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Fußball - 1. Mannschaft Saison 2009/2010 -

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TSV Münchingen I Saison 2009/2010

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Hintere Reihe v.l.: Michele Ancona, Kürsat Göktas, Marc Pendl, Gabriel Fota, Philipp Espenschied, Michael Sparka, Andreas Kuch

Mittlere Reihe v.l.: Abteilungsleiter Hans-Peter Kurz, Aykut Bayazit, Tuncay Dilek, Domenico Russo, Timo Neuwirth, Harun Sever, Dennis Marcellis, Physiotherapeutin Helen Essig, Trainer Dietmar Seethaler, Stv. Abteilungsleiter Walter Koch

Vordere Reihe v.l.: Benjamin Korusic, Michael Koch, Philipp Reinhold, Max Lauser, Sven Pendl, Luigi Ancona, Roberto Ancona, Betreuer Aniello Scannapieco

Es fehlen: Konstantinos Stavrokostas, Alexandar Mihajlovic .

 

Münchingen krönt eine starke Saison

Artikel aus der Strohgäu Extra vom 21.06.2010

Mit dem 1:0 gegen die SKV Rutesheim macht die Seethaler-Elf den Aufstieg in die Verbandsliga perfekt.

Von Andreas Klingbeil

Zumindest für einen war es kaum noch auszuhalten. Drei Minuten vor Schluss, als seine Elf immer noch mit 1:0 vorne lag, raufte sich Trainer Dietmar Seethaler beim Relegationsspiel in Marbach die nicht vorhandenen Haare. Mal ging er in die Hocke, mal wanderte er die Linie auf und ab, mal wandte er sich einfach ab vom Spielgeschehen. Mit dem Schlusspfiff entlud sich die Anspannung wie ein Vulkan. Bewegung als therapeutisches Element. Das gemeinsame Hüpfen wollte gar kein Ende nehmen. Als Abkühlung gab"s auch noch eine Sektdusche. Der TSV Münchingen hat Rutesheim zurück in die Landesliga geschickt und nimmt jetzt selbst den Platz in der höchsten württembergischen Spielklasse, der Verbandsliga, ein. Der größte sportliche Erfolg in der Geschichte der Fußballabteilung ist perfekt.

Der Münchinger Übungsleiter, der den Verein in Richtung Gärtringen verlässt, hätte schon früher von seinem Leiden erlöst werden können. Denn als die SKV in den Schlussminuten die Defensive lockerte und fast schon verzweifelt das gegnerische Tor berannte, ergaben sich hochkarätige Konterchancen. Zuerst klatschte der Schuss des eingewechselten Benjamin Korusic rechts oben an das Lattenkreuz (87.), dann scheiterte zweimal Michele Ancona am glänzend reagierenden Jens Rienhoff (91., 92.).

Im Vergleich zweier unterschiedlich angelegter Systeme hatte sich die spielerische Variante des TSV Münchingen durchgesetzt. Robuste Rutesheimer, die einmal mehr auf den schnellen, langen Pass in die Spitze vertrauten, konnten den Kombinationen des Gegners nichts Entsprechendes entgegensetzen. Doch es hätte auch ganz anders kommen können. Die beiden spielentscheidenden Szenen kurz nach dem Wechsel: Als Gabriel Fota im Strafraum der Ball an den Oberarm sprang und Schiedsrichter Arno Blos auf Strafstoß entschied, zeigte der sonst so sichere Schütze Timo Reile Nerven. Sein Ball landete an der Oberkante der Latte. Im Gegenzug fiel das Tor des Tages. Der Schuss des überragenden Michele Ancona, der zusammen mit seinen Cousins Luigi und Roberto zum Oberligaaufsteiger VfB Neckarrems wechselt, wurde zwar noch abgewehrt. Am langen Pfosten ließ sich Roberto Ancona, der seine Gegner auf der linken Seite ein ums andere mal schwindelig spielte, die Nachschuss-chance nicht entgehen (51.).

Der Treffer gab dem Noch-Landesligisten zusätzliches Selbstvertrauen. Schon im ersten Durchgang lief der Ball mit zunehmender Spielzeit immer flüssiger durch die eigenen Reihen. Das Chancenplus lag auf Seiten der Münchinger. Marc Pendls Kopfballaufsetzer ging über das Tor (25.), Kürsat Göktas kam mit dem Fuß nach einer Ancona-Hereingabe genauso einen Tick zu spät (17.) wie Pendl mit dem Kopf (36.). Auf der Gegenseite ließ der TSV nur eine Möglichkeit zu, als Sascha Robert Häcker nach einem Eckball nur knapp am langen Eck vorbeiköpfte (38.). Die Abwehr stand, obwohl Organisator Andreas Kuch bereits nach neun Minuten wegen einer Wadenverletzung vom Platz musste. Michael Deutsch, der nur noch in der zweiten Mannschaft spielt, fügte sich nahtlos ins Team ein und verlor nicht ein Kopfballduell.

Auch das Rutesheimer Team wurde vom Verletzungspech gebeutelt. Simon Weinmann und Tobias Hufnagel mussten nach 61 Minuten raus. Um das System nicht ändern zu müssen, wurden sie von Naoufel Jaouadi und Daniel Teufel ersetzt. SKV-Coach Christian Hofberger hatte dreimal gewechselt und nun keine Chance mehr, für einen Schlussspurt die Offensivkräfte Enes Lulic oder Chris Apel einzusetzen. Es hätte beinahe auch ohne sie geklappt. Doch Timo Reile, der eine fußballerische Pause einlegen wird, wurde nach dem verschossenen Elfmeter endgültig zum Pechvogel des Tages. Sein 25-Meter-Freistoß landete am Außenpfosten (76.) und ein Kopfball aus aussichtsreicher Position genau in den Armen von Münchingens Schlussmann Philipp Reinhold (85.).

 

 

5:0 - Seethaler-Elf entzaubert Sindelfingen

Artikel aus der Strohgäu Extra vom 14.06.2010

Der TSV Münchingen trifft nach Galaleistung nun im entscheidenen Aufstiegsspiel auf Rutesheim.

Von Daniel Renkonen


Der TSV Münchingen klopft seit gestern ans Tor zur Fußball-Verbandsliga. Die Elf von Trainer Dietmar Seethaler deklassierte im Duell der Landesligisten gestern den VfL Sindelfingen mit 5:0 (1:0). Damit kommt es nun am kommenden Sonntag (15 Uhr, Austragungsort noch offen) zum "Traumduell" der Münchinger gegen die SKV Rutesheim. Deren Spieler bekamen gestern im Kornwestheimer Stadion schon einen Vorgeschmack darauf, was sie im entscheidenden Aufstiegsspiel erwartet.

Denn die Münchinger lieferten eine spielerische und läuferische Fußballdemonstration ab und dürften den Rutesheimern alles abverlangen. Davon ist auch Sindelfingens Trainer Thomas Dietzsche überzeugt, der den Münchingern nun alles zutraut: "Sie sind für mich sogar der Favorit, weil sie mit zwei Siegen im Rücken gegenüber den Rutesheimern psychologisch im Vorteil sind." Das Auftreten seiner Schützlinge kommentierte Dietzsche dagegen mit den Worten: "Ich bin total frustriert, weil bei Münchingen heute alles und bei uns gar nichts zusammenlief." Keiner seiner Spieler habe annähernd Normalform erreicht.

Treffender hätte man die einseitige Partie nicht zusammenfassen können. Was die Sindelfinger auch anstellten, der Gegner war immer einen Tick schneller. Neutrale Beobachter sprachen hinterher von einem Klassenunterschied, den so niemand der 500 Zuschauer erwartet hätte. Selbst Trainer Dietmar Seethaler musste nach dem Abpfiff erst einmal tief durchatmen: "Heute haben meine Jungs wieder einmal ihren besten Fußball gespielt, obwohl mich Sindelfingen enttäuscht hat."

Der Münchinger Strohgäuexpresss rollte von der ersten Minuten mit Vollgas in Richtung VfL-Tor, wo die Abwehr gehörig ins Schwimmen geriet. Mit schweren Beinen hechelte der VfL den drei überragenden Anconas auf dem Spielfeld hinterher. Weder der technisch starke Luigi, noch der wieselflinke Roberto und erst recht nicht der dynamische Michele waren gestern zu stoppen. Eine mustergültige Kombination über Domenico Russo und Michele Ancona leitete das 1:0 durch Marc Pendl (28. Minute) ein, der einen Querpass nur über die Linie drücken musste.

Nach dem Wechsel nahm das Sindelfinger Waterloo vollends seinen Lauf. Vier Tore binnen einer Viertelstunde machten alles klar. Zunächst war Roberto Ancona am linken Flügel enteilt. Seine mustergültige Hereingabe drückte Russo gegen die pomadige Abwehr zum 2:0 über die Linie (62.). In der 71. Minute fasste sich Harun Sever ein Herz und jagte das Leder mit links aus 20 Metern flach ins Eck. Und als Luigi Ancona mit einem gefühlvollen Heber über den zu weit vor seinem Tor postierten Keeper Merz das 4:0 erzielte, hatte sich der VfL schon längst aufgegeben (73.). Michele Ancona krönte seine Galavorstellung mit dem 5:0 (76.), als er den Ball aus zwei Metern über die Linie drückte.

TSV Münchingen: Reinhold, Fota, Kuch, Koch, L. Ancona, Russo, Göktas, M. Pendl (77. Korusic), R. Ancona (79. Neuwirth), M. Ancona, Sever (79. Mercelles)

 

TSV Münchingen gewinnt Relegationskrimi

Artikel aus der Strohgäu Extra vom 10.06.2010

Keeper Philipp Reinhold wird beim 5:4 Sieg nach Elfmeterschießen gegen 1. FC Donzdorf zum Held.

Von Daniel Renkonen

Der TSV Münchingen hat gestern Abend im Ditzinger Trumpfstadion das Unmögliche möglich gemacht. Da lag die Seethaler-Elf gegen Donzdorf nach 77. Minuten schon fast aussichtslos mit 0:2 zurück, um dann wie Phönix aus der Asche noch einmal aufzuerstehen. Roberto Ancona (77.) und Marc Pendl (87.) sorgten für den nicht mehr geglaubten 2:2 Ausgleich. Zum Matchwinner wurde Torspieler Philipp Reinhold, der zwei Strafstöße hielt und seinem Team zum umjubelten 5:4 (2:2) Sieg im Elfmeterschießen verhalf.

Kurz vor Ende der Verlängerung hatte Reinhold zudem mit einer Glanzparade eine hundertprozentige Chance der Donzdorfer zunichte gemacht. Mit einem Reflex konnte er den Kopfball aus drei Metern noch über die Latte drehen. Im Elfmeterschießen hatten die Münchinger dann die besseren Nerven. Harun Sever verwandelte eiskalt zur zwischenzeitlichen 5:3 Führung. Die Münchinger treffen jetzt in ihrem zweiten Aufstiegsspiel am kommenden Sonntag (15 Uhr) in Kornwestheim auf den VfL Sindelfingen, der gestern Abend mit 4:1 gegen den FC Albstadt gewann.

Im Trumpfstadion ging es dagegen viel knapper zur Sache. Benjamin Klement hatte Donzdorf mit einem schönen Flachschuss kurz vor der Pause (44.) mit 1:0 in Führung gebracht. Auf der Gegenseite vergab Michele Ancona nach einem Solo im Strafraum das 1:0. Nach der Pause drängte die Seethaler-Elf zwar auf den Ausgleich, konnte sich gegen die gut gestaffelte Donzdorfer Abwehr aber kaum durchsetzen. Und spätestens in der 74. Minute setzte kaum einer der 361 Zuschauer im Trumpfstadion noch einen Pfifferling auf den TSV Münchingen. Denn zu diesem Zeitpunkt markierte Sebastian Wiedemann das vermeintlich vorentscheidende 2:0 für den robusten Landesligisten. Ungestört konnte der Torschütze durch den Münchinger Straftraum spazieren und schlenzte das Leder flach ins Eck.

Bei den meisten Fans auf den Rängen herrschte danach die große Ratlosigkeit. Kaum einer glaubte bei der drückenden Wärme noch an einen Münchinger Kraftakt. Doch mit Roberto Ancona stellte ausgerechnet der kleinste Spieler auf dem Platz die Weichen auf Sieg. Als beim TSV scheinbar nichts mehr zusammenlief, fasste er sich ein Herz. Sein Schuss aus 16 Metern fuhr wie ein Strich unter die Torlatte zum 1:2 (77.). Plötzlich war die Kulisse wieder da, um die erschöpften Münchinger noch einmal nach vorne zu peitschen. Beide Teams waren am Ende stehend k.o und mussten der drückenden Hitze immer mehr Tribut zollen.

Das unermüdlichen Anrennen wurde in der 87. Minute belohnt: Nach einer mustergültigen Flanke von Michael Koch hielt Marc Pendl in typischer Manier volley drauf und bugsierte das Leder ins lange Eck zum umjubelten Ausgleich. Der Rest war Nervenkitzel pur, zumal Luigi Ancona in der 98. Minute der Verlängerung mit Gelb-Rot vom Platz flog. Im Elfmeterschießen versagten den völlig entkräfteten Donzdorfern dann die Nerven. Beim TSV Münchingen trafen neben Sever auch Andreas Kuch und Timo Neuwirth vom Elfmeterpunkt aus. Als letzter Schütze lief Opturin Teuerkauf für Donzdorf an. Er musste treffen, doch er traf nicht. Statt dessen jagte er das Leder entnervt in den Himmel.

TSV Münchingen: Reinhold, Fota, Kuch, Koch, L. Ancona, Russo (66. Korusic), Göktas, M. Pendl (105. Neuwirth), R. Ancona (112. Marcelles), R. Ancona, M. Ancona, Sever.

 

Ein wichtiger Sieg "für den Kopf"

Untermünkheim sichert sich den Titel in der Fußball-Landesliga. Der TSV Münchingen muss in die Relegation.

Von Patrick Kuolt


Tura Untermünkheim hat sich durch einen 5:0-Erfolg gegen die KSG Gerlingen den Titel in der Fußball-Landesliga gesichert. Der TSV Münchingen erkämpfte sich beim FV Löchgau ein 1:0 und muss nun in die Relegation um den Aufstieg in die Verbandsliga.


FV Löchgau - TSV Münchingen 0:1 (0:0)


Es dauerte bis zur 75. Minute, ehe die Gäste aus Münchingen das entscheidende 1:0 bejubeln konnten. Nach einer Flanke von Domenico Russo von rechts außen spielte Michele Ancona den Ball direkt auf den in der Mitte lauernden Harun Sever, der den Ball über die Linie drückte. Eine Minute zuvor hatte Kürsat Göktas nach einer Ecke von Marc Pendl per Kopf fast für das 1:0 aus Sicht der Gäste gesorgt. Doch Francesco Prisco rettete für seinen geschlagenen Schlussmann auf der Linie. Auch in der ersten Hälfte hatte der TSV zweimal die Chance, in Führung zu gehen, doch Tuncay Dilek scheiterte jeweils nach guter Vorarbeit von Sever frei vor dem Tor (8., 17.). Die Löchgauer Angriffsbemühungen wurden meist vor dem 16-Meter-Raum von der gut organisierten Münchinger Hintermannschaft abgefangen. Nach einem Kopfball von Manuel Sanchez in der 77. Spielminute verhinderte die Latte die beste Löchgauer Tormöglichkeit. Der Münchinger Coach Dietmar Seethaler war nach der Begegnung hochzufrieden: "Man muss es einfach so sagen: Das war eine absolut geile Runde von meiner Mannschaft." Der Sieg sei für die nun anstehenden Relegationsspiele vor allem für den Kopf sehr wichtig gewesen, weil man nie wisse, was in solchen Partien passiere. "Uns ist bewusst, dass es schwer wird, weil der Druck sehr groß ist. Aber ich traue den Jungs zu, dass sie es schaffen."

