Müchingen geht im Finale die Luft aus
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 06.06.2011 Von Nathalie Mainka
Der TSV verliert gegen den Tabellenzweiten der Verbandsliga, FV Ravensburg, mit 0:4 Toren.
Die 0:4-Niederlage gegen den Tabellenzweiten FV Ravensburg zum Saisonschluss ist für Münchingens Verbandsliga-Trainer Oliver Munz zwar kein größerer Beinbruch, hat aber einen kleinen Nachgeschmack. "Natürlich hätten wir gerne gewonnen, doch Ravensburg ist eben eine sehr gute Mannschaft", konnte der TSV-Coach neidlos die Leistung des Gegners anerkennen, "und wer einen Spieler wie Omar Jatta in den Reihen hat, der kann für Qualität bürgen." Der Ravensburger Stürmer ist mit 32 Treffern Torschützenkönig in dieser Verbandsligasaison. "Er hat mehr Tore erzielt als unsere Mannschaft zusammen", so Munz.
Jatta war es aber nicht, der sich gestern in Münchingen in die Torschützenliste eingetragen hat. Den ersten Treffer erzielte Moritz Fäßler kurz vor dem Pausenpfiff (43.). Ravensburg wehrte im Zentrum einen Ball der Münchinger ab, spielte mit Druck nach vorne. Fäßler bekam den Ball und zog ab. "Von da an hatte Ravensburg einen psychologischen Vorteil", so Oliver Munz, der zwar kein schlechtes Spiel seiner Mannschaft sah, "doch leider hatten wir nicht viele Torchancen." Das 0:2 fiel in der zweiten Halbzeit nach einem schnellen Konter über das Mittelfeld (58.). Der Schütze war Sebastian Mähr. Wenn die rund 300 Zuschauer im Münchinger Stadion nun glaubten, Ravensburg würde einen Gang zurückschalten, hatten sie sich getäuscht. Denn FV-Trainer Konrad Marco wechselte in der zweiten Hälfte noch einmal drei Spieler ein, die weiterhin das Tempo hochhielten. "Für uns war es da schon gelaufen", sagte Oliver Munz. Danielo Di Leo erhöhte in der 69. Minute auf 3:0 und war 20 Minuten später noch einmal erfolgreich. Die 0:4-Niederlage für Münchingen war endgültig besiegelt.
Trotz dieser Enttäuschung versäumte es Oliver Munz nicht, gleich nach der Partie eine positive Saisonbilanz zu ziehen. "Die meisten haben uns vor der Saison schon abgeschrieben, deshalb ich bin stolz auf meine Mannschaft, wie sie sich präsentiert hat. Wir haben eine gute Vorrunde gespielt und sind gut in die Rückrunde gestartet." Da konnte der TSV selbst mit wenig erzielten Toren die Punkte machen. "Das hat zum Schluss natürlich nicht mehr gereicht, was auch der Knackpunkt war, warum wir bis zuletzt noch zittern mussten", resümierte der TSV-Coach gestern nach der Begegnung. Letztendlich hat Münchingen das Saisonziel Klassenerhalt (nach jetzigem Stand) erreicht. "Allein das ist ein großer Erfolg, weil wir im Vergleich zu anderen ein kleiner Verein sind", so Munz.
Es wird nochmal eng für den TSV
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 03.06.2011 Von Nathalie Mainka
Verbandsligist Münchingen verliert in Bonlanden mit 0:2 Toren.
Genau diese Situation hatte Münchingens Verbandsliga-Trainer Oliver Munz vermeiden wollen: dass seine Mannschaft noch einmal in den Abstiegsstrudel hinein gerät. Doch mit der 0:2-Niederlage gestern beim SV Bonlanden wird es für den Tabellenzehnten am letzten Spieltag kommenden Sonntag (15 Uhr) gegen den FV Ravensburg noch einmal eng. "Ein Punkt wäre schon wichtig gewesen, um uns ein wenig Luft zu verschaffen", haderte Munz nach der verpassten Chance. So ist Münchingen punktgleich (35) mit dem VfR Aalen II. Dahinter folgt gleich der SV Nehren (34).
Frühe Tore - wie zuletzt in den vergangenen Begegnungen - wollte Munz in Bonlanden verhindert. So jedenfalls lautete seine Vorgabe. Diese setzten seine Spieler zunächst auch ganz gut um. "Je länger wir dagegen hielten, desto weniger kam Bonlanden in den Spielfluss", so Munz. Ein Freistoß der Gastgeber in der 31. Minute machte diesen Plan zunichte. Denn Bonlandens Bernd Eckhardt nutze die Chance zur 1:0-Führung. "Vermutlich war auch noch einer meiner Spieler am Ball, doch letztendlich ist es egal, ob es ein Eigentor war", meinte der TSV-Trainer. Mit diesem Zwischenstand ging"s dann auch in die Halbzeitpause. Trotz dieses Rückstandes ließen die Münchinger die Köpfe nicht hängen, sondern sie kämpften weiter. Direkt vor der 2:0-Führung (67.) hatten die Gäste dann eine gute Möglichkeit, doch der Ball sprang auf dem holprigen Rasen unkontrolliert weg - und schnellte fünf Zentimeter am Tor vorbei. Und so kam wenig später wiederum Bernd Eckardt über die linke Seite zum Zug, erwischte den Ball mit seinem starken linken Fuß und schoss das Leder ins lange Eck unhaltbar für Münchingens Torspieler Michael Quattlender.
Mit diesem Sieg steht Bonlanden nun erneut an der Tabellenspitze, gefolgt vom FV Ravensburg, der die SpVgg Ludwigsburg mit 2:1 Toren besiegt hat.
In Münchingen ist der Wurm drin
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 30.05.2011 Von Andreas Klingbeil
Gegen das bisherige Verbandsligaschlusslicht aus Nagold kassiert der TSV eine 0:3-Heimschlappe.
Nur gut, dass der TSV Münchingen bereits 35 Punkte auf seinem Konto hat. Wenn nicht alles schief läuft, müssten die zum Klassenerhalt reichen. Denn so, wie sich die Mannschaft derzeit präsentiert, dürften kaum noch welche hinzukommen. Und wenn schon nichts klappt, dann fallen auch noch Gegentore in den ungünstigsten Momenten. Kürsat Göktas lag wegen einer Muskelverletzung zur Behandlung an der Seitenlinie. Prompt nutzte Nagolds Michael Nebert die nummerische Überzahl zu einem Sololauf, den er mit dem Führungstreffer abschloss (10.).
Während sich der TSV Münchingen gegenüber dem schwachen Auftritt vor einer Woche in Frickenhausen leicht verbessert zeigte, aber einmal mehr der zwingende letzte Pass fehlte, klappten beim VfL auch die ganz schwierigen Dinge. So wie in der 32. Minute, als Manuel Zug sich mit einem Lupfer ungefähr in der Mitte der gegnerischen Hälfte versuchte. Das Leder senkte sich genau zwischen der Unterkante der Latte und den Handschuhen von TSV-Schlussmann Michael Quattlender ins Netz - 0:2.
Auf der einen Seite passt es haargenau, auf der anderen fehlen die berühmten Zentimeter. Marc Pendl hatte zu genau gezielt. Als Nagolds Keeper Christian Bosch noch die Mauer stellte, der Unparteiische den Freistoß aber schon freigegeben hatte, führte der Münchinger schnell aus. Doch der Ball verfehlte das Tor ganz knapp. Die Gäste, die scheinbar schon aussichtslos abgeschlagen waren, nach dem Sieg in der vergangenen Woche gegen 07 Ludwigsburg und nun gegen Münchingen nur noch vier Punkte vom rettenden Ufer entfernt sind, setzten noch einen drauf. Matthias Rebmann machte nach 67 Minuten das 3:0 und versetzte den Gastgebern damit den endgültigen K.o..
Nach fünf Minuten ist schon alles gelaufen
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 23.05.2011 Von Andreas Klingbeil
Verbandsligist Münchingen ist in Frickenhausen auf alles gefasst - und lässt sich trotzdem überraschen.
Schiedsrichter Markus Seidl hätte allen Beteiligten einen großen Gefallen tun und die Partie nach nur fünf Minuten schon wieder abpfeifen können. Aus Münchinger Sicht war bereits alles passiert. Der sichtlich mitgenommene und enttäuschte Trainer Oliver Munz fasste das Geschehen so zusammen: "Wir wollten nicht und die konnten nicht."
Einmal konnten die Gastgeber sehr wohl, und das gleich in der Anfangsphase. Das abstiegsbedrohte Team rückte bei einem Konter mit sechs Spielern nach, auf Münchinger Seite bequemten sich nur drei nach hinten. Schlussmann Michael Quattlender parierte zwar den ersten Versuch von Michael Heilemann, den Nachschuss von Coskun Isci aus kurzer Distanz musste er jedoch passieren lassen (4.). Der TSV befand sich noch im kollektiven Tiefschlaf, obwohl Munz darauf hingewiesen hatte, dass der Gegner angesichts seiner wohl letzten Chance stürmisch loslegen werde.
Seine Schützlinge schienen nach der kalten Dusche bei hochsommerlichen Temperaturen die richtige Antwort parat zu haben. Michael Koch zwang Frickenhausens Torspieler Patrick Weigl mit seinem Schuss zu einer Glanzparade (5.). Das war sie aber auch schon, die einzig wirklich klar herausgespielte Möglichkeit des TSV Münchingen. Im Spiel nach vorne kombinierte sich das Team zeitweise gefällig bis zum FC-Strafraum. Spätestens dort lief dann aber nichts mehr zusammen. Stürmer Christian Buck blieb auf sich alleine gestellt, weil sich Michele Basta immer wieder zurückfallen ließ. Im Spielaufbau leisteten sich selbst Stützen wie Gabriel Fota oder Andreas Kuch grobe Schnitzer. Harun Sever, der in Hälfte zwei nach hinten links in die Viererkette rückte, stand völlig neben sich. Angesichts des Rückstandes begann die Mannschaft viel zu früh mit Hauruck-Fußball und langen Bällen, statt sich auf dem großen Platz über die Außen durchzuspielen.
Frickenhausen machte es nicht viel besser, hatte aber reihenweise glasklare Chancen, die teilweise kläglich vergeben wurden. Okan Kanarya (33.), Stefan Jankofsky per Kopf (35.), Isci (44., 49.), Gonzalves Rodrigues (62.), Georgios Kalpakidis /71.) und Vincenzo Parrinello (90. +4) hätten die Führung mühelos ausbauen können. Schiedsrichter Markus Seidl hatte kein Einsehen - obwohl auch er bei der Hitze ordentlich ins Schwitzen gekommen war. Er ließ nicht nur die 90 Minuten über sich ergehen. Er packte auch noch fünf Minuten Nachspielzeit drauf. Da kam Münchingens Gabriel Fota wenigstens noch zweimal zu Schussmöglichkeiten. Doch den Ausgleich hätten die Gäste an diesem Nachmittag wirklich nicht verdient.
Nach der Pause gibt der TSV die Führung her
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 16.05.2011 Von Marius Venturini
Münchingen kommt in der Verbandsliga gegen den abstiegsbedrohten TV Echterdingen nur zu einem 1:1.
Oliver Munz ist nicht zufrieden gewesen. "Das Ergebnis ist nicht das, was ich mir wünsche", so der Trainer des TSV Münchingen nach dem 1:1 (1:0)-Unentschieden gegen den abstiegsbedrohten TV Echterdingen. Denn vor allem in der zweiten Hälfte konnte ihm die Leistung seiner Mannschaft nicht mehr zu 100 Prozent gefallen.
Der TSV begann stark. In der fünften Minute hatte Spielmacher Michele Basta bereits die Führung auf dem Fuß. Bei seinem Schussversuch traf er den Ball jedoch nicht voll, so dass er das Echterdinger Gehäuse knapp verfehlte. Kurz darauf hatte Kürsat Göktas erneut die Gelegenheit, Münchingen in Front zu bringen. Seinen Versuch aus spitzem Winkel kratzten zwei Echterdinger Verteidiger in Gemeinschaftsarbeit noch von der Linie (9.). Nach einer guten Viertelstunde war es schließlich doch so weit. Nach einem schönen Angriff über die rechte Seite stand Basta im Zentrum genau richtig und vollstreckte