurvte er Gästekeeper Markus Junker und schob das Leder ins leere Tor - der Rest war Jubel pur. Die Gäste protestierten lautstark auf Abseits, aber der Treffer zählte.
Der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können. Nach einem Konter agierte Marc Pendl aber zu eigensinnig. Anstatt quer auf den freistehenden Raffaele Cervone zu legen, schoss er den Schlussmann des FSV Friedrichshaller SV an.
TSV-Trainer Dietmar Seethaler stand die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. "Meine Spieler haben alles richtig gemacht, aber das Ding wollte einfach nicht ins Tor." Um ein Haar wäre der Schuss nach einem verunglückten Befreiungsschlag von Torspieler Sven Pendl sogar nach hinten losgegangen. Aber der Friedrichshaller Stürmer Dominik Schühle schaltete nicht schnell genug.
Auf der Gegenseite forderten die Münchinger lautstark Elfmeter, als Kevin Reinhardt im Strafraum zu Boden ging. Doch der Pfiff blieb zum Ärger von Seethaler ("Den muss er geben!") aus. Immer wieder hatten seine Spieler klarste Chancen ausgelassen. Vor dem Wechsel hätten Kevin Reinhardt und Michele Ancona das 1:0 machen müssen. Nach der Pause hatte wieder Reinhardt die Führung auf dem Fuß. Nach einem Sololauf schoss er Keeper Junker an, der zum besten Friedrichshaller avancierte. Der reaktionsschnelle Schlussmann bekam immer irgendwie eine Hand dazwischen.
Und die Gäste? Sie machten die Räume geschickt eng und kamen nur selten mit Kontern gefährlich vor das Tor. Die größte Möglichkeit durch Dominik Schühle entstand eher zufällig, als die Gastgeber in der Nachspielzeit der ersten Hälfte den Ball nicht aus dem Strafraum bekamen. Schühles knallharter Schuss klatschte allerdings von der Lattenunterkante zurück in das Spielfeld. "Ich muss meinen Spielern trotzdem ein Kompliment machen, weil sie ruhig geblieben sind", attestierte Seethaler seinen Schützlingen. Kurz vor dem Abpfiff feierte Constantino Cappella nach seiner Verletzungspause sein Debüt.
TSV Münchingen: Sven Pendl, Fota, Neuwirth, Weber, Michael Koch (89. Cappella), Kasper, Sparka, Marc Pendl, Cervone, M. Ancona, Reinhardt (90. Benjamin Koch)
TSV Münchingen ausgekontert
Busa führt Satteldorf zum 2:1-Sieg
Satteldorf (dar). Balint Busa hat dem TSV Münchingen gestern den K.o. versetzt. Sein Doppelpack sorgte für den 2:1(1:0)Erfolg der SpVgg Satteldorf gegen die Seethaler-Elf, die in der Schlussphase an Torwart Peter Hartbrich verzweifelte.
TSV-Trainer Dietmar Seethaler klang nach der Partie noch reichlich geknickt: "Wir haben uns heute wieder auskontern lassen", resümierte der enttäuschte Coach. Ausgerechnet zum gestrigen Auswärtsspiel hatte der Verein einen Fanbus mit über 30 Anhängern gechartert. Doch die Euphorie wurde jäh gebremst, weil die Münchinger ihre spielerische Überlegenheit in der zweiten Halbzeit nicht ausnutzen konnten. Es reichte nur zum zwischenzeitlichen Ausgleich durch Michael Koch, der mit einem Schuss aus rund zwölf Metern in der 60. Minute traf.
Zum Mann des Tages avancierte Satteldorfs Angreifer Balint Busa. Er besorgte in der 25. Minute nicht nur das Führungstor, sondern markierte mitten in die Münchinger Sturm- und Drangphase den Siegtreffer. Nach einem Konter brauchte er einen Querpass nur noch zum 2:1 ins Tor zu schieben (75.). Danach stürmten die Münchinger mit Mann und Maus, scheiterten aber immer wieder am starken Peter Hartbrich. Der 39-jährige Oldie fischte in der Schlussphase sogar zwei Fallrückzieher von Jens Kasper und Gabriel Fota aus dem Eck. "Ich weiß auch nicht, wie er das gemacht hat", zollte Seethaler dem Keeper großen Respekt. Sein junges Team steckte indes nie auf. "Meine Spieler haben hier voll auf Sieg gespielt", lobte der Coach.
TSV Münchingen: S. Pendl, Kasper, Fingerle, Fota, Weber, M. Koch, Sparka, L. Ancona (55. Cervone), M. Ancona, Neuwirth, M. Pendl (70. B. Koch)
Münchingen scheitert am Aluminium
Fußball-Landesliga: 0:1 in Fellbach
Fellbach (kli/mar). Zweimal Pfosten, einmal Latte - dem TSV Münchingen hat gestern Abend beim SV Fellbach einfach das Quäntchen Glück gefehlt. Die Elf von Trainer Dietmar Seethaler unterlag beim Verbandsliga-Absteiger mit 0:1 (0:0).
Nach solch" einem Spiel hadern viele Trainer mit ihrem Schicksal. Nicht so Dietmar Seethaler. Obwohl seine Mannschaft leer ausging, schien er sogar fast noch zufrieden zu sein. "Die Mannschaft hat wieder unheimlich diszipliniert gespielt und war zweikampfstark. Auch wenn wir hier verloren haben, sind wir in der Liga angekommen."
In Durchgang eins verlegte sich der Aufsteiger auf die Devise, die Gastgeber zunächst kommen zu lassen, um mit Kontern die ersten Nadelstiche zu setzen. Das wäre beinahe auch perfekt aufgegangen. Doch den Versuch von Marc Pendl kratzte Fellbachs Kapitän Nico Hinderer im letzten Moment noch von der Torlinie. Nach 15 Minuten hätte kein Spieler des Gastgebers mehr etwas ausrichten können. Diesmal half beim Schuss von Marcel Weber aus spitzem Winkel der Pfosten. Die beste Fellbacher Gelegenheit vor der Pause vergab Kim Wolf, der mit einem Schuss aus zehn Metern am Münchinger Schlussmann Sven Pendl scheiterte (45.).
Nach dem Seitenwechsel hatte weiterhin Münchingen die besseren Tormöglichkeiten. Einmal blieb SVF-Torwart Isaac Amoh im Duell mit Marc Pendl Sieger (48.), ein anderes Mal fälschten Nico Hinderer und Gökhan Simsek den Ball nach einem Schuss von Michael Sparka noch an den Pfosten ab (65.). Zum dritten Mal landete das Leder am Aluminium, als Amoh einen Kopfball, erneut von Sparka, entschärfte. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Gäste bereits zurück. Ein erfolgreicher Konter hatte für die aus Münchinger Sicht bittere Entscheidung gesorgt. Nikolaos Vassiliou schoss den Ball einfach von der Strafraumgrenze in den Winkel - 1:0 (76.).
TSV Münchingen: S. Pendl, Schweizer (78. Neuwirth), Kasper, Fota (75. Fingerle), Weber, M. Koch, Sparka, L. Ancona, Zorko (46. Cervone), M. Ancona, M. Pendl.
2:0 Heimsieg gegen den VFL Brackenheim
Das Heimspiel gegen Brackenheim fing wie gegen Tura Untermünkheim mit einem Paukenschlag an. Bereits in der 8 min. wurde Harun Sever des Feldes verwiesen. Der Schiedrichter ahndete ein Foulspiel von Harun, das aus einem Laufduell mit seinem Gegenspieler heraus resultierte, mit einer Roten Karte.
Erst ließ er Vorteil laufen, als der Schuss des Brackenheimers nur an den Pfosten klatschte, entschied der Schiri dann auf Foulspiel, und zum Entsetzen aller Münchinger zückte er auch noch die Rote Karte.
Den daraus entstandenen Freistoß konnte unser, an diesem Tage hervorragend haltender Schlussmann Sven Pendl gerade noch aus dem Winkel boxen. Wer nun dachte die Jungs lassen den Kopf hängen täuschte sich gewaltig.
Die gesamte Mannschaft nahm nach einer taktischen Umstellung Ihr Herz in die Hand und zeigte das man auch mit einem Mann weniger bestehen kann.
Bis zur Pause war die Begegnung noch ausgeglichen mit einem leichten Chancenplus für uns sogar. In der zweiten Hälfte drehte sich das Blatt dann ganz zu unseren Gunsten. Mit einer unheimlichen Energieleistung wurde der VFL Brackenheim zuerst niedergekämpft und mit zunehmender Spieldauer auch niedergespielt. Als Michael Sparka in der 53. min zum 1:0 für seine Farben einköpfen konnte war der Jubel im Netzbrunnenstadion riesengroß. Vorausgegangen war eine hervorragende Vorarbeit von unserem Senior im Team.
Jens Kasper erkämpfte sich im Anschluss nach einem Eckball das Leder an der Eckfahne und flankte nach innen. Michael Sparka überwand den Torwart dann mit einem Kopfball der als Bogenlampe im langen Eck einschlug. Ab diesem Zeitpunkt spielten unsere Jungs eine Torchance nach der anderen heraus. In der 75. min dann das alles entscheidende 2:0 durch Michele Ancona der einen schönen Angriff über rechts abschloss.
In den letzten 15. min verpasste man es dann, dass Ergebnis in die Höhe zu schrauben.
Unterm Strich ein mehr als verdienter Heimsieg, der aufgrund der Tatsache, dass man über 80 Minuten in Unterzahl gespielt hat noch höher zu bewerten ist.
Jungs das war einfach Klasse!!!
TSV Münchingen: S. Pendl, Weber, Sever, Fota, Kasper, L. Ancona (70. Zorko), M. Koch, Sparka, Schweizer, M. Ancona (85. Neuwirth), M. Pendl (80. Kevin Reinhardt)
Aufsteiger fährt auswärts die ersten Punkte ein
TSV Münchingen gewinnt bei der TSG Backnang nach Tor von Michele Ancona mit 1:0
(kli).
Aufsteiger TSV Münchingen scheint bereits am zweiten Spieltag in der Landesliga angekommen zu sein. Bei der TSG Backnang gelang gestern Abend ein 1:0-Erfolg. Schütze des goldenen Tores war Michele Ancona.
Beim 0:4 zum Saisonauftakt gegen Tura Untermünkheim hatte der Neuling noch Lehrgeld bezahlt. Gestern nun präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Dietmar Seethaler, als ob sie dieser Klasse schon jahrelang angehören würde. Dementsprechend hatte der Übungsleiter auch kaum etwas auszusetzen. "Ich bin rundum zufrieden. Wir haben eben die Fehler vom vergangenen Wochenende nicht noch einmal gemacht." Viel Zeit, um diese abzustellen, war nicht geblieben. Doch Trainer Seethaler weiß schon, warum seine Schützlinge so lernfähig sind. "Denen hat wahrscheinlich das griesgrämige Gesicht ihres Trainers nicht gepasst. Das wollten sie nicht noch einmal haben."
Für das "zu Null" gab es jedoch auch andere Gründe. Gabriel Fota gab der Innenverteidigung großen Halt und Sicherheit (Seethaler: "Ich glaube, er hat nicht einen Zweikampf verloren"). Am vergangenen Wochenende hatte der Defensivmann noch gefehlt.
Die erste Hälfte endete mit einem leichten Chancenplus für die Gastgeber. Doch zum einen zeigte Torhüter Sven Pendl eine starke Parade, zum anderen klärte eben Fota nach einem technischen Fehler von Harun Sever im letzten Moment. Die klareren Möglichkeiten verbuchte letztlich sogar der TSV Münchingen. Nach einem Querpass von Luigi Ancona brachte Michael Koch das Kunststück fertig, den Ball aus vier Metern über das Tor zu schießen. Und auch Marc Pendl vergab nach Querpass von Michele Ancona aus acht Metern.
Im zweiten Durchgang ließen die Gäste dann überhaupt nichts mehr zu. Seethaler: "Das war einfach überragend." Michele Ancona zeichnete schließlich für den ersten Münchinger Treffer nach der Landesliga-Rückkehr verantwortlich. Nach 58 Minuten versetzte er mit seinem Treffer das gesamte Team und den mitgereisten Anhang in Verzückung. Der TSV steuerte auf die ersten drei Punkte in dieser Runde zu. Dass es bis zum Schluss spannend blieb, passte Trainer Seethaler allerdings nicht: "Da hätten wir mit unseren Konterchancen einfach den Sack zumachen müssen." Backnang kam zwar zu keinen zwingenden Aktionen mehr, gezittert werden musste trotzdem.
Das lag unter anderem aber auch daran, dass die Gastgeber auch zu unfairen Mitteln griffen, um einen höheren Rückstand zu verhindern. Der eingewechselte Roberto Ancona war schon frei durchgelaufen, als er noch umgerissen wurde (87.). Der Unparteiische ahndete diese Aktion mit Gelb-rot gegen Backnang. In Unterzahl mussten sich die Gastgeber endgültig geschlagen geben.
TSV Münchingen: S. Pendl, Kasper, Sever, Fota, Weber, M. Koch, Sparka, L. Ancona (75. Zorko), Schweizer, M. Ancona (85. R. Ancona), M. Pendl, (88. Neuwirth).
TSV Münchingen bezahlt Lehrgeld
Fußball-Landesliga: Untermünkheim spielt gegen die junge Seethaler-Elf seine ganze Erfahrung aus
Korntal-Münchingen. "Die erste Hälfte
abhaken und die Leistung der zweiten 45 Minuten als Ansporn für die Zukunft mitnehmen." So lautete das Fazit von TSV-Coach Dietmar Seethaler nach der deutlichen 0:4-Heimniederlage des TSV Münchingen gegen Tura Untermünkheim.
Von Patrick Kuolt
Der Sieg war für die Untermünkheimer schon nach 21 Minuten in trockenen Tüchern. Zu diesem Zeitpunkt lag der Drittplatzierte der Vorsaison bereits mit 3:0 in Führung. Dieser Spielverlauf hatte sich schon in den ersten Minuten abgezeichnet. Die Gäste hatten nach 40 Sekunden die erste Großchance, als Duane Collins einen weiten Einwurf von Tura-Kapitän Markus Klässing aus 16 Metern Torentfernung volley nahm, aber nur die Latte traf.
Darauf entwickelte sich zunächst ein offener Schlagabtausch, doch die Angriffsbemühungen beider Teams endeten meist am gegnerischen Sechzehnmeterraum. Nicht so in der 6. Spielminute: Marc Pendl hatte die größte Münchinger Torchance des Spiels. Nach einem tollen Pass von Michele Ancona hatte er die Führung auf dem Fuß, doch ihm versagten frei vor dem Tor die Nerven und er setzte den Ball knapp über das Untermünkheimer Gehäuse. Vielleicht die Schlüsselszene des Spiels, die sich im direkten Gegenzug gleich doppelt rächen sollte.
Raffaele Cervone sah nach einer Notbremse gegen Collins die Rote Karte. Beim folgenden Freistoß in der 8. Spielminute, ließ der stark aufspielende Untermünkheimer Spielertrainer Fredi Skurka Sven Pendl im TSV-Tor keine Chance und schlenzte den Ball links oben ins Netz.
Den Münchingern fehlte nach dem Platzverweis völlig die Ordnung im Spiel, was Tura weitere gute Möglichkeiten verschaffte. Jan Schreiner (10., 12.) ließ zwei davon zunächst ungenutzt, wurde dann aber in der 18. Minute im Strafraum von Jens Kasper gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Markus Klässing sicher. Drei Minuten später folgte der nächste Tiefschlag für die sichtlich schockierten Münchinger. Nach einem Freistoß von Tamer Balcioglu stieg Daniel Sahdo am höchsten und köpfte zum 3:0 ein. Untermünkheim reduzierte danach merklich das Tempo, so dass sich bis zur Pause keine großen Chancen mehr entwickelten.
In der zweiten Spielhälfte fehlte über weite Strecken der Schwung des ersten Spielabschnitts. Die Münchinger waren sogar zeitweise die bessere, weil engagiertere Mannschaft. Doch ihren Angriffsbemühungen fehlte die letzte Entschlossenheit.
So setzte Markus Rothfuß nach einem schönen Pass in die Tiefe von Joschka Karle in der 80. Minute mit dem 4:0 für Untermünkheim den Schlusspunkt.
TSV Münchingen: S. Pendl, Sever, Weber, Koch, Kasper, Sparka, Schweizer (42. K. Reinhardt), M. Pendl, Cervone, M. Ancona, L. Ancona (81. E. Reinhardt)
Tura Untermünkheim: Dambach, von Berg, Sahdo, Klässing, Balcioglu (46. Frescher), Skurka, Rothfuß, Karle, Collins (78. Bartholomä), Schreiner (81. Sieger), Volz
Tore: 0:1 (8.) Fredi Skurka, 0:2 (18.) Markus Klässing, 0:3 (21.) Daniel Sahdo, 0:4 (80.) Markus Rothfuß
Besondere Vorkommnisse: Rote Karte Raffaele Cervone (7.) TSV Münchingen, Schiedsrichter: Simon Hofmann (Stuttgart), Zuschauer: 250.
TSV Korntal - TSV 0:10
Jawohl kein Tippfehler, man gewann zum Abschluss des Trainingslagers gegen den TSV Korntal mit 10:0 Toren.
Das Ergebnis darf man nicht überbewerten, aber es war schon schön anzusehen wie die Jungs sich trotz müder Beine angestrengt haben.
Es wurden einige Spieler geschont. Mit Roberto Ancona und Alexander Fingerle kamen zwei A-Jugendliche zum Einsatz, die ihre Sache sehr gut gemacht haben.
TSV - GSV Maichingen 1:1
Nach drei Trainingseinheiten fehlte etwas die Frische in diesem Testspiel, was sich in kleinen leichten Abspielfehlern bemerkbar machte.
Unterm Strich eine ordentliche Leistung die auch mit einem gerechten Unentschieden gegen den GSV Maichingen endete. Torschütze zum Ausgleich Michi Koch mit einem fulminanten Distanzschuss Marke Marc Pendl.
TSV - 1 FC Eislingen 3:1
Stark verbessert gegen Eislingen
In einem weiteren Vorbereitungsspiel gegen den FC Eislingen (Landesliga Stuttgart) zeigten wir uns stark verbessert gegenüber dem Pokalspiel in Eltingen.
Mit dieser Einstellung jedes einzelnen können wir, die vielen kleinen Fehler die
wir noch machen, ausgleichen. In HZ eins gingen wir durch einen Weitschuss von Michele Ancona in Führung (25 min). Zwei Minuten später war es wieder Michele, der nach einer Flanke von Lui Ancona aus kurzer Distanz den Ball ins Tor beförderte. Zwei weitere gute Möglichkeiten durch Edu Reinhardt wurden vergeben. Die Gäste hatten auch ihre Chancen, doch konnten wir im entscheidenden Moment noch klären oder Torspieler Sven Pendl war zur Stelle. In der 44 min dann der Anschlusstreffer der Gäste. Und diese Situation hat deutlich gezeigt, dass die Jungs doch noch ziemlich Grün hinter den Ohren sind. Eine Kette von Fehlern innerhalb weniger Sekunden. Erst den Ball beim Freistoß nicht geblockt, dann ein viel zu schnell gespielter Ball von Torspieler Sven Pendl, ein unnötiges Dribbing von Aussenverteidiger Tim Schweizer und schon hats geklingelt. Die zweite Hälfte war ausgeglichen wobei wir die besseren Torchancen hatten. Eine davon nutzte Edu Reinhardt mit einer Direktabnahme, nachdem sich Marcel Weber am linken Flügel den Ball erkämpft hatte und schön nach innen Flankte. Die letzten 15 min gehörten dann eindeutig uns. Die Gäste bauten läuferisch ab und mit etwas mehr Konzentration im Abschluss wäre der eine oder andere Treffer noch möglich gewesen.
Pokalaus in Eltingen
Mit 3:1 Toren mussten wir uns dem TSV Eltingen beugen.
Die erste Halbzeit war schlicht weg eine Frechheit unseren Zuschauern und Fans gegenüber. Nach einem kräftigen Donnerwetter in der Kabine wurde es in der zweiten Halbzeit etwas besser. Es wurden allerdings die besten Torchanchen ausgelassen, so ist das halt wenn man die ersten 45 min. nur Balla Balla spielt.
Hoffentlich ein Schuss vor den Bug zum richtigen Zeitpunkt, den nur mit schönspielen holst du gegen einen engagierten Gegner nix.
Fazit des Spiels, letzte Woche einen Schritt nach vorne, jetzt wieder zwei zurück.
TSV Münchingen - SV Althengstett 5:0
In einem weiteren Vorbereitungsspiel gegen den SV Althengstett ( Landesliga Calw/Böblingen) konnten wir einen klaren 5:0 Sieg herausspielen.
Alles in allem war es wieder ein Schritt in die richtige Richtung, die Abstimmung in den einzelnen Mannschaftsteilen klappt immer besser.
Läuferisch und auch spielerisch hat die Mannschaft überzeugt, man darf das Ergebnis aber nicht überbewerten. In der Vorbereitung steckt jede Mannschaft einmal in einem körperlichen Tief. Gestern waren es die Gäste aus Althengstett, beim nächsten Spiel sind wir es vielleicht.
TSV Hildrizhausen - TSV Münchingen 2:4
Stark verbessert gegenüber dem Spiel gegen Gechingen präsentierte sich der TSV Münchingen beim TSV Hildrizhausen. Münchingens Abteilungsleiter Hans-Peter Kurz: "Man hat gesehen, dass die Mannschaft besser eingespielt ist." Souverän spielte Münchingen den Sieg heraus. Trainer Dietmar Seethaler: "Wir sind auf dem richtigen Weg. Obwohl mit Michele Ancona, Marcel Weber, Jens Kasper, Timo Neuwirth und Timo Spenschied fünf Spieler gefehlt haben, habe ich keine Bauchschmerzen, mit dieser Truppe in ein Punktspiel zu gehen." Raphael Cervone (15. Minute) und Marc Pendl (30.) brachten die Münchinger bereits in der ersten halben Stunde 2:0 in Führung. Kurz vor der Halbzeitpause kamen die Hausherren aber zum Anschlusstreffer (44.). In der zweiten Hälfte hatten einige Auswechslungen Unruhe in die Mannschaft gebracht, erzählt Kurz. So fiel in der 70. Minute der Ausgleichstreffer zum 2:2. Doch Münchingen steckte nicht auf und kam durch Marc Pendl (75.) und Kevin Reinhardt (80.) zum Sieg.
So sah´s der Trainer:
Im dritten Vorbereitungsspiel konnten wir uns gegenüber dem Spiel in Gechingen erheblich steigern.
Das vom Trainer geforderte schnellere Spiel nach vorne wurde meistens umgesetzt.
Die Viererkette agierte bis auf zwei drei Situationen sehr umsichtig und gut organisiert.
Als Fazit dieses Spiels kann man die Entwicklung der Mannschaft als positiv bewerten.
SF Gechingen - TSV Münchingen 1:0
Eine knappe Niederlage mussten wir beim Landesligisten SF Gechingen einstecken.
Das Spiel wurde von beiden Mannschaften von Beginn an in einem sehr hohen Tempo geführt. Gechingen mit einer klaren Spielanlage, die Gastgeber spielten schnörkellos und kamen meist mit zwei drei Ballstaffeten in Tornähe. Unsere Jungs versuchten es meist mit Kurzpassspiel. Dieses wurde dann auch oftmals übertrieben. So entstand dann auch der einzige Treffer des Abends. Im Mittelfeld ein sehr gewagtes Dribbling, Ballverlust und schon war es geschehen. Zwei drei schnelle Pässe der Gastgeber, wir hinten in Unterzahl und schon hats geklingelt. (16 min)
Im weiteren Verlauf war die Partie ausgeglichen, ein Tor sollte beiden Mannschaften nicht mehr gelingen.
Am Ende ein verdienter Sieg für Gechingen. Wir haben es einfach nicht auf die Reihe bekommen im richtigen Moment den Abschluss zu suchen.
Läuferisch hat sich die Mannschaft sehr gut präsentiert. Das Verspielte müssen wir noch rausbekommen. Der eine oder andere wird seine Spielweise noch gewaltig ändern müssen um gesund über die Runde zu kommen.
Erstes Vorbereitungsspiel gegen SV Stgt.-Vaihingen mit 6:1 gewonnen
Mit fünf Neuzugängen und neuem Spielsystem gingen wir in das Spiel gegen SV Stgt.-Vaihingen.
Für den Auftakt war das ganz ordentlich, die Viererkette hatte zwar in der einen oder anderen Situation noch Abstimmungsprobleme doch hielten sich diese in Grenzen.
Dafür war unser Spiel nach vorne sehr gefällig. Vor allem nach Ballgewinn im Mittelfed, dann wurde schnell und direkt in die Spitze gespielt.
In diesen Situationen war der Gegner total überfordert und unsere schnellen Stürmer nutzten dies auch eiskalt aus.
So ging auch das Ergebnis von 6:1 Toren in Ordnung.
In den kommenden Wochen werden wir nun an der Feinabstimmung arbeiten.
Die Aufsteiger starten selbstbewusst
Fußball: Trainingsauftakt bei der SKV Rutesheim und dem TSV Münchingen - Sechswöchige Vorbereitung
Rutesheim/Korntal-Münchingen. Im Gleichschritt sind die SKV Rutesheim (Verbandsliga) und der TSV Münchingen (Landesliga) aufgestiegen. Im Gleichschritt haben sie gestern Abend nun auch mit der Vorbereitung begonnen.
Die Spieler des TSV Münchingen hatten es zum Auftakt noch richtig gut. Denn sie bekamen auf dem Kunstrasenplatz einen Ball zu Gesicht. Dieses Wiedersehen war gleichzeitig ein Abschied für die nächsten acht bis zehn Tage. Grundlagenausdauer hat Trainer Dietmar Seethaler ins Programm geschrieben. Doch nach den Erfahrungen der vergangenen Saison ist der Übungsleiter guter Dinge, dass er mit diesen Einheiten schnell durch ist. "Ich gehe davon aus, dass die Jungs so kommen wie im letzten Jahr. Und da waren alle schon auf einem guten Stand." Für einen Großteil des Kaders kann er diese Beurteilung abgeben. Bis auf Igor Ilicic und Cem Tek gibt es keine echten Abgänge. Holger Würth geht in den fußballerischen Ruhestand, David Wienand, David Maier, Joe Hieber und Michael Deutsch verabschieden sich in die zweite Mannschaft. Vor allen Dingen im Fall von Deutsch mit der Option, jederzeit in der Landesliga auszuhelfen. Ähnliches gilt für Rückkehrer Jens Kasper, der zunächst einmal für die zweite Mannschaft vorgesehen ist.