TSV Münchingen: Reinhold, Fota, Kuch, Koch, L. Ancona, R. Ancona (65. Russo), Göktas, Pendl, Dilek (46. Korusic), M. Ancona, Sever

TSV Münchingen wahrt Titelchancen

TSV Münchingen : Neckarsulmer Sportunion 2:0 (1:0)

Artikel aus der Strohgäu Extra vom 31.05.2010

Michele Ancona und Gabriel Fota machen in der Landesliga 2:0-Sieg gegen Neckarsulmer SU perfekt.

Von Daniel Renkonen


Die erste Frage nach Spielschluss im Münchinger Netzbrunnenstadion lautete: Wie hat Untermünkheim gespielt? Trainer Dietmar Seethaler war über das Zwischenergebnis aus Backnang schon informiert. Dort hatte Tura souverän mit 4:2 gewonnen und steht jetzt vor dem Aufstieg in die Verbandsliga. Doch die Münchinger bleiben nach dem 2:0 (1:0)-Pflichtsieg gegen Neckarsulm dran. Es gab also allen Grund zum Feiern, zumal die Seethaler-Elf den Relegationsplatz sicher hat. "Das ist für uns ein Riesenerfolg", lobte der Trainer seine Truppe.
Gegen Neckarsulm half den Münchinger ein Blitzstart nach vier Minuten, als Michele Ancona aus kurzer Distanz zum 1:0 abstaubte. Zuvor konnte Neckarsulms Schlussmann Sven Seeg einen Schuss von Marc Pendl nur abklatschen. Das Spiel wurde durch das frühe Tor allerdings nicht besser. Münchingen verwaltete die Führung und die Gäste aus dem Unterland waren spätestens im Strafraum mit ihrem Latein am Ende. Die größte Chance vergab Sinan Andic, der mit einem Flachschuss im Strafraum am starken TSV-Torspieler Philipp Reinhold scheiterte.
Ansonsten machten die Münchinger die Räume hinten geschickt eng und störten zudem die Kreise von Spielmacher Faousi Lamiri. "Mit der Defensive bin ich absolut zufrieden, weil wir fast keine Torchance von denen zugelassen haben", bilanzierte Seethaler. Nach vorne lief beim Tabellenzweiten allerdings erschreckend wenig Produktives zusammen. Die Nervosität war den Seethaler-Schützlingen anzusehen. Keiner wollte einen Fehler machen, um nicht womöglich auch noch den zweiten Tabellenplatz zu verspielen.
So plätscherte die Partie ohne große Höhepunkte vor sich hin. Gefährlich wurde es nur dann, wenn der quirlige Roberto Ancona an den Ball kam. Er leitete noch zwei gute Konterchancen über Tuncay Dilek in der letzen Viertelstunde ein. Als Neckarsulm noch einmal alle Kräfte mobilisierte, schlugen die Hausherren eiskalt zu. Und wieder glänzte Marc Pendl als Vorbereiter.
Seine gefühlvolle Ecke wuchtete der aufgerückte Gabriel Fota mit einem Kopfballaufsetzer zum 2:0-Endstand in der 85. Minute in die Maschen. Damit kann dem TSV Münchingen der Tabellenplatz zwei nicht mehr genommen werden. Mit einem Sieg in Löchgau und einem Gerlinger Remis in Untermünkheim könnte der TSV am letzten Spieltag sogar noch Landesliga-Meister werden.

TSV Münchingen: Reinhold, Fota, Kuch, Koch, R. Ancona, L. Ancona, Göktas, M. Pendl (88. Neuwirth), Dilek, M. Ancona (67. Korusic), Sever.

Die Tabellenführung abgegeben

FC Heilbronn - TSV Münchingen 2:1 (1:1)

Das dramatische Titelrennen nimmt seit Samstag ganz neue Formen an. Denn der TSV Münchingen ist im Unterland ausgerechnet auf der Zielgeraden gestolpert. "Wenn der Kopf nicht frei ist, hast du einfach keine Chance", winkte Münchingens Coach Dietmar Seethaler enttäuscht ab. Sein Team konnte zu keiner Zeit an die starken Vorstellungen der letzten Woche anknüpfen und erwies sich insbesondere im Angriff als Hort der Harmlosigkeit. "Vielleicht waren die turbulenten letzten Wochen einfach zu viel für meine Jungs", haderte Seethaler. Dabei hatten es die Münchinger gegen harmlose Heilbronner selbst in der Hand. Doch das 1:0 durch Patrick Rapp in der 16. Minute fiel wie aus heiterem Himmel, als die Münchinger Innenverteidigung geschlafen hatte. Zwar gelang Harun Sever im Nachschuss noch der Ausgleich (32.), aber danach brachten die Gäste aus dem Strohgäu fast nichts mehr zustande. "Die Jungs waren einfach blockiert", stellte Seethaler fest.

Vor dem nächsten Heimspiel will er bei seinen Spieler wieder die Köpfe freikriegen. "Wir müssen jetzt wenigstens den zweiten Platz sichern." In Heilbronn kam es dagegen noch dicker. In der 72. Minute jagte Dennis Videc einen Freistoß in den Torwinkel. Der Ball sprang noch von der Lattenunterkante hinter die Torlinie. Keeper Philipp Reinhold war chancenlos. "Den hätte nicht mal der Butt von Bayern gehalten", lobte Seethaler den Schützen Videc für seinen Kunstschuss. In der Schlussphase drängten die Gäste mit dem Mut der Verzweiflung auf den Ausgleich..

TSV Münchingen: Reinhold, Fota, Kuch, Göktas, Neuwirth (75. Sparka), Russo (46. Korusic), Koch, R. Ancona, Sever, Dilek (46. M. Pendl), M. Ancona.

Die Nerven wurden strapaziert

TSV Münchingen - TSG Öhringen 3:1 (1:0)

Der TSV verpasste einen Kantersieg. "Ein 7:1 wäre den Chancen nach gerecht gewesen", sagte Trainer Dietmar Seethaler. Schon in der ersten Minute stand Roberto Ancona nach einem verunglückten Rückpass allein vor dem Gästetor. Er brachte den Ball aber nicht im Kasten unter. Tuncay Dilek machte es mit einem Abstauber zum 1:0 kurz vor dem Wechsel besser (44.). Nach Michele Anconas 2:0 in der 80. Minute war die Partie entschieden, obwohl den Gästen in der 84. Minuten wie aus heiterem Himmel das Anschlusstor gelang. Johannes Deibert spitzelte den Ball aus dem Getümmel zum 2:1 über die Linie. Doch Domenico Russo machte nach einer mustergültigen Kombination über den eingewechselten Marc Pendl mit 3:1 in der 86. Minute alles klar.

TSV Münchingen: Reinhold, Göktas, Fota, Kuch, L. Ancona (55. Neuwirth), Koch, Korusic (70. M. Pendl), R. Ancona, M. Ancona, Sever, Dilek (60. Russo).

 

2:0 - TSV spielt fast wie Barcelona

Münchingen setzt sich in Großaspach souverän durch und holt die Tabellenführung zurück

Von Andreas Klingbeil


Der Rostbraten im Vereinsheim am Samstag Abend hat Münchingens Trainer Dietmar Seethaler so richtig gut geschmeckt. Zum einen hatte seine Mannschaft das Spitzenspiel bei der SG Sonnenhof Großaspach II in beeindruckender Manier für sich entschieden und den Eine-Nacht-Spitzenreiter Tura Untermünkheim wieder überholt. Zum anderen kam die 0:3-Niederlage des bis dahin punktgleichen Verfolgers TSG Backnang beim FC Heilbronn nicht gerade ungelegen.
Für die Leistung seiner Elf hatte der Übungsleiter nur zwei Worte parat: unglaublich und sensationell. "Ich wüsste nicht, was es zu kritteln gäbe. Das war absolut überragend - mit Ausnahme der Chancenverwertung." Und damit das Ganze nicht vom Beigeschmack des Eigenlobs übertüncht wird, zitierte Seethaler die Außenstehenden: "Selbst die Großaspacher Zuschauer haben gesagt, das war fast wie Barcelona."
Nun, vor den Spielen in der Champions League steht noch die Meisterschaft in der Landesliga. Wenn der TSV Münchingen aber weiterhin so auftritt wie am Samstag, dann wird es für die Konkurrenz schwierig, ihm den Titel streitig zu machen. Nach rund 20 Minuten des gegenseitigen Abtastens begann der Münchinger Motor rund zu laufen. Zweikampfverhalten und Laufwege stimmten, Großaspach kam überhaupt nur zu einer Chance nach einem Eckball. Die Gäste hatten in der ersten Hälfte zwar auch nur drei hundertprozentige Möglichkeiten, zwei davon landeten aber im Tor. Tuncay Dilek verwertete einen Pass von Luigi Ancona von der Grundlinie (28.), Roberto Ancona schloss eine Kombination kurz vor dem Wechsel zum 2:0 ab (44.). In Hälfte zwei verpasste der Tabellenführer die Chance, das Torverhältnis aufzubessern. Nach rund einer Stunde gab sich Großaspach auf, in dem Wissen, an diesem Nachmittag nichts mehr ausrichten zu können. Zweimal Michele Ancona, Gabriel Fota, Roberto Ancona und Marc Pendl versäumten es, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben.

TSV Münchingen: Reinhold, Göktas, Fota, Kuch, L. Ancona, Russo, Koch, Sever (75. Korusic), R. Ancona, M. Ancona, Dilek (70. M.Pendl).

 

2:1 - TSV Münchingen mit Riesendusel

Der SV Fellbach vergibt Chancen für zwei Spiele.

Von Daniel Renkonen


Unglaublich, aber wahr: Da macht der SV Fellbach das Spiel der Saison und verliert trotz einer Fülle von Chancen mit 1:2.
Fassungslos stand Fellbachs Trainer Lothar Buckenberger nach Spielschluss auf dem Rasen des Netzbrunnenstadions. Für den Gäste-Coach muss die Partie wie ein schlechter Film gewesen sein. Dabei waren seine Spieler über 90 Minuten die Hauptdarsteller und führten den Tabellenzweiten TSV Münchingen auf eigenem Platz phasenweise vor. Das Drehbuch stimmte, nur das Ergebnis wirkte wie Hohn. "Fellbach hat heute einen tollen Fußball gespielt", gratulierte selbst Münchingens Trainer Dietmar Seethaler und erwies sich damit als objektiver Sportsmann.
Seine Münchinger erwischten einen Traumstart. Michele Ancona hatte sich bei einem Konter durchgedribbelt und scheiterte im ersten Versuch an Fellbachs Keeper Isaac Amoh. Den Nachschuss hämmerte der mitgelaufene Michael Koch zum 1:0 in die Maschen (8.). Von da an spielte nur noch Fellbach, und wie. Regelmäßig brannte es im Strafraum von Münchingens Torspieler Philipp Reinhold lichterloh.
Allein Maximilian Hoffmann hätte drei Tore machen müssen, als er in der 11., 35. und 70. Minute jeweils aus kurzer Distanz frei stehend daneben zielte. Besonders die linke Angriffsseite bekam die Seethaler-Elf nie in den Griff, wo Zoran Cutura seinen Gegenspieler Michael Sparka schwindelig spielte. Zur Pause musste der Kapitän folglich draußen bleiben. Vor dem Tor versagten den Gästen die Nerven. In der 23. Minute brachte Claudio Vulcano das Kunststück fertig, den auf der Linie stehenden Andreas Kuch mit voller Wucht anzuschießen. Reinhold war schon geschlagen.
Und nur eine Minute später stand Tobias Fichter allein vor dem Tor, der Ball ging wieder vorbei. Als die Fellbacher Bank schon am Verzweifeln war, wurden die Gäste erlöst. Der eingewechselte Dennis Fürst markierte im Nachschuss in der 74. Minute den überfälligen Ausgleich, nachdem Reinhold zuvor einen Schuss noch aus dem Winkel gefischt hatte. Die Partie schien zu kippen, aber die Münchinger meldeten sich noch einmal zurück. Mitten in die Drangperiode hinein leitete Tuncay Dilek einen Konter ein und spielte Harun Sever im Strafraum frei. Der schlenzte den Ball überlegt zum Siegtreffer ins Netz (79.).

TSV Münchingen: Reinhold, Fota, Kuch, M. Koch, Sparka (46. Sever), Russo, Göktas, L. Ancona, Korusic (80. R. Ancona), M. Ancona, M. Pendl (64. Dilek).

 

Lehrstunde für den FV Ingersheim

Koch-Elf unterliegt dem Landesliga-Spitzenreiter TSV Münchingen 1:5

Der FV Ingersheim hat das Spitzenspiel der Fußball-Landesliga gegen Tabellenführer TSV Münchingen deutlich mit 1:5 verloren. Damit verabschiedete sich der Neuling wohl endgültig aus dem Kampf um den Aufstieg.

Es bleibt dabei: Immer, wenn sich der FV Ingersheim anschickt, in die Spitzengruppe der Landesliga vorzudringen, gibt es einen Rückschlag. Das war vor zwei Wochen so, als die Koch-Elf die Heimpartie gegen die TSG Backnang mit 0:1 verlor. Auch gestern ging der Aufsteiger nach einem Topspiel mit leeren Händen vom Rasen: Der Spitzenreiter aus Münchingen entführte mit einem 5:1 die drei Punkte aus dem Fischerwörth. "Das spiegelt unseren Tabellenplatz wider. Der Abstand zu den vorderen Teams ist noch zu groß, was das Taktische und die Cleverness anbelangt", sagte Manager Klaus Zürn.
Spagat über dem Rasen: Der Ingersheimer Spielführer Meric Aytug (rotes Trikot) versucht, mit einer artistischen Einlage an den Ball zu kommen. Foto: Jens Christ
Schon in der ersten Halbzeit hatten die Münchinger mehr vom Spiel. Sie waren ballsicherer als der Gegner, ohne sich allerdings zwingende Chance zu erarbeiten. Die Ingersheimer, bei denen Alexander Wagner wegen einer Erkältung fehlte, agierten aus einer sicheren Abwehr und versuchten es oft mit langen Bällen. So entwickelte sich ein umkämpftes, aber höhepunktarmes Spitzenduell. Als die FVI-Abwehr um Michael Schunger in der 24. Minute den Ball nicht wegbrachte, zog Domenico Russo aus 16 Metern ab und erwischte Torwart Philipp Bürkle auf dem falschen Fuß - das 0:1. Die Gastgeber hatten die prompte Antwort parat. Kapitän Meric Aytug setzte mit einem Diagonalpass Fabio Giunta in Szene. Dessen Schuss vom rechten Strafraumeck wehrte Münchingens Schlussmann Sven Pendl noch ab, den Abpraller versenkte Philipp Sturm jedoch zum Ausgleich (25.).

Im zweiten Abschnitt nahm das Duell Fahrt auf. Haiko Eggert scheiterte nach einer Ecke mit einem Volleyschuss ebenso an Sven Pendl wie wenig später Giunta, der aus vollem Lauf abgezogen hatte. Danach waren nur noch die Münchinger am Zug, die zu ihren Toren aber auch regelrecht eingeladen wurden. Bei Michael Sparkas Kopfstoß zum 1:2 nach einer Ecke schlug Ingersheims Daniel Schick beim Rettungsversuch auf der Torlinie über den Ball (54.). 120 Sekunden zuvor hatte Schick bereits bei einem Schuss von Michele Ancona im letzten Moment geklärt. Kurios war das 1:3 in der 63. Minute. Nach einem weiten Abschlag von Keeper Sven Pendl hob der Schiedsrichterassistent die Fahne, worauf die FVI-Defensive ihren Dienst einstellte. Die Folge: Michele Ancona verwertete das Zuspiel von Harun Sever mühelos zum dritten Gästetreffer. Die Proteste der Ingersheimer brachten nichts. "Das war ein korrektes Tor", befand FVI-Manager Zürn. Anconas 4:1 leitete der kurz zuvor eingewechselte Jerry Kleiss mit einem haarsträubenden Abwehrpatzer ein (70.). Den Schlusspunkt zum 5:1 setzte der eingewechselte Marc Pendl (83.).

Aufregung gab es noch einmal in der letzten Minute: Gästetorwart Pendl erlitt einen Kreislaufkollaps und musste mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus. "Jetzt ist die Spannung wohl erst einmal draußen. Trotzdem wollen wir die Saison ordentlich zu Ende spielen", resümierte Zürn.

Redaktion: ANDREAS EBERLE Bietigheimer Zeitung

0:1 - TSV Münchingen passt einmal nicht auf

Artikel aus der Strohgäu Extra vom 19.04.2010

Die klaren Chancen hat der Landesliga-Spitzenreiter - das Tor macht Schwäbisch Hall in der 80. Minute.

Von Andreas Klingbeil

Der Ärger von Münchingens Trainer Dietmar Seethaler ist verständlich. Da diktiert seine Mannschaft nach einer ersten Anlaufphase das Spiel und steht am Ende mit leeren Händen da. Schwäbisch Hall nutzte eine Standardsituation im zweiten Anlauf, als Luigi Ancona alleine gegen zwei Gegner stand, durch den eingewechselten Redouane Bouidia zum Tor des Tages (80.) - die einzige Möglichkeit der Gäste im zweiten Durchgang.
Dass beide Mannschaften mit gehörigem Respekt vor dem Gegner zu Werke gingen, zeigten die ersten Minuten. Safety first, lautete die Devise. Sowohl die Gastgeber als auch Schwäbisch Hall zogen sich bei Ballbesitz des Gegners in die eigene Hälfte zurück, um die Räume eng machen zu können und beim Gegenüber ja keinen Spielfluss aufkommen zu lassen. Münchingen, das mit der gleichen Elf wie beim 6:0 in Künzelsau begann, probierte es zunächst mit langen Bällen, die aber in der Regel im Nichts oder bei der Haller Defensivabteilung landeten. Nach 20 Minuten forderte TSV-Trainer Dietmar Seethaler lautstark: "Den Ball laufen lassen." Und prompt kam der Spitzenreiter so langsam ins Rollen. Als sich David Kalis - noch einmal nach einem langen Ball auf Harun Sever - verschätzte, bot sich dem Münchinger Stürmer eine Schusschance vor dem herausstürzenden Karel Nowak. Doch der Ball landete links neben dem Tor (21.).
Das Spielgeschehen verlagerte sich Stück für Stück in die Haller Hälfte, der Münchinger Druck nahm zu. Nach einer Flanke von Benjamin Korusic kam Domenico Russo am langen Pfosten frei zum Schuss - vorbei (24.). Dann verfehlte Harun Sever von halblinks nur knapp den Torwinkel (35.), und auch Michele Ancona konnte den Flankenball von Roberto Ancona nicht verwerten (38.).
Die zweite Hälfte bot das gleiche Bild. Münchingen machte das Spiel - nur das erlösende Tor wollte nicht fallen. Am nächsten dran war Sever, der bei einem Kopfball nach 60 Minuten (fast) alles richtig machte. Schlussmann Nowak war bereits geschlagen, ein Mitspieler kam ihm zu Hilfe und kratzte den Ball im letzten Moment von der Linie. Nicht viel anders erging es Gabriel Fota bei seinem Schussversuch. Einen Meter vor der Torlinie wurde der Ball noch abgeblockt. Auf Münchinger Seite kamen mit Marc Pendl und Tuncay Dilek zwei frische Offensivkräfte. Das Schwäbisch Haller Tor schien am gestrigen Nachmittag jedoch wie vernagelt.

TSV Münchingen: S. Pendl, L. Ancona, Kuch, Fota, Göktas, Korusic, Koch, Russo, R. Ancona (80. Dilek), M. Ancona, Sever (70. M. Pendl).

 

TSV Münchingen im Torrausch

Artikel aus der Strohgäu Extra vom 12.04.2010

Harun Sever und Michele Ancona treffen beim 6:0 in Künzelsau fast im Alleingang.

Von Daniel Renkonen


Der TSV Münchingen bleibt in der Fußball-Landesliga nach einem furiosen 6:0-Auswärtssieg in Künzelsau weiter Spitze. Doch die Verfolgergruppe, angeführt von Fellbach (8:0-Sieg gegen Unterweissach), bleibt der Seethaler-Elf dicht auf den Fersen.

Künzelsau - TSV Münchingen 0:6 (0:2)

Die Münchinger Torfabrik arbeitet wieder im Akkord. Das bekam der FV Künzelsau am Samstag bitterlich zu spüren. Obwohl die Gastgeber auf einen kleinen Nebenplatz ausgewichen waren, kamen sie auf dem holprigen Rasen immer einen Schritt zu spät. Während der gesamten 90 Minuten konnten sie sich gegen den Tabellenführer aus dem Strohgäu nicht eine einzige Torchance erspielen.
Dagegen spielten die Münchinger von Beginn an groß auf und begeisterten sogar ihren zuletzt leicht verärgerten Trainer. "Heute gibt es wirklich null Komma null zu kritisieren", bilanzierte ein glücklicher Dietmar Seethaler, der mit zwei Umstellungen seinen Spieler wieder Beine machen wollte. So erhielten Kapitän Michael Sparka und Spielmacher Marc Pendl eine Denk- und Verschnaufpause verordnet. Sparka wurde erst zehn Minuten vor Schluss eingewechselt. Als Dankeschön erzielte er mit einem fulminanten Volleyschuss aus 25 Metern in den Torwinkel den 6:0 Endstand (80.). Zu diesem Zeitpunkt hätten die bedauernswerten Gastgeber am liebsten schon mit dem Spielen aufgehört. Denn Münchingen machte richtig Dampf. Den Torreigen eröffnete Harun Sever in der 25. Minute, als er eine Flanke von Michele Ancona lediglich über die Linie drücken musste. Zehn Minuten später traf Ancona selbst zum 2:0, als er eine scharfe Hereingabe von Andreas Kuch ins Netz bugsierte.
Nach der Pause ging das muntere Toreschießen gleich weiter. Nach einem Eckball stand Michele Ancona per Kopf goldrichtig - 3:0 (55.). Kurz darauf war wieder Harun Sever mit einem Flugkopfball nach einer Flanke von Kürsät Göktas zur Stelle - 4:0 (65.). Harun Sever markierte in der 74. Minute aus kurzer Distanz mit seinem dritten Tor schließlich das 5:0. Jetzt fiebert in Münchingen schon alles der Heimpartie gegen Schwäbisch Hall entgegen. Ob Sparka und Pendl dann wieder von Anfang an mitspielen, will Seethaler nach den nächsten Trainingseinheiten entscheiden.

TSV Münchingen: S. Pendl, Göktas, Kuch, Fota, L. Ancona, M. Koch (75. Sparka), Russo, R. Ancona (80. Marcellis), Korusic, M. Ancona, Sever (82. M. Pendl)

Bretzfeld schlägt Tabellenführer Münchingen mit 2:0


Die TSG Bretzfeld macht mit dem dritten Sieg in Folge weiter sehr große Schritte in Richtung Klassenerhalt. In einem Landesligaspiel auf hohem Niveau fanden spielstarke Münchinger kein probates Mittel, gegen die sehr diszipliniert und top motivierte Elf von Timur Eroglu zum Torerfolg zu kommen.
"Ich habe meinen Spielern die ganze Woche versucht zu vermitteln, dass wir für einen Sieg in Bretzfeld den Kampf annehmen müssen. Das haben wir nicht geschafft und deswegen hat die TSG, die ihre Mittel Kampf und Laufbereitschaft zu 110% eingesetzt haben, hochverdient gewonnen." zollte TSV-Trainer Seethaler etwas enttäuscht Respekt in Richtung Bretzfeld. In der Tat wirkten die Gäste von Beginn an überrascht über die forsche Anfangsviertelstunde der TSG. Abwehrchef Kuch forderte immer wieder lautstark mehr Aggressivität, aber seine Mitspieler konnten den Hebel nicht umlegen. Bretzfeld agierte sehr konsequent und war körperlich sehr robust im Auftreten. Münchingen versuchte, mit spielerischen Mitteln über die Außen zu Torchancen zu kommen. Tobias Hintz und Sebastian Leuz konnten aber nahezu alle Angriffe vereiteln, ehe es ernsthaft gefährlich werden konnte. Was hoch in den Strafraum kam klärten die Bretzfelder Innenverteidiger Sven Blumenstock und Andreas Dähnel souverän. Mit der ersten Chance des Spiels fiel dann auch der erste Treffer: Andreas Wägele mit feinem Pass auf André Wiedmann auf links außen, dessen Hereingabe findet Sebastian Trefz, der bricht mit etwas Glück und Geschick durch zwei Gegenspieler durch und trifft zum 1:0 mit einem sehenswerten Schlenzer ins lange Eck. Bretzfeld unterstrich seine Ambitionen weiter. Andreas Wägele mit einem Lattentreffer, Markus Schilling, André Wiedmann und Michael Badtmann hatten innerhalb von 15 Minuten durch hochkarätige Chancen die Möglichkeit, den Tabellenführer frühzeitig zu demontieren. Mit viel Beifall ging es in die Kabinen.
Auch nach dem Wechsel hatte die TSG die erste Chance. Ein Angriff der Hausherren brachte Michael Badtmann im Zentrum in Schussposition. Er scheiterte aber aus 10 Metern an Münchingens bestem Spieler, Torhüter Sven Pendl, der den strammen Schuss mit katzenartigem Reflex parierte. Danach überlies die TSG den Gästen das Spiel, die nach dem Wechsel druckvoller wurden. Michele Ancona schaffte es aber nicht, sein Team ins Spiel zurück zu holen. Per Kopf, per Freistoß und per Drehschuss von der Strafraumkante fand er entweder in TSG-Keeper Breuninger seinen Meister oder verfehlte dessen Gehäuse. Nach mehreren Kontern der TSG fiel die Entscheidung in der 64. Minute. Der Ball, per Freistoß von Markus Schilling scharf aufs Tor getreten und von Trefz leicht abgelenkt, wurde einmal von Torhüter Pendl abgewehrt, von Wägele erneut aufs Tor geköpft, wieder von Pendl abgewehrt und von Chris Neve aus sechs Metern zum 2:0 schließlich unter die Latte gedroschen. Münchingen steckte auf, Bretzfeld verteidigte abgeklärt. TSG-Spielführer Sven Blumenstock: "Es hat alles gepasst. Jeder weiß, was er zu tun hatte und so konnte sich jeder auf den anderen verlassen und sich voll auf seine Aufgaben konzentrieren." Trainer Timur Eroglu sagte unter der Woche in der Presse, dass seine Elf "jeden Gegner packen könne". Jetzt weiß es auch der Rest der Liga. (U. Klein)

TSG Bretzfeld: Jens Breuninger, Tobias Hintz (85. Patrick May), Sebastian Leuz, Andreas Dähnel, Sven Blumenstock, Michael Badtmann, Andreas Wägele, Chris Neve (80. Mario Reichert), Markus Schilling, André Wiedmann (61. Onur Celik), Sebastian Trefz

TSV Münchingen: Sven Pendl, Gabriel Fota, Andreas Kuch, Roberto Ancona, Michael Sparka, Luigi Ancona, Kürsat Göktas, Marc Pendl, Tuncay Dilek (45. Domenico Russo), Michele Ancona, Harun Sever (35. Michael Koch)

Pendls Glanztat rettet Münchinger Derbysieg

Der Landesliga-Spitzenreiter bringt sich in der Nachspielzeit durch Nachlässigkeiten fast um den 2:1-Sieg.

Von Daniel Renkonen


Zwei Minuten hätten der KSG Gerlingen im Derby in Münchingen gestern fast gereicht, um das gesamte Spiel zu kippen. Nach Fabian Rufs Anschlusstor in der Schlussminute warfen die dezimierten Gäste noch einmal alles nach vorne. Doch eine Glanzparade von Sven Pendl machte den TSV Münchingen zur Mannschaft der Stunde. In der 93. Minute wehrte Pendl einen Schuss von Christian Butz aus drei Metern ab, nachdem auch KSG-Keeper Sascha Becker mit in den gegnerischen Strafraum gestürmt war.
"Die Gerlinger sind schwer zu spielen. Sie sind einfach nicht unterzukriegen", kommentierte Münchingens Coach Dietmar Seethaler die dramatischen Schlussminuten. Dabei hätte sein Team zuvor alles klarmachen müssen. Allein Harun Sever vergab zwei Riesenchancen zum vorzeitigen 3:0. "Da müssen die Jungs einfach das Tor machen", sagte Seethaler, dessen Truppe die KSG diesmal eiskalt erwischte. Nach einer Viertelstunde stand es bereits 2:0 und viele fragten sich, wie hoch der Sieg für den Tabellenführer wohl ausfallen würde.
Das 1:0 erzielte Kürsät Göktas bereits in der sechsten Minute. Sein 20-Meter-Flachschuss nach schöner Kombination rauschte flach an KSG-Torspieler Sascha Becker ins Netz. "Heute haben die Münchinger so gespielt wie wir sonst", stellte Gerlingens Coach Michael Mieck nach der mitunter hektischen Partie fest. Eiskalt schlugen die Gastgeber zu. So wie beim 2:0, als die Gäste nach einer Ballstafette regelrecht düpiert wurden. Den Rest besorgte Michael Koch, der das Leder flach in die Maschen bugsierte (15.). Gerlingen schien geschlagen. Aber die Mieck-Schützlinge rauften sich noch einmal zusammen und kämpfen sich in das Spiel zurück.
Die dickste Möglichkeit zum Anschlusstor verpasste Benjamin Bürk (20.). Sein Flugkopfball aus vier Metern flog um Zentimeter am Gehäuse vorbei. Sven Pendl wäre da ohne Chance gewesen. Auf der Gegenseite hätte Michele Ancona gleich zweimal das 3:0 machen müssen. Einmal zögerte er zu lange vor dem Tor (35.) und das andere Mal hämmerte er den Ball aus zwei Metern freistehend in die Wolken.
Münchinger hatte spielerisch klare Vorteile, denen die KSG vor allem Kampfgeist und gutes Stellungsspiel entgegenhielt. Spielentscheidend dürfte auch gewesen sein, dass die Gastgeber die Kreise von Spielmacher Fabian Ruf erfolgreich eingeengt haben. Nur beim Anschlusstor in der 90. Minute schaltete er nach einem Lattenfreistoß von Benjamin Bürk am schnellsten. Er drückte den Abpraller über die Linie und sorgte somit wieder für Spannung- "Ich denke, das war heute ein Spiel auf Augenhöhe", bilanzierte KSG-Trainer Michael Mieck. Ärgerlich für ihn und seine Mannschaft: In der 69. Minute sah Verteidiger Markus Gann nach einer vermeintlichen Notbremse die Rote Karte. Gerlingen bestritt die letzten 20 Minuten in Unterzahl.

TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Kuch, M. Koch (76. Dilek), Sparka, R. Ancona, Göktas, M. Pendl, L. Ancona, M. Ancona, Sever.
KSG Gerlingen: Becker, Yalman, Schröder, Gann, Schmid (52. Sprenger), Bürk, Klein (70. Schmidt), Butz, Akcan, Ruf, di Natale.

Niederlage im Spitzenspiel

TSG Backnang – TSV Münchingen 2:0
Das Spitzenspiel in der Fußball-Landesliga zwischen der TSG Backnang und dem Tabellenführer aus Münchingen endete mit einem verdienten 2:0-Sieg für die Backnanger. Nach einer torlosen ersten Hälfte sorgten die im zweiten Durchgang eingewechselten Adis Skenderovic und Steffen Mayer für die Spiel entscheidenden Tore.


VON DIETER GALL TSG Backnang

Ziemlich verunsichert betrat die von Alfonso Garcia trainierte Etzwiesenelf das Spielfeld. Während der Spitzenreiter schon zwei Spiele absolviert und dabei mit Toren nicht gegeizt hatte, mussten die Gastgeber, ohne ein einziges Pflichtspiel gemacht zu haben, antreten. Allerdings hatte Garcia für den sehr zaghaften und wenig erbaulichen Vortrag seiner Mannschaft im ersten Durchgang kein Verständnis. „Da haben beide Teams alles vermissen lassen was ein Top-Duell ausmacht“, kritisierte der TSG-Coach den Auftritt beider Titelanwärter. Auch Gästetrainer Dietmar Seethaler konnte mit seinen Mannen nicht zufrieden sein. Viel zu umständlich agierten die Akteure. Der Spielaufbau litt auf beiden Seiten, nur mit weit geschlagenen Bällen aus der eigenen Abwehr heraus, wollte man zum Erfolg kommen. Kein ansehnliches Spiel, bei dem die Zuschauer ziemlich gelangweilt dreinschauten. Ein erster Höhepunkt ergab sich nach einer Viertelstunde. Münchingens Michael Koch traf aus 15-Metern, zum Glück für die Hausherren, nur den linken Außenpfosten. Danach agierten die Teams noch vorsichtiger. Keine Elf wollte den entscheidenden Fehler machen. In der 29. Minute hatte TSG-Akteur Felix Drab die große Chancen zum Führungstreffer. Eine Flanke von Jan Demmler landete bei dem im Fünfmeterraum der Gäste völlig freistehenden Drab, dessen Kopfball
jedoch über den gegnerischen Kasten segelte.

In der Pause fand der Backnanger Trainer offenbar die richtigen Worte. Die Gastgeber waren jetzt hellwach und sorgten mit mehr Mut für spielerische Akzente. Allen voran der eingewechselte Steffen Mayer, der sich 120 Sekunden nach Wiederbeginn aufmachte, seine Farben in Führung zu bringen. Mayer dribbelte knapp nach der Mittellinie durch die gesamte Münchinger Hintermannschaft und stand plötzlich frei vor TSV-Schlussmann Sven Pendl. Am Ende versagten dem TSG-Angreifer die Nerven, denn er traf nur in die fangbereiten Arme des Gästekeepers. In der 58. Minute zog Demmler aus 18-Metern beherzt ab, nur knapp strich das Leder am TSV-Gehäuse vorbei. Sechs Minuten später stand Harun Sever frei im Backnanger Strafraum, doch dessen Flachschuss ging weit am TSG-Tor vorbei. Beide Trainer wechselten nun frische Offensivkräfte ein. Auf Seiten der Platzherren kam Adis Skenderovic für den entkräfteten Youngster Heiko Bernert. Eine weitere Einwechslung, bei der Alfonso Garcia ein glückliches Händchen beweisen sollte. Zunächst bugsierte TSV-Torhüter Pendl in der 74. Minute einen satten Schuss von Drab von der Strafraumgrenze mit letztem Einsatz zur Ecke. Eine Zeigerumdrehung später landete ein Distanzschuss von Mayer vor den Füßen von Skenderovic, der das Leder dem herausstürzenden Pendl aus drei Metern durch die Beine zur 1:0-Führung schieben konnte. Der Tabellenführer antwortete mit wütenden Angriffen, die aber viel zu planlos nach vorne getragen wurden. Die Hausherren kamen zu guten Konterchancen. So in der 82. Minute als Skenderovic aus 16-Metern am guten TSV-Schlussmann scheiterte. Sekunden vor dem Abpfiff machten die Backnanger alles klar. Mayer spielte mit Skenderovic an der Mittellinie einen klugen Doppelpass, den Mayer souverän mit dem 2:0 abschließen konnte.
TSG-Coach Garcia war nach dem Schlusspfiff überglücklich. „Wir haben uns aufgrund der starken zweiten Hälfte diesen Sieg verdient“, freute sich der Ex-Profi, dessen Mannschaft nun weiterhin um den Titel mitspielen kann.
TSG Backnang: Hinterkopf – Layer, Bauer, Filipovic, Ay – Desteki, Drab – Pfisterer (85. Walz), Demmler, Durduran (46. Mayer) –
Bernert (64. Skenderovic).
TSV Münchingen: Sven Pendl – Fota, Kuch, Sparka, Göktas – Luigi Ancona, Russo (69.
Roberto Ancona), Koch,
Sever (78. Korusic) – Michele Ancona, Marc Pendl (64. Dilek)
Tore: 1:0 (75.) Skenderovic, 2:0 (90.) Mayer


Münchinger Strohgäuexpress nimmt Fahrt auf

Artikel aus der Strohgäu Extra vom 15.03.2010

Beim 6:0-Kantersieg ist Gegner SV Unterweissach nur ein Spielball.

Von Daniel Renkonen

Wer soll den TSV Münchingen in der Fußball-Landesliga noch stoppen? Diese Frage muss sich die Konkurrenz spätestens seit gestern Nachmittag stellen. Während die anderen Teams wegen des Winter alle pausierten, hatten die Münchinger Verantwortlichen den schneebedeckten Kunstrasen mit schweren Geräten freigeschaufelt. Den Rest besorgten die milden Temperaturen, so dass gestern bis auf den eisigen Wind beste Bedingungen herrschten. Und der pfiff vor allem dem SV mit voller Wucht entgegen. Denn die Remstaler hatten im Strohgäu nichts zu melden. Schon zur Pause war das Spiel gelaufen und die Gäste nur noch um Schadensbegrenzung bemüht. Am Ende waren sie mit der 0:6-Klatsche (0:3) noch gut bedient.
Nicht eine Torchance erspielten sich die Gäste, die wie das Kaninchen vor der Schlange agierten. Zu allem Überfluss flogen mit Tobias Lex (Schiedsrichterbeleidigung) und Ümit Karatekin (Tätlichkeit) noch zwei Feldspieler mit Rot vom Platz. Kurz vor Schluss folgte ihnen Trainer Norbert Gundelsweiler, dessen Unmutsbekundungen ebenfalls mit einem Platzverweis geahndet wurden. Verärgert verließ Gundelsweiler ("Ich sage lieber nichts mehr") den Platz. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich seine Mannschaft, die lediglich 20 Minuten mithielt, längst aufgegeben.
Der TSV Münchingen war Herr im Haus und ließ Ball und Gegner wie im Training laufen. Fast hilflos hechelten die bedauernswerten Gäste dem Tabellenführer in dem ungleichen Duell permanent hinterher. Und wieder einmal war es Münchingens Kapitän Andreas Kuch, der den Damm mit seinem wuchtigen Kopfballtreffer in der 28. Minute gebrochen hatte. Nur acht Minuten später stand Marc Pendl im Strafraum goldrichtig und sorgte für die Vorentscheidung. Drei Minuten vor der Pause setzte Pendl aus sieben Metern noch einen drauf. Unterweissachs Keeper Steffen Krebs hatte keine Chance.
Der Tabellenführer ließ nicht locker. Nach einem Handspiel im Strafraum schickte Michele Ancona mit seinem Strafstoß den SV-Torspieler ins falsche Eck - 4:0 (50.). Doch der Münchinger Strohgäuexpress nahm weiter Fahrt auf. Der eingewechselte Dilek lupfte den Ball über den herausstürmenden Keeper Krebs und bediente Harun Sever. Der schob das Leder ins leere Tor (63.). Und eine Viertelstunde vor Schluss konnte Krebs einen Distanzschuss von Kürsät Göktas nur abklatschen. Michael Koch staubte zum 6:0 Endstand ab. Fazit von Trainer Dietmar Seethaler: "Wir hätten ruhig ein paar Tore mehr schießen können, aber die Saison beginnt für uns jetzt in Backnang."

TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Kuch, M. Koch, Sparka, Russo (46. Korusic), Göktas, M. Pendl (55. Dilek), M. Ancona, Sever (76. Neuwirth), L. Ancona.

 

3:0 - Münchingen macht es gnädig

Artikel aus der Strohgäu Extra vom 06.03.2010

Der Spitzenreiter der Landesliga kommt bei den TSF Ditzingen ohne große Mühe zum Sieg.

Von Andreas Klingbeil


Der große Ditzinger Befreiungsschlag gestern Abend ist ausgeblieben. Nur die kühnsten Optimisten werden ausgerechnet im Spiel gegen den TSV Münchingen tatsächlich an ihn geglaubt haben. Die Rollen beim Spiel des Schlusslichtes gegen den Ligaprimus waren so klar verteilt wie es auch die Tabelle aussagt. Der Beleg dafür: in der 63. Minute musste Münchingens Schlussmann Sven Pendl das erste Mal eingreifen, als er einen Freistoß von Jorge Calderon mit den Fäusten entschärfte.
Die TSF, in deren Reihen mit Schlussmann Gregor Horvat, Ugur Yalman, Candido Raimundo Pereira, Gilbert Bayrak und Denis Lang fünf Neuzugänge in der Startformation standen, ließen sich von Beginn an weit zurück fallen und attackierten den Gegner erst an der Mittellinie. Und der sorgte im ersten Durchgang vor allen Dingen nach Standardsituationen für Gefahr. Jeweils nach Freistößen hatten sowohl der ehemalige Ditzinger Tuncay Dilek (2.) und Gabriel Fota (6.) Möglichkeiten per Kopf. Die dritte gefährliche Szene führte gleich zu einem Elfmeter, als Horvat den freigespielten Michele Ancona im Strafraum foulte (11.). Doch Marc Pendl scheiterte mit seinem Schuss am linken Pfosten.
Was sein Kollege versäumt hatte, holte Ancona dann höchstpersönlich nach. Erst verwandelte er einen umstrittenen Freistoß aus 18 Metern direkt (27.), dann war er nach Flanke von Kürsat Göktas zum 2:0 mit dem Kopf zur Stelle (31.). Damit waren die Weichen in dieser Partie gestellt. Ditzingen konnte nicht, weil die Klasse der Einzelspieler nicht reichte, um den TSV Münchingen zu gefährden und zudem noch viel Arbeit in der Abstimmung der Mannschaftsteile auf Trainer Marco Buttice wartet. Und der TSV Münchingen wollte nicht mehr so richtig, verlegte sich darauf, das Ergebnis gefahrlos über die Zeit zu bringen. Das gelang gegen die harmlosen Gastgeber problemlos.
Lediglich Denis Lang, der gute Ansätze zeigte und tatsächlich eine Verstärkung im Ditzinger Kader ist, verfehlte mit seinem Schuss aus 20 Metern nur knapp das Tor (64.). Das Spiel plätscherte vor rund 300 Zuschauern unaufgeregt so vor sich hin, bis Harun Sever noch einmal für einen Hallo-Wach-Effekt sorgte. Aus spitzem Winkel donnerte er den Ball von rechts zum 3:0 unter die Latte (69.). Der Tabellenführer hat seine Pflicht in dem ungleichen Lokalderby erfüllt, muss aber in den kommenden Spielen noch deutlich zulegen, wenn er da bleiben will, wo er jetzt ist.

TSF Ditzingen: Horvat, D. Göktas, Bauer, Yalman, Bohn, Lang, Biyik (78. Lembeck), Pereira, Calderon, Seker (46. P. Bayrak), G. Bayrak (60. Ceserano).
TSV Münchingen: S. Pendl, L. Ancona, Kuch, Sparka, Fota, Russo (84. Bayazit), K. Göktas, Sever, M. Ancona, M. Pendl, Dilek (71. Korusic).

Münchinger drehen das Spiel

Göktas trifft in der 89. Minute zum 2:1-Sieg gegen Untermünkheim.

Von Daniel Renkonen


Als keiner mehr mit dem Sieg gerechnet hatte, fasste sich Kürsat Göktas ein Herz. Aus 25 Metern hämmerte er das Leder ins lange Eck und besiegelte den 2:1 (0:1)-Sieg der Münchinger gegen die zu Beginn der Landesligarunde mitfavorisierten Untermünkheimer. Zuvor hatte der Tabellenführer bereits mehrere klare Chancen zum Siegtreffer vergeben. Die größte ließ Harun Sever aus, dessen Kopfball aus kurzer Distanz haarscharf am Kasten vorbeistrich. "Meine Jungs haben in der zweiten Hälfte super gespielt", schwärmte Trainer Dietmar Seethaler, der bis zur 70. Minute auf den Ausgleich warten musste. Und wieder war der seit Wochen in bestechender Form spielende Göktas beteiligt. Seine Flanke köpfte Andreas Kuch aus sieben Metern in die Maschen.

Tura war schon in der 12. Minute durch einen Kopfball von Joschka Karle in Führung gegangen, der einen der gefürchteten Einwürfe verlängerte. Das Leder klatschte vom Innenpfosten ins Tor. "Genau so ein Tor wollten wir vermeiden", sagte Seethaler. Doch nach der Pause folgte ein wahrer Sturmlauf auf das Tor von Tura, die unbedingt gewinnen mussten, um noch an den Münchingern dranzubleiben. Derweil verabschiedeten über 200 begeisterte Münchinger Fans ihr Team in die Winterpause.

TSV Münchingen: S. Pendl, Göktas, Fota, Kuch, L. Ancona, Koch, Sever, R. Ancona (60. Korusic), M. Pendl, M. Ancona, Dilek.

 

Münchingen ist das Team der Vorrunde

Artikel aus der Strohgäu Extra vom 04.12.2009

Seethaler-Elf überrascht sich und die Landesliga-Konkurrenz.

Von Daniel Renkonen


Damit konnte keiner rechnen: Der TSV Münchingen startet mit 31 Punkten an diesem Wochenende in die Rückrunde. Und da kommt es auf der Schillerhöhe (Sonntag, 14 Uhr) noch einmal zu einem wahren Fußball-Leckerbissen. Denn die KSG Gerlingen empfängt die abstiegsbedrohte TSF Ditzingen. Es ist der letzte Spieltag vor der langen Winterpause bis zum 7. März 2010.

TSV Münchingen - Spitze nach Debakel

Den 10. Oktober dieses Jahres werden sie in Münchingen so schnell nicht vergessen. Da erlebte der Spitzenreiter beim 0:6 in Schwäbisch Hall sein fußballerisches Waterloo. Die Mannschaft sei noch zu grün und sterbe förmlich in der Schönspielerei, hieß es damals. Doch was dann folgte, erstaunte nicht nur die Experten. Der TSV Münchingen legte eine beeindruckende Siegesserie hin und überrundete sogar Traditionsclubs wie Fellbach oder Backnang.
Für Trainer Dietmar Seethaler ist der Husarenritt seiner Schützlinge keine Überraschung. "Ich wusste schon immer, dass wir spielerisch zu den besten Mannschaften der Liga gehören." Der große Unterschied zur vergangenen Saison sei allerdings, dass die Spieler nicht nur an die Offensive denken würden. "Unser gesamtes Abwehrverhalten hat sich stark verbessert." Trotzdem wollen sie beim TSV Münchingen den Ball vor dem Heimspiel gegen Tura Untermünkheim am Sonntag (14 Uhr, Kunstrasenplatz) flach halten. "Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Das war und ist unser erklärtes Saisonziel", bleibt der Trainer seiner Linie treu. Tura ist unter Zugzwang. Für die Truppe von Spielmacher Fredi Skurka zählt nur ein Sieg, um den Anschluss zu den Münchingern nicht zu verlieren.
Das wird schwer genug, denn der TSV spielt momentan nahezu ohne Schwächen. Angeführt von Leitwolf Andreas Kuch hat sich insbesondere die Abwehr enorm verbessert. Allen voran Gabriel Fota, der unauffällig aber praktisch fehlerlos spielt. "Der Gabi macht einen Super-Job", lobt sein Coach. Ein weiteres Erfolgsgeheimnis ist die starke Offensivabteilung um Dampfmacher Marc Pendl, der spielerisch die Fäden zieht. Nicht zu vergessen sind die drei Anconas. Lui hat sich seinen Stammplatz längst gesichert und Michele avanciert immer mehr zum Torjäger, der seine Chancen eiskalt ausnutzt.
Rohdiamant Roberto Ancona fühlt sich indes in der Jokerrolle pudelwohl. Er sorgt nach seinen Einwechselungen regelmäßig für Betrieb im gegnerischen Strafraum. Auch von den Neuzugängen ist Dietmar Seethaler inzwischen restlos überzeugt. Der aus Ditzingen gekommene Stürmer Tuncay Dilek sei ein Vorbild an Einsatzwillen und Kampfkraft im Angriff. Außerdem trifft er immer öfter ins Schwarze. So soll es auch gegen Untermünkheim weitergehen.

 

Münchingen wie ein Titelaspirant

Mit dem furiosen 3:0 (1:0)-Erfolg gegen Verfolger FV Löchgau sichert sich die Elf von Trainer Dietmar Seethaler die Herbstmeisterschaft. Kürsat Göktas trifft mit Köpfchen.

Von Daniel Renkonen


Der TSV Münchingen ist die Mannschaft der Stunde in der Fußball-Landesliga und neuer Herbstmeister. "Einfach Wahnsinn", sagte Trainer Dietmar Seethaler nach der gestrigen Galavorstellung seiner Münchinger auf Kunstrasen gegen den FV Löchgau.
Bezeichnend für die Partie war das 3:0 in der Schlussminute, als Roberto und Michele Ancona die gesamte Gästeabwehr im Alleingang austanzten. Der wieselflinke Roberto Ancona hatte auf dem Flügel den Turbo eingeschaltet und sich bis in den Strafraum durchgedribbelt. Dort blieb er an einem Abwehrbein hängen, spitzelte das Leder aber noch irgendwie zum mitgelaufenen Michele Ancona. Und der hämmerte das Leder aus sechs Metern unhaltbar zum umjubelten 3:0-Endstand in die Maschen. Danach war Schluss und Seethaler um die Erkenntnis reicher, dass seine Münchinger seit gestern ein ganz heißer Titelaspirant geworden sind. "Die Jungs spielen momentan nahezu perfekt", freute sich der TSV-Trainer.
Besonders die Abwehr um Leitwolf Andreas Kuch ließ den Löchgauer Stürmern nicht den Hauch einer Chance. So kamen die gewohnt spielstarken Gäste überhaupt nicht zur Entfaltung. Weder Salvatore Langella noch Peter Wiens konnten entscheidende Impulse setzen. Die größte Chance hatte noch der eingewechselte Baris Tökmel in der Schlussphase. Er war auf der Außenbahn frei durchgebrochen, zögerte beim Abschluss aber viel zu lange.
Ganz anders der TSV Münchingen, der wie ein Aufsteiger auftrumpfte. Durch schnelles Umschalten von Abwehr auf Angriff wurde die Löchgauer Abwehr immer wieder aus den Angeln gehoben. Fast jeder gefährliche Angriff lief über die Außenbahnen, wo die Münchinger ihren Gegnern immer einen Schritt voraus waren. Es dauerte allerdings bis zur 40. Minute, ehe der aufgerückte Verteidiger Andreas Kuch das Leder per Kopf zum 1:0 ins Netz jagte.
Nach der Pause folgte dann der große Auftritt des Kürsat Göktas, der sowohl als Vorbereiter als auch als Vollstrecker glänzte. Kurz nach der Pause stieg er nach einer Flanke am höchsten und wuchtete das Leder in der 47. Minute schulmäßig zum vorentscheidenden 2:0 in die Maschen. Göktas hatte nach seinem Tor doppelten Grund zur Freude. Denn es war sein erster Kopfballtreffer beim TSV Münchingen. Da staunte selbst Seethaler. "Ich hätte nie gedacht, dass er einmal per Kopf trifft."
Dazu glänzte er noch mehrmals als Vorbereiter. Den wohl schönsten Spielzug sahen die Fans in der 65. Minute. Nach einem Abwurf von Keeper Sven Pendl landete das Leder nach einer Zwischenstation bei Göktas. Dessen mustergültige Flanke wuchtete Stürmer Tuncay Dilek mit einem Flugkopfball nur um Zentimeter über den Kasten. Ein sehenswerter Spielzug, den die Fans mit Szenenapplaus quittierten.
Von der Spielstärke der Münchinger bekamen die rund 200 Zuschauer auf dem Kunstrasen gestern noch mehr zu sehen. Bei einer Szene forderten die Gastgeber vehement einen Strafstoß, als Löchgaus Keeper Markus Brosch den durchgebrochenen Harun Sever angeblich gefoult hatte. Die Pfeife des Schiedsrichters blieb allerdings stumm. Dietmar Seethaler war das letztlich egal. Für ihn war es gestern schon wie Weihnachten.

TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Kuch, Russo, Göktas, M. Pendl, Dilek (76. R. Ancona), M. Ancona, Sever, L. Ancona, M. Koch

 

Münchingen nutzt Pausenschlaf der NSU

Neckarsulmer Sportunion - TSV Münchingen 2:3 (0:1)

Bericht der Neckarsulmer Sportunion

Mit der Spitzenmannschaft aus Münchingen stellte sich eine Mannschaft im Pichterich vor, die von Beginn an zeigte, warum Sie ganz vorne in der Tabelle stehen. Offensiv ausgerichtet ließen sie die NSU sofort tief stehen, die ganz gefährlichen Aktionen blieben jedoch aus. Nach rund 25 Minuten konnte sich die NSU aus dieser Umklammerung befreien und spielte nun gleichwertig mit. Die erste nennenswerte Torchance hatten die Gäste, die einen Kopfball in der 31.Minute im Anschluß an einen Eckball nur um Zentimeter über das Gehäuse von NSU Keeper AK setzten. Praktisch im Gegenzug hatte Andic nach einer Standardsituation eine gute Gelegenheit, wurde jedoch im letzten Moment geblockt. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitestgehend, waren jedoch immer bemüht einen Trefer zu erzielen. Dieser fiel dann in der 41. Minute als Spielführer Pendl aus 30m mit einem fulminanten Schuß nahezu aus dem Nichts die Führung für die Gäste erzielte. Damit ging es in die Kabinen und das Unheil der NSU begann. Mit den Gedanken wohl noch in der Pause nutzten die Gäste den kollektiven Tiefschlaf der NSU aus, und erzielten in der 46. Minute durch Sever und in der 47. Minute durch Ancona die entscheidenden Treffer zum 0:2 bzw. 0:3. Die NSU brauchte lange um sich davon zu erholen, es spricht jedoch für diese Mannschaft, dass keinesfalls aufgegeben wurde. Eine Glanzparade des Gästekeepers in der 77. Minute bei einem wuchtigen Kopfball von Ralf Schmid war das Wecksignal - die Gäste verteidigten nur noch die komfortable Führung. Nach Querpass von Sinan Andic erzielte Steffen Elseg den Anschlußtreffer zum 1:3 (87.) Kapitän Aydin Cengiz verkürzte in der 90. Minute gar auf 2:3, die Treffer kamen jedoch zu spät. Die Gäste stehen zurecht in der Tabelle weit oben, die NSU darf sich gegen solch starken Gegner derartige Phasen wie nach der Pause nicht erlauben .

 

Nach der Halbzeit drehte Münchingen auf

TSV Münchingen - FC Heilbronn 4:1 (0:1)

Ein bisschen fühlte sich Dietmar Seethaler an das Spiel in Fellbach erinnert. "Nur ohne die disziplinarischen Maßnahmen mit den Auswechselungen zur Halbzeit", sagte der Münchinger Trainer. In der ersten Halbzeit spielten die Heilbronner diszipliniert und gingen durch Dieter Denisenko (20.) mit 1:0 in Führung. Nur zwei Minuten später köpfte ein Heilbronner aus fünf Metern am Münchinger Kasten vorbei. Doch auch die Seethaler-Elf ließ durch Tuncay Dilek (23.), Andreas Kuch (40.) und Michele Ancona (43.) hochkarätige Chancen aus. Erst in der zweiten Halbzeit drängten die Münchinger Heilbronn hinten rein. Die Folge: Harun Sever (72. und 88.), Domenico Russo (76.) und Dilek (82.) fuhren noch einen standesgemäßen 4:1-Sieg für den TSV ein. Seethaler: "Die zweite Halbzeit war wirklich gut. Auch die erste war nicht schlecht. Aber Heilbronn hat das geschickt gemacht."

TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Kuch, Koch (46. Russo), Göktas, M. Pendl, Dilek (84. Marcelles), M. Ancona, Sever, L. Ancona, Korusic (46. R. Ancona)

Zum Schluss half Aluminium

TSG Öhringen - TSV Münchingen 0:1 (0:1)

Auch nach dem Erfolg in Öhringen ist Münchingens Trainer Dietmar Seethaler überzeugt davon, dass der Gegner besser ist als sein Tabellenstand. Deswegen hatte er im Vorfeld dem Viertletzten auch die Favoritenrolle zugeschoben. Doch im Spiel auf dem kleinen Kunstrasen machten die Gäste schnell deutlich, dass sie über mehr Potenzial verfügen. Benny Korusic gab den ersten Warnschuss an den Pfosten bereits nach drei Minuten ab. Die Münchinger Defensive geriet aus dem Spiel heraus nie ernsthaft in Schwierigkeiten. Wenn, dann war die TSG mit Standards gefährlich. Beinahe hätte das auch noch zu einem Punktgewinn geführt. In der 90. Minute klatschte ein Freistoß an die Latte des TSV-Tores.

Dabei hätte die Seethaler-Elf schon viel früher alles klar machen müssen. Marc Pendl traf in der ersten Hälfte aus spitzem Winkel nur das Außennetz , und erst Tuncay Dilek traf in der 45. Minute zum 1:0, nachdem er spekuliert hatte und in einen Querpass des Gegners gelaufen war. Auch im zweiten Durchgang verzeichnete Münchingen ein klares Chancenplus. Roberto Ancona schob das Leder aus fünf Metern am langen Pfosten vorbei, Pendl, Michele Ancona und Harun Sever vergaben weitere gute Möglichkeiten.

TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Kuch, M. Koch, Göktas M. Pendl, Dilek (70. R. Ancona), M. Ancona, Sever, Russo, Korusic (88. Espenschied).

 

Münchingen stürzt Tabellenführer

Beim 3:0 (2:0) gegen die SG Sonnenhof Großaspach II liefert der TSV sein bestes Heimspiel ab. Konterfußball wie aus dem Lehrbuch bringt spielstarke Gäste aus dem Tritt.

Von Daniel Renkonen


Michele Ancona hatte gestern im Netzbrunnenstadion seinen großen Auftritt. Es lief die 32. Minute, als Münchingens Stürmer die Fans mit einem Traumtor förmlich verzauberte. Der nimmermüde, aber glücklose Tuncay Dilek hatte sich den Ball in Höhe der Mittellinie erkämpft. Danach stocherte er ihn zu Gabriel Fota, der Ancona auf die Reise schickte. Es folgte ein Sololauf über das halbe Spielfeld und ein kerniger Flachschuss ins lange Eck. Der Rest waren Jubel pur und das 2:0. Die Vorentscheidung einer sehenswerten Partie, in der sich der Spitzenreiter aus Großaspach zu sehr auf seine Fußballkünste verließ.
Denn genau davor hatte Münchingens Trainer Dietmar Seethaler seine Jungs gewarnt: "Wenn ihr sie spielen lasst, geht ihr unter", lautete die Devise. Und seine Mannschaft setzte die Vorgaben nahezu perfekt um, indem die Räume im Strafraum geschickt zugestellt wurden. Lediglich in der Anfangsphase wackelte die Münchinger Abwehr um den erneut starken Andreas Kuch ein ums andere Mal. Die Folge waren zwei Großchancen durch Simon Skarlatadis - seinen Schuss kratzte Gabriel Fota von der Linie - und Labinot Cottaku. Letzterer traf den Ball im Strafraum nicht richtig.
Harun Sever machte es auf der Gegenseite besser. Nach einer Ecke wuchtete er das Leder per Kopf in die Maschen zur 1:0-Führung in der 21. Minute. Sever hätte schon in der zweiten Minute sein Tor machen müssen, als er einen katastrophalen Fehlpass von SG-Schlussmann Patrick Demut nicht im leeren Tor unterbrachte. Der individuelle Patzer von Demut war symptomatisch für das Großaspacher Spiel. Die Gästespieler waren spätestens am Münchinger Strafraum mit ihrem Latein am Ende und jagten die Bälle gleich mehrfach über oder neben das Tor. Einen besonders schwarzen Tag hatte Stürmer Jefferson Barbosa da Cruz erwischt, der von Trainer Markus Gentner Mitte der zweiten Hälfte vorzeitig aus dem Spiel genommen wurde. Er machte gegen Münchingens Innenverteidiger Kuch keinen Stich.
Anders die Münchinger. Mit überfallartigen Kontern wurden die Gäste immer wieder in Verlegenheit gebracht. Mit etwas Glück hätten Marc Pendl und Harun Sever sogar noch vor der Pause auf 3:0 erhöhen können. Auch nach dem Wechsel fand der Spitzenreiter nicht ins Spiel zurück. Gegen die starke Münchinger Abwehr um Kuch und Fota war einfach kein Durchkommen. Zudem hatte Michele Ancona einen Sahnetag erwischt. Mitten in die Drangphase von Sonnenhof erzielte er das viel umjubelte 3:0, dem erneut ein Stellungsfehler in der Gästeabwehr vorausgegangen war. Nach einem Kopfball von Sever nutzte der Torjäger das Durcheinander im Strafraum aus. Mit einem Abstauber aus kurzer Distanz machte er in der 77. Minute mit dem 3:0 alles klar.
"Wir haben heute die Tore zum richtigen Zeitpunkt geschossen", freute sich Seethaler über den wichtigen Dreier. Sein Trainerkollege Markus Gentner wirkte dagegen ratlos. Zwar brachte die Einwechselung von Sören Singer noch einmal mehr Schwung ins Spiel, aber im Abschluss gelang auch dem Joker nichts mehr.
Die Münchinger wollen ihre starken Heimleistungen gegen Ingersheim und Sonnenhof Großaspach nun auch auswärts bestätigten. Am nächsten Wochenende geht es zur TSG Öhringen. Die Öhringer gehören zum heißen Kreis der Abstiegskandidaten. Folglich zählt für Dietmar Seethaler nur ein Sieg. "Wenn wir da nicht gewinnen, war der ganze Sieg gegen Großaspach heute gar nichts wert", steht für den ehrgeizigen Coach fest.

TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Kuch, M. Koch, Göktas M. Pendl (83. Ph. Espenschied), Dilek (77. Russo), M. Ancona, Sever, L. Ancona, Korusic (67. R. Ancona).

 

Münchingen dreht 0:2 zur Pause zum 2:2

Der TSV wacht in der Landesliga beim SV Fellbach erst nach Wiederanpfiff auf


Der SV Fellbach ist bisher in der Ladnesliga vorne dabei, obschon sie auswärts zuletzt dreimal in Folge verloren haben. Doch mit den Auswärtsniederlagen steigt bei Heimspielen der Druck. Die Männer um Trainer Lothar Buckenberger müssen im Max-Graser-Stadion gewinnen, um den Rückfall ins Mittelfeld der Tabelle zu vermeiden. Gestern Abend ist die Fellbacher Mannschaft mit dem Druck ganz gut zurechtgekommen. Doch zu mehr als einem 2:2-Unentschieden hat es trotz einer 2:0-Führung zur Halbzeit nicht gereicht.
Zunächst entwickelte sich eine ausgeglichene Partie - bis zur 11. Minute. Dann hatte der SV Fellbach die erste Doppelchance. Einmal war es Maximilian Hoffmann und nach dem darauf folgenden Eckball Nico Hinderer per Kopf. Nur drei Minuten später hatte Dennis König die nächste Möglichkeit, auf die Mario Marinic (16.) das vermeintliche 1:0 folgen ließ. Doch Schiedsrichter Stefan Jenninger gab das Tor wegen einer Abseitsstellung nicht. Die bis dahin beste Chance vergab der SVF dann in der 18. Minute, als Markus Kärcher fünf Meter vor dem Tor frei stehenMünchingens Torhüter Sven Pendl anköpfte. Erst in der 21. Minute machte es Dennis Fürst besser: Nach einem Solo schoss er zum 1:0 ein. Sven Pendl war zwar noch dran, konnte den Ball jedoch nicht mehr um den Pfosten lenken. In der Folge dominierte der Gastgeber das Spiel. Folgerichtig erhöhte in der 33. Minute Mario Marinic mit einem Heber über Sven Pendl zum 2:0. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte er sogar die Gelegenheit, auf 3:0 zu erhöhen. Doch der Ball flog nach seinem Fernschuss knapp über das gegnerische Gehäuse.
Die Halbzeitpause schien Münchingens Trainer Dietmar Seethaler sinnvoll genutzt zu haben, erzielten die Gäste doch unmittelbar nach Wiederanpfiff das 1:2 durch einen direkt verwandelten Freistoß des ehemaligen Fellbachers Kürsat Göktas (47.). Das Gegentor brachte den Gastgeber völlig aus dem Konzept. Das nutzte Philipp Espenschied in der 56. Minute zum 2:2-Ausgleich: Er überwand SVF-Schlussmann Oliver Hirschmann aus spitzem Winkel. Danach spielte vor allem noch eine Mannschaft: der TSV Münchingen. Doch trotz einiger Chancen blieb es beim 2:2.

TSV Münchingen: S. Pendl, Göktas, Fota, Kuch, L. Ancona, Koch, R. Ancona (46. Espenschied), M. Ancona (46. Russo), Korusic, M. Pendl (46. Dilek), Sever

Galavorstellung gegen Ingersheim

TSV Münchingen - Ingersheim 5:2 (4:0)

Mit einer Galavorstellung hat sich der TSV Münchingen gegen Ingersheim den Frust von der Seele geschossen. "Die Jungs haben heute endlich gezeigt, was sie können", freute sich TSV-Trainer Dietmar Seethaler. Bevor der starke Aufsteiger überhaupt ins Spiel kam, war die Partie schon gelaufen. Den Torreigen eröffente Roberto Ancona mit einem fulminanten Linksschuss unter die Latte (10.). "Ich habe gar nicht gewusst, dass Roberto so hart schießen kann", wunderte sich sein Trainer.

Danach waren die Hausherren nicht mehr zu bremsen. Nach einer Notbremse des Gästekeepers zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Ein Fall für Marc Pendl, der zum 2:0 verwandelte. Nur fünf Minuten später war Pendl erneut zur Stelle. Und als Michele Ancona kurz vor der Pause das 4:0 markierte, war Ingersheims Coach Thilo Koch restlos bedient. Seine Elf kam durch ein Wembley-Tor von Philipp Sturm zwar noch einmal zum Anschlusstor (70.). Doch fünf Minuten später vollstreckte der eingewechselte Tuncay Dilek zum umjubelten 5:1. Das 5:2 durch Adrian Sedlmaier in der Nachspielzeit war nur Ergebniskosmetik.

TSV Münchingen: S. Pendl, Göktas, Fota, Kuch, L. Ancona, M. Koch, R. Ancona (85. Marcellis), M. Ancona, Korusic (70. Russo), M. Pendl, Sever (60. Dilek).

Debakel in Schwäbisch Hall

Spfr. Schwäbisch Hall - TSV Münchingen 6:0 (2:0)

Die Enttäuschung stand Münchingens Trainer Dietmar Seethaler ins Gesicht geschrieben. Es war nicht so sehr die Höhe der Niederlage. Was ihn besonders frustrierte, war die Art und Weise, wie sich seine Mannschaft am Ende in ihr Schicksal fügte. "Nach dem 3:0 waren das fast schon Auflösungserscheinungen. Da sind dann alle Dämme gebrochen." Die TSV-Spieler hatten scheinbar immer noch die Hoffnung, ein 0:3 in Schwäbisch Hall umbiegen zu können - und wurden böse ausgekontert. Nach den Treffern von Fabian Kalis (71., 88.) und Patrick Beck (80.) war schließlich das halbe Dutzend voll.

Die Gastgeber hatten schon im ersten Durchgang losgelegt wie die Feuerwehr. Die Folge des Dauerdrucks: Siegfried Waldbüßer köpfte bereits in der sechsten Minute ein, Tilman Naundorf war nur vier Minuten später mit einem Flachschuss aus 16 Meter zum 2:0 erfolgreich. Das Münchinger Motto: immer nur dabei statt mittendrin. Bis zur 65. Minute hatte die Mannschaft dann sogar etwas mehr Spielanteile, aber nur eine echte Chance durch Roberto Ancona. Als Stefan Beez zum 3:0 traf (65.), gab sich die Mannschaft auf.

TSV Münchingen: Reinhold, Göktas, Fota, Kuch, Sever, Koch, Russo (60. Bayazit), Korusic (75. Dilek), R. Ancona (70. Marcellis), M. Pendl, M. Ancona.

2:0 Führung verschenkt

TSV Münchingen - FV Künzelsau 2:2 (2:1)

Zwei Heimspiele in Folge - zwei Punkte: der TSV Münchingen tritt auf der Stelle. Trainer Dietmar Seethaler weiß auch, warum: "Unsere Kreativabteilung ist gerade nicht so präsent wie sie sein sollte. Wir haben zu viele Ballverluste im Mittelfeld." Vielleicht ist es aber auch der fehlende Wille, die Punkte unbedingt zuhause behalten zu wollen. Gegen Künzelsau schien alles von ganz alleine zu laufen. Der TSV hatte in der Anfangsphase zwei Möglichkeiten - und führte mit 2:0. Marc Pendl legte nach sechs Minuten vor, Benjamin Korusic steuerte den zweiten Treffer bei (15.). Ganz so einfach wollten es die Gäste dem Seethaler-Team aber doch nicht machen. Steffen Kurz gab mit einem Freistoß den ersten Warnschuss ab. Und der landete nach 23 Minuten gleich im Münchinger Netz. Der Heimmannschaft gelang es in der zweiten Hälfte nicht mehr, den Hebel umzulegen. Seethaler: "Da waren wir ganz schlecht." Künzelsau spielte mutig nach vorne und wurde mit dem Treffer von Nubar Diri (70.) belohnt. Aufregung noch einmal, als den Gastgebern in den Schlussminuten vermeintlich ein an Korusic verursachter Elfmeter verwehrt wurde. Seethaler sah"s nach der Partie gelassen: "Das wäre nicht verdient gewesen, wenn wir noch gewonnen hätten."

TSV Münchingen: Reinhold, Sever, Fota, Kuch, L. Ancona, Koch (46. R. Ancona), Göktas, Korusic, M. Ancona, M. Pendl (65. Bayazit), Dilek.

 

Gerechtes Remis gegen starke Bretzfelder

TSV Münchingen - Bretzfeld 1:1 (0:1)

Eine Überraschung war es nicht, dass die Gäste mit einer überaus defensiven Grundformation ihr Glück versuchten. Das bisherige Torverhältnis von 7:4 ließ nichts anderes vermuten. Münchingens Trainer Dietmar Seethaler jedenfalls sah sich bestätigt: "Die haben ja nur mit einem halben Stürmer gespielt." Mit Glück und Können hielten die Gäste ihren Kasten eine Stunde lang sauber. Das hatten sie allerdings auch dem Pech und Unvermögen des Gegners zu verdanken. Denn Chancen gab es genug für den TSV Münchingen. Roberto und Michele Ancona scheiterten am glänzend reagierenden Bretzfelder Schlussmann. Im zweiten Durchgang köpfte Kürsat Göktas aus fünf Metern vorbei, ein Aufsetzer aus kurzer Distanz von Michael Koch sprang noch über den Querbalken, und auch der Lupfer von Harun Sever war etwas zu hoch angesetzt.
Und weil die Gastgeber bei einem Eckball nicht aufgepasst hatten, liefen sie zunächst einmal einem Rückstand hinterher (15.). Es hätte noch schlimmer kommen können. Der für Sven Pendl im Tor spielende Philipp Reinhold (Seethaler: "Das war eine Bauchentscheidung, um vielleicht auch mal ein Zeichen zu setzen. Aber der Leistungsgedanke gilt auch für die Torhüterposition") klärte reaktionsschnell in einer Eins-gegen-eins-Situation. Im Spiel der verpassten Chancen blieb es Marc Pendl vorbehalten, mit seinem Tor in der 60. Minute wenigstens noch den Punktgewinn zu ermöglichen.

TSV Münchingen: Reinhold, Fota, Sparka, Kuch, L. Ancona (70. Korusic), Göktas, Koch, R. Ancona, M. Ancona (85. Neuwirth), Dilek (65. Sever), M. Pendl

KSG gewinnt turbulentes Derby

Die Gerlinger wachsen beim 4:2 (1:1) gegen den TSV Münchingen über sich hinaus und stecken zwei Platzverweise weg. Schiedsrichter sorgt für Eklat mit Trainer Michael Mieck.

Von Daniel Renkonen


Es gibt Fußballspiele, die so schnell keiner vergisst. Das Derby der KSG Gerlingen gegen den TSV Münchingen gehört dazu. Nach einer halben Stunde drohte die Partie vor 250 Zuschauern zu eskalieren, nachdem Schiedsrichter Sascha Wirth gleich zwei Gerlinger mit Rot vom Feld geschickt hatte. Zunächst erwischte es Daniel Zierz nach einem Foulspiel. Nur sieben Minuten später soll KSG-Torjäger Fabian Ruf den Unparteiischen beleidigt haben.

Gerlingens Trainer Michael Mieck rastete anschließend am Spielfeldrand aus. Er beschimpfte den Mann in Schwarz derart, dass die Partie für mehrere Minuten unterbrochen wurde. Die Spieler auf dem Feld reagierten fassungslos. Minutenlang herrschte auf der Schillerhöhe das blanke Durcheinander, nachdem die KSG durch einen Sonntagskracher von Christian Butz aus 35 Metern in den Torwinkel das 1:0 markiert hatte (24.). Der Tabellenführer aus dem Strohgäu hatte bis zum Kartenfestival kein Bein auf den Rasen gebracht. Miecks Taktik, die Räume vor dem eigenen Strafraum zuzustellen, war wie in den vorangegangen Partien gegen Münchingen erneut aufgegangen.

Doch nach dem Ausgleich von Benjamin Korusic in der 29. Minute aus abseitsverdächtiger Position schien sich das Blatt vollends zu wenden. Selbst die KSG-Fans dürften keinen Pfifferling mehr auf ihr dezimiertes Team gesetzt haben. Nur die Gerlinger stemmten sich mit vereinten Kräften gegen die drohende Niederlage. Dagegen wirkten die Münchinger trotz zweifacher Überzahl phasenweise wie gelähmt. Fast alle Angriffsaktionen blieben Stückwerk. Anders die Gerlinger, bei denen Stürmer Adnan Akcan als Alleinunterhalter im Angriff zum Matchwinner wurde.

Kurz nach der Pause fasste er sich zunächst ein Herz. Nach einem feinen Dribbling war er Michael Sparka im Strafraum enteilt, so dass dieser die Notbremse ziehen musste. Elfmeter. Emanuele di Natale schickte TSV-Keeper Sven Pendl ins falsche Eck - 2:1 (49.). Zu allem Überfluss sah Michael Koch wegen Meckerns in der gleichen Minute die Gelb-Rote Karte. Die Freude währte ganze vier Minuten. Dann konnte der aufgerückte Andreas Kuch nach einer Ecke per Kopf für Münchingen ausgleichen. Und wieder glaubten viele, dass der Spitzenreiter die dezimierten Gerlinger nun in der eigenen Hälfte einschnürt. Trainer Dietmar Seethaler zog mit Stürmer Tuncay Dilek seinen letzten Trumpf aus dem Ärmel. Der Ex-Ditzinger kam für den glücklosen Michele Ancona. Doch auch er hing wie die anderen Angreifer in der Luft. Außer einem gefährlichen Flachschuss von Marc Pendl brachten die harmlosen Gäste kaum etwas zustande.

Es folgte der große Auftritt von Akcan. An Freund und Feind jagte er einen Freistoß aus 30 Metern Entfernung flach in die Maschen (75.). Und als Christian Butz nach einer weiten Flanke per Kopf aus drei Meter gar auf 4:2 erhöhte (81.), waren die Münchinger geschlagen.

KSG Gerlingen: Becker, Schröder, Zierz, Gann, Schmid, Butz, Sprenger (73. Erbst), di Natale, Brändle (90. Kraft), Ruf, Akcan (86. Schmidt).

TSV Münchingen: S. Pendl, Fota (46. R. Ancona), Kuch, Koch, Sparka, Göktas, M. Pendl, M Ancona (62. Dilek), Sever, L. Ancona, Korusic (84. Mercelles).

 

Münchingen nach Zittersieg jetzt Spitze

TSV Münchingen : TSG Backnang 1:0 (1:0)

Beim 1:0-Erfolg im Spitzenspiel gegen die TSG Backnang zeigen beide Mannschaften Magerkost.

Von Daniel Renkonen


Die Szene war symptomatisch für die gesamte Partie. In der Nachspielzeit läuft Michele Ancona allein auf das leere Backnanger Tor zu, um alles klarzumachen. Doch was macht der Münchinger Stürmer? Anstatt auf den freistehenden Tuncay Dilek quer zu legen, schiebt er den Ball aufreizend locker Richtung Tor, wo ihn ein Backnanger Abwehrspieler noch abblocken kann. "Über diese Szene werden wir noch einmal in aller Ruhe sprechen", sagte Münchingens Trainer Dietmar Seethaler, dessen Team nach dem glanzlosen Erfolg nun punktgleich mit Fellbach an der Tabellenspitze steht.
Es spricht für die Münchinger, dass sie auch schwächere Spiele gewinnen können. Denn spielerisch brachten Seethalers Himmelsstürmer am Samstag im Netzbrunnenstadion kein Bein auf den Boden. "Das war die schlechtes Saisonleistung, daran gibt es überhaupt nichts zu deuteln", stellte der Trainer klar. Zum Glück für die Münchinger übertrafen sich die Backnanger im Torabschluss an Harmlosigkeit. Allein nach 20 Minuten hätte es nach Chancen bereits 3:0 für die Gäste stehen müssen. Schon in der 4. Minute hätte Jan Demmler für die Gäste aus dem Remstal treffen müssen. Doch er jagte das Leder freistehend aus acht Metern am Tor vorbei. Weitere fünf Minuten später versagten Felix Drab freistehend die Nerven. Nach einer mustergültigen Flanke setzte er einen Kopfball-Aufsetzer aus vier Metern am Kasten vorbei. Für die Backnanger war es zum Haare raufen, zumal TSV-Keeper Sven Pendl mit einer Faustabwehr einen Direktschuss von Adis Skenderovic gerade noch wegfausten konnte.
Und die Münchinger? Von ihnen war nach einer anfänglichen Offensive fast überhaupt nichts zu sehen. Geschickt machten die Backnanger die Räume eng, so dass das Münchinger Kurzpassspiel schon im Ansatz hängen blieb. "Wir sind heute einfach nicht in das Spiel gekommen", räumte Seethaler hinterher ein. Nur einmal war Harun Sever seinen Abwehrspielern entwischt. Kurz darauf markierte er in der 24. Minute das goldene Tor, als er das Leder von der Strafraumkante unhaltbar unter die Latte hämmerte. Backnangs Keeper Marcel Hinterkopf bekam nicht einmal mehr die Fäuste dazwischen.
Nach dem Wechsel verwalteten beide Teams das Spiel. Die Münchinger wollten nicht und die TSG konnte offenbar nicht mehr. Nur in der 78. Minute mussten die TSV-Fans noch einmal den Atem anhalten, als Felix Nothacker im Strafraum frei zum Schuss kam, aber der überragende Andreas Kuch noch dazwischen grätschen konnte.

TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Kuch, M. Koch, Russo (30. R. Ancona), Sparka, Göktas, M. Pendl (68. Korusic), Sever (87. Dilek), M. Ancona , L. Ancona.

Der Gastgeber war überfordert

SV Unterweissach - TSV Münchingen 1:5 (0:2)

Keine große Mühe hatten die Münchinger in Unterweissach. "Wir hätten auch acht oder neun Tore machen können. Das Ergebnis spiegelt absolut den Spielverlauf wieder", erklärte TSV-Trainer Dietmar Seethaler. "Nur das Gegentor wurmt mich. Das war ein Konzentrationsproblem." Der Treffer fiel in der 60. Minute beim Stand von 3:0 für Münchingen. Ein Unterweissacher überlief die Münchinger Hintermannschaft. Harun Sever (22.), Benjamin Korusic (35.), Tuncay Dilek (55. und 80.) sowie Kürsat Göktas (62.) schossen den deutlichen 5:1-Sieg heraus.

TSV Münchingen: Reinhold, Göktas, Kuch, Fota, L. Ancona, Russo, Sparka (46. Marcelles), Koch, Korusic (70. M. Pendl), M. Ancona, Sever (46. Dilek)

 

Die Kräfteverhältnisse sind eindeutig

TSV Münchingen : TSF Ditzingen 5:2 (2:1)

Fast schon erwartungsgemäß hat der TSV Münchingen gestern Abend die TSF Ditzingen in der Landesliga mit 5:2 bezwungen. Die Gastgeber taten sich aber im ersten Durchgang nach dem zwischenzeitlichen 1:1 schwer.

Von Andreas Klingbeil


Am Ende fiel der Münchinger Sieg gegen die neu formierte Ditzinger Mannschaft standesgemäß aus. In der Nachspielzeit schloss Michele Ancona einen Konter mit dem 5:2 ab. Ein unrühmlicher Höhepunkt für die TSF. Denn Verteidiger Alparslan Biyik sah nach dem Treffer auch noch die Rote Karte. Die spielerisch und läuferisch unterlegenen Gäste wurden damit hart bestraft, hatten sie sich doch trotz des Rückstandes nie aufgegeben. Allerdings: ernsthaft gefährden konnten sie die Mannschaft von Trainer Dietmar Seethaler zu keiner Phase. Immer wenn Münchingen schnell und direkt kombinierte, wurde es für den Gegner gefährlich. Doch das passierte letztlich viel zu selten. Seethaler hatte dies wohl ganz ähnlich gesehen, als er 17 Minuten vor dem Abpfiff seinem Abwehrroutinier Andreas Kuch zurief: "Andi, macht nochmal Tempo!" Nur zwei Minuten später trafen seine Schützlinge prompt zum 4:1. Denis Marcelles war zwar zunächst am Ditzinger Heiko Barthelmeß gescheitert, doch den Abpraller lupfte Michele Ancona gekonnt über den herausgeeilten Schlussmann hinweg ins leere Tor.

Hatte Barthelmeß in dieser Szene gut reagiert, sah er bei der Münchinger Führung äußerst unglücklich aus. Ein direkt geschossener Freistoß von Kürsat Göktas passierte die Mauer, im Torwarteck ließ Barthelmeß den Ball unter den Armen hindurch ins Netz rollen. Umso überraschender fiel der Ausgleich. Die TSF hatten noch nicht ein einziges Mal aufs Tor geschossen, da sprach ihnen Schiedsrichter Achim Weissert einen zweifelhaften Handelfmeter zu. Dem unsicher wirkenden Gabriel Fota war der Ball zwar an die Hand gesprungen. Allerdings hatte ihn zuvor August Bohn zu hart angegangen. Paulo Bayrak störte sich daran nicht und verwandelte zum Ausgleich (24.).

Münchingen verlor für eine knappe Viertelstunde den Faden, wirkte ratlos. Eine schnelle Aktion brachte schließlich erneut die Führung. Benjamin Korusic hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt. Sein Pass nach innen fand in Michael Koch einen dankbaren Abnehmer (37.). Der Vorbereiter musste im zweiten Durchgang draußen bleiben. Für ihn war Harun Sever gekommen. Ein Wechsel, der sich nur wenig später auszahlte. Michele Ancona setzte sich gegen drei Ditzinger durch, legte für Sever auf, der mit einem trockenen Flachschuss zum 3:1 abschloss (56.). Die Ditzinger Bemühungen wurden nach dem vierten Gegentreffer noch mit dem 2:4 durch Bayrak belohnt (76.), als er einen Freistoß direkt verwandelte. Dies war allerdings überhaupt erst der zweite Ball, den Sven Pendl auf sein Tor bekam. Erst in der Schlussphase hatte er Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Bei den Versuchen von Patrick Philipp (87.) und August Bohn (90.) parierte er sicher. Münchingen erfüllte vor rund 400 Zuschauern seine Pflicht, muss sich aber noch steigern, wenn sich das Team in der vorderen Tabellenhälfte etablieren will.

TSV Münchingen: S. Pendl, L. Ancona, Kuch, Fota, Göktas, Sparka, R. Ancona (65. Marcelles), M. Ancona, Koch, Korusic (46. Sever), M. Pendl (68. Russo)

TSF Ditzingen: Barthelmeß, Rainer, Bauer, Pugar, Biyik, Güc (63. Ungerer), Philipp, Bohn, Ceserano (72. Tanribuyurdu), Bayrak, Lembeck (57. Addi)

 

 

Zwei Elfmeter bringen die Entscheidung

Münchingen holt in Untermünkheim ein 1:1-Unentschieden.

Von Michael Nachreiner


Eine überaus disziplinerte Vorstellung hat Fußball-Landesligist TSV Münchingen in Untermünkheim abgeliefert. Die Tura-Offensivfußballer haben die Münchinger nie zur Entfaltung kommen lassen. "Alle Spieler haben in der Defensive sehr gut gearbeitet. Und unser Torwart Sven Pendl war überragend, wenn er etwas zu tun bekam, was allerdings nicht oft geschah", erklärte Dietmar Seethaler. Das Einzige, was der TSV-Trainer zu bemängeln hatte, war, dass seine Spieler mit ihren Chancen zu schlampig umgingen: "Den letzten Ball haben wir oft zu unkonzentriert gespielt. Und in zwei oder drei Überzahlsituationen haben wir uns nicht clever genug verhalten." Dennoch fühlte sich das 1:1-Unentschieden fast an wie ein Sieg, sagte Seethaler.

Dabei mussten die Münchinger gleich zu Beginn einen Rückschlag hinnehmen. Nach gerade einmal neun Minuten lagen sie bereits 0:1 zurück. Gabriel Fota und Andreas Kuch hatten sich mit einem Untermünkheimer ein Laufduell in den eigenen Strafraum hinein geliefert. Auch Sven Pendl stürzte aus dem Kasten heraus. Beim Versuch, sich den Ball zu angeln, berührte er wohl den Untermünkheimer. Der fiel, und Schiedsrichter Karl Höfer zeigte auf den Punkt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Untermünkheims Kapitän Markus Klässing sicher zur Führung für die Tura. Ab der 30. Minute übernahmen allerdings die Münchinger das Kommando in Untermünkheim. Doch zwingend kamen sie nie vor das Tura-Gehäuse. Entweder sie wurden abgeblockt, vertendelten im entscheidenden Moment den Ball oder die Pässe fanden nicht den Mitspieler.

In der 70. Minute hatte die Mannschaft von Seethaler zudem Glück. Untermünkheims Stürmer Duane Collins setzte sich einmal durch. Es war die einzige Szene, in der sich der sonst so treffsichere Angreifer gefährlich vor dem Münchinger Torwart auftauchte. Doch Sven Pendl bewahrte den TSV mit einer reflexartigen Abwehr mit dem Fuß vor dem vorentscheidenden 0:2. Seethaler: "Das wäre es sonst gewesen."

Stattdessen erzielte Münchingens Stürmer Marc Pendl in der 86. Minute per Foulelfmeter den Ausgleich. Der von den TSF Ditzingen nach Münchingen gewechselte Tuncay Dilek hatte sich den Ball am gegnerischen Strafraum erkämpft und war im Strafraum gelegt worden. Eine Schrecksekunde gab es noch in der 88. Minute. Nach einem Zusammenprall mit Torhüter Sven Pendl blieb Untermünkheims Fredi Skurka verletzt liegen. Er musste mit dem Krankenwagen in eine Klinik gebracht werden. Dort stellte sich heraus, dass der Tura-Spielertrainer sich zwei Rippen gebrochen und eine Lungenquetschung erlitten hat.

TSV Münchingen: S. Pendl, L. Ancona, Kuch, Fota (80. Bayazit), Göktas, Koch, Sparka, R. Ancona (70. Korusic), Sever (75. Dilek), M. Ancona, M. Pendl

 

"Bestes Spiel, das ich von Münchingen gesehen habe"

TSV scheitert in der dritten Runde des WFV-Pokals gegen Untermünkheim mit 3:4 nach Verlängerung.

Von Michael Nachreiner

Die Niederlage von Samstagabend hat Dietmar Seethaler auch einen Tag danach noch nicht ganz verkraftet. "Es ist deprimierend, wenn man nach so einer Leistung verliert. Das war das beste Spiel, das ich von meinen Jungs gesehen habe, seit ich sie trainiere", sagte der Münchinger Trainer. Doch am Ende hat es nicht ganz gereicht. In der dritten Runde des Verbandspokals unterlagen die Münchinger bei Tura Untermünkheim mit 3:4 nach Verlängerung (3:3; 1:2).
In den ersten zehn Minuten schnürten die Untermünkheimer die Gäste ein. Mit Glück hielten die Münchinger aber das 0:0. Denn der pfeilschnelle Stürmer Jan Schreiner tauchte zweimal frei vor Sven Pendl auf. Doch der TSV-Torwart hielt einmal, einmal schob Schreiner den Ball am Pfosten vorbei. Besser machten es da die Münchinger. In der 15. Minute schloss Michele Ancona einen Konter zum 1:0 ab. Nur fünf Minuten später hätte Harun Sever weiter erhöhen können. Doch sein Kopfball aus drei Metern war direkt auf den Torwart gezielt. Das Tor erzielten aber die Hausherren. Andreas Volz glich in der 25. Minute aus. Danach erhöhten die Untermünkheimer den Druck und hatten mehr vom Spiel. Etwas Zwingendes brachten sie aber nicht zustande. Auch das 2:1 (40. Minute) erneut durch Volz war eher ein Zufallsprodukt.
Nachdem Sever den 2:2-Ausgleich (49. ) erzielt hatte, dominierten die Münchinger das Spiel. Der Münchinger Stürmer war mustergültig durch die Schnittstelle zwischen Innen- und Außenverteidigung frei gespielt worden und verwandelte eiskalt. Auch in der 55. Minute war Sever wieder zur Stelle. Nach einer schönen Kombination durch die Mitte erhöhte er auf 3:2.
"Danach kam die Schiedsrichterin ins Spiel", echauffierte sich Seethaler. Zunächst blieb Anita Cohans Pfeife stumm, als Sever im Strafraum umgestoßen wurde (60.). Dann unterbrach sie das Spiel, als Michele Ancona sich den Ball selbst vorgelegt hatte (65.). Der Linienrichter hatte die Fahne gehoben, da er dachte, Michele Ancona würde Sever anspielen. Seethaler: "Hätten wir da ein Tor erzielt, wäre die Sache gegessen gewesen." Stattdessen ging Gabriel Fota bei einer Flanke im eigenen Strafraum mit der Hand zum Ball. Markus Klässing verwandelte den Handelfmeter zum 3:3. In den letzten zehn Minuten spielten beide Teams auf Sieg. Michael Sparka hätte durch zwei Kopfbälle sogar für die Entscheidung sorgen können (84. und 88.).
In der Verlängerung dominierten die Abwehrreihen, bis Fredi Skurka sich in der 117. Minute ein Herz fasste. Der Untermünkheimer Spielertrainer zog aus rund 40 Metern ab. Der Ball senkte sich zum 4:3-Siegtreffer über Sven Pendl direkt unter die Latte.

TSV Münchingen: S. Pendl, Fota, Kuch (80. M. Pendl), Sparka, L. Ancona, Koch, Göktas (115. Bayazit), R. Ancona (75. Neuwirth), Korusic (46. Marcelles), M. Ancona, Sever

 

Kuch und Pendl schießen TSV in dritte Runde

Artikel aus der Strohgäu Extra vom 06.08.2009

Münchingen siegt gestern Abend mit 3:1 nach Verlängerung im Verbandspokal gegen Backnang.

Von Michael Nachreiner


Als der TSV Münchingen schon Mitte der zweiten Halbzeit am Ende der Kräfte schien, schalteten die Spieler von Trainer Dietmar Seethaler nochmal einen Gang hoch und rangen die TSG Backnang nieder. Die Münchinger gewannen gestern Abend in der zweiten Runde des WFV-Pokals verdient mit 3:1 (1:1; 0:1) nach Verlängerung. Andreas Kuch brachte die Hausherren mit zwei Treffern auf die Siegerstraße. Zunächst erzielte der Innenverteidiger in der 70. Minute den 1:1-Ausgleich. Nach einer Vorlage von Michael Sparka zog er trocken von der Strafraumgrenze ab und ließ Marcel Hinterkopf im Backnanger Tor keine Chance. Dann staubte er in der zweiten Minute der Verlängerung zum 2:1 ab. Nach einem Freistoß von rechts segelte Hinterkopf unter dem Ball durch. Ein Münchinger brachte das Leder im Gewühl wieder vor den leeren Kasten, wo Kuch völlig frei stand. Den Schlusspunkt zum 3:1-Endstand setzte Marc Pendl. Der Stürmer bekam in der 110. Minute den Ball im Mittelfeld, spielte zwei Backnanger aus und ließ auch dem Torwart keine Chance. Danach ergaben sich die Backnanger in ihr Schicksal.

In der dritten Pokalrunde wartet auf den TSV Münchingen wieder eine weite Auswärtsfahrt. An diesem Samstag (17 Uhr) treten sie wie in der ersten Pokalrunde im Hohenlohischen bei Tura Untermünkheim an. Seethaler: "Es ist schade, dass wir schon wieder so weit fahren müssen. Außerdem haben wir Untermünkheim gleich wieder am ersten Spieltag der Landesliga zwei Wochen später." Die Untermünkheimer hatten Verbandsliga-Aufsteiger VfB Neckarrems mit 2:0 bezwungen.

Nach einer Abtastphase in den ersten zehn Minuten der Partie waren die Münchinger dann besser ins Spiel gekommen. Einen ersten Warnschuss gab Marc Pendl in der 12. Minute ab. Luigi Ancona war von links in die Mitte gezogen. Der Backnanger Bortasz Stawski hatte das Bein stehen lassen. Den fälligen Freistoß aus rund 17 Metern zirkelte Marc Pendl knapp über die Latte. In der Folge waren die Münchinger das agilere Team. Sie versuchten Ball und Gegner laufen zu lassen, was allerdings nicht immer klappte. Seethaler: "Wenn Michele Ancona der Ball beim Stoppen drei Meter vom Fuß springt, weiß ich, dass er tot ist." Am Tag vor dem Pokalspiel hatten die Münchinger eine schwere Trainingseinheit absolviert.

Doch obwohl die TSV-Spieler bemüht waren, war Backnang immer gefährlich. Zunächst zielte Bülent Durduran rechts am Pfosten vorbei (19. Minute). Dann köpfte Felix Nothacker nach einem Konter unbedrängt am Tor vorbei. Doch auch die Münchinger hatten ihre Chancen. Andreas Kuch köpfte nach einer Ecke vorbei (23.) und über die Latte (27.).

Als sich in der 49. Minute die Münchinger noch über eine Schiedsrichterentscheidung aufregten, stand Bülent Durduran frei vor Sven Pendl. Der TSV-Torwart konnte den Schuss nur noch abprallen lasen. Felix Nothacker staubte ab - 1:0. Danach war erst einmal viel Sand im Getriebe der Münchinger. Bis zum Ausgleich. Danach spielte nur noch eine Mannschaft: die Hausherren. Der eingewechselte Harun Sever hätte in der Verlängerung für einen noch höheren Sieg sorgen können. Doch er scheiterte zweimal (102. und 106.).

TSV Münchingen: S. Pendl, L. Ancona, Kuch, Fota, Göktas, Sparka, Neuwirth (46. Espenschied), Koch, M. Ancona, M. Pendl, Bayazit (46. Sever)

 

Reinhold wird zum Münchinger Matchwinner

Artikel aus der Strohgäu Extra vom 03.08.2009

TSV gewinnt in Schwäbisch Hall 7:6 nach Elfmeterschießen im Verbandspokal


Das Lachen war auf Seiten von Münchingens Torwart Philipp Reinhold, der in der Pause Stammkeeper Sven Pendl ersetzte. Eigentlich wollte der Schwäbisch Haller Ex-Profi Björn Joppe den Schlussmann beim Elfmeterschießen düpieren. Er chippte den Ball einfach in die Tormitte. Doch Reinhold blieb einfach stehen und köpfte den vierten Schwäbisch Haller Elfmeter einfach weg. Es war bereits der zweite Strafstoß, den der Münchinger Torwart entschärft hatte. Da nur Marc Pendl gleich den ersten Elfmeter für Münchingen verschossen hatte, Timo Neuwirth, Michele Ancona, Gabriel Fota und Michael Sparka aber sicher verwandelt hatten, siegte der TSV Münchingen in der ersten Runde des WFV-Pokals gestern Abend bei den Spfr. Schwäbisch Hall mit 7:6 (3:3, 2:2) nach Verlängerung.

Die Schwäbisch Haller hatten gut begonnen und die Münchinger in der ersten Viertelstunde regelrecht eingeschnürt. Folgerichtig fiel durch Oliver Köhler in der 16. Minute die Haller Führung. Danach stellte Münchingens Trainer Dietmar Seethaler taktisch um. Michael Koch rückte von einer der beiden Sechserpositionen auf die linke Seite und Michele Ancona hinter die Spitzen als klassische Zehn. Seethaler: "Hall war über rechts richtig stark." Die Umstellung brachte Besserung, die Münchinger fanden besser ins Spiel. In der 40. Minute glich Marc Pendl aus.

In der zweiten Halbzeit schenkten sich beide Teams weiter nichts. Beide waren bemüht, nach vorne zu spielen. Zunächst hatte aber wieder Hall ein Erfolgserlebnis. Aus 18 Metern hämmerte ein Haller den Ball in den Winkel (58. Minute). 17 Minuten später glich erneut Marc Pendl nach Zuspiel von Kirsat Göktas aus. Göktas hatte in der 89. Minute schon den Siegtreffer auf dem Fuß. Doch sein Schuss sprang vom Innenpfosten wieder raus.

Auch in der Verlängerung haben beide Mannschaften nach vorne gespielt. Doch die Abwehrreihen entschärften die meisten Angriffe. In der 116. Minute fiel dennoch das 3:2 für Hall. Münchingen warf alles nach vorne und Michael Sparka köpfte zum 3:3-Endstand ein (119.).

TSV Münchingen: S. Pendl (46. Reinhard), Göktas, Fota, Mihajlovic (65. P. Espenschied), L. Ancona, Sparka, Koch, M. Ancona, Marcelles (60. Neuwirth), Sever (75. Bayazit), M. Pendl

Münchingen mischt den Amateur-Cup auf

Artikel aus der Strohgäu Extra vom 27.07.2009

Der Landesligist schlägt Oberligist SGV Freiberg im Turnierfinale sensationell mit 2:1. Löchgau wird Dritter.

Von Daniel Renkonen

Der TSV Münchingen hat gestern für einen Paukenschlag gesorgt. Der Landesligist holte sich mit einem 2:1 (1:0)-Sieg gegen den haushohen Favoriten SGV Freiberg im Wasenstadion fast sensationell den Amateur-Cup der Kreissparkasse Ludwigsburg. Dritter wurde im Duell der Landesligsisten der FV Löchgau mit einem 4:1-Sieg gegen eine personell schwer dezimierte KSG Gerlingen.

"Das ist ein toller Triumph für die Jungs", freute sich Münchingens Abteilungsleiter Hans-Peter Kurz. Michael Sparka (5.) und Andreas Kuch (32.) per Kopf hatten alles klargemacht. Freiberg war mit 8:1 Ecken vor allem vor der Pause drückend überlegen, aber vor dem Tor zu harmlos. So reichte es nur noch zum Anschlusstreffer durch Marcel Schreiber.

Trainer Dietmar Seethaler hat von dem Husarenstreich seiner Jungs per Handy erfahren, weil er gerade im sonnigen Kroatien weilt. Doch sein Stellvertreter Andreas Kuch hatte alles richtig gemacht. Denn die Münchinger machten von allen acht Mannschaften den frischesten Eindruck. Sie wirkten gut organisiert und ballsicher. Beim überraschenden 3:0 (2:0) gegen die SKV Rutesheim wurde der Gegner spielerisch phasenweise sogar vorgeführt. Trotzdem galten die Hausherren bis zuletzt als haushoher Turnierfavorit. Mit Kresimir Lukic, Marcel Schreiber und Dribbelkünstler Ercan Acar (er war aus Sindelfingen an den Neckar gewechselt) hatten sie das Beste vom Besten dabei. Das bekam die KSG Gerlingen zu spüren, die vom Oberligisten beim 5:0 regelrecht demontiert wurde. Nur ausgerechnet am Finaltag patzte der Favorit und kam überhaupt nicht mehr in Tritt. Zwei Niederlagen gegen Neckarrems (0:2) und Münchingen waren die Folge.

Für die Verbandsligisten verlief das Turnier dagegen enttäuschend. Lediglich Aufsteiger VfB Neckarrems ließ sein Können beim 2:0 gegen Freiberg aufblitzen. Für Bissingen 08 und die SKV Rutesheim kam der Amateur-Cup dagegen einige Wochen zu früh. Beide Teams wirkten noch nicht richtig eingespielt. Den direkten Vergleich gestern Vormittag gewannen die Rutesheimer zwar mit 3:2, aber die SKV hatte die Finalteilnahme am Vortag verpatzt. Nach dem 1:1 gegen Löchgau ließ die Elf von Trainer Wolfgang Lamitschka ausgerechnet im Derby gegen Münchingen die Zügel schleifen. Eine zwingende Torchance während des gesamten Spiels war einfach zu wenig. Zu allem Überfluss humpelte auch noch Stürmer Chris Apel angeschlagen vom Feld. SKV-Vorsitzender Volker Epple war vom Auftreten gegen Münchingen gar nicht begeistert: "Das war nicht gut zum Anschauen", knurrte er und übte sich in Galgenhumor: "Letzte Saison lief die Vorbereitung genauso schlecht, weil wir allen unseren Spielern die nötige Spielpraxis geben wollten."

Vom Pech verfolgt war die KSG Gerlingen, bei der sich Adnan Akcan mit Verdacht auf Muskelfaserriss sowie Benjamin Bürk (Verdacht auf Bänderriss) verletzten. "Es ist ein Jammer, dass uns das immer in der Vorbereitung passieren muss. Mir gehen schon wieder die Spieler aus", haderte Trainer Michael Mieck. Doch die KSG hat sich von den Nackenschlägen nicht irritieren lassen. Mit zwei überzeugenden 2:0-Erfolgen gegen Neckarrems und Aufsteiger Ingersheim spielte sich die Mieck-Elf sogar ins kleine Finale vor.

Ein Gesprächsthema am Rande das Amateur-Cups waren auch die Turbulenzen bei den TSF Ditzingen. "Es wäre eine Katastrophe für den Fußball, wenn die Ditzinger in der Landesliga nicht antreten könnten. Der Verein leistet eine sehr gute Jugendarbeit", meinte KSG-Trainer Michael Mieck stellvertretend für viele seiner Kollegen.

 

TSV spielt munter mit

Artikel aus der Strohgäu Extra vom 22.06.2009

Im Testspiel unterliegt Landesligist Münchingen dem VfB Stuttgart II mit 1:3
Marcel Schmid hat einen ruhigen Nachmittag verlebt. Der Malmsheimer im Tor des Fußball-Drittligisten VfB Stuttgart II war beim Testspiel gegen den Landesligisten TSV Münchingen nahezu unbeschäftigt. Nur einmal wurde es richtig brenzlig für Schmid. Da brachte ihn aber sein eigener Mitspieler in Bedrängnis, als Michele Ancona einen Rückpass erlief und unter Schmid hindurch zum zwischenzeitlichen 1:2 (75. Minute) einschob. Der Landesligist versteck-te sich gegen den vier Klassen höher spielenden Gegner nicht, sondern spielte munter mit. Doch meistens wurden die Angriffe am VfB-Strafraum abgeblockt. Auf der Gegenseite boten sich für die Stuttgarter auch nur wenige Chancen. Diese nutzten aber Daniel Didavi (33.), Andreas Hindelang (61.) und Marco Pischorn (85./Foulelfmeter) zum 3:1-Sieg der Roten.

Für Münchingens Trainer Dietmar Seethaler brachte die Partie schon einige Erkenntnisse für die neue Saison: "Mit Sicherheit müssen wir uns mit dem Kader in der Landesliga nicht verstecken." Als Zugänge stoßen Domenico Russo (07 Ludwigsburg) und Benjamin Korusic (SV Böblingen) zum Team. Darüber hinaus will Seethaler noch Nico Klenk (FC Heilbronn) holen.nac

Link zur Seite des VfB II

 


 

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Stolz zeigen sich die Spieler mit dem Meister-T-Sirt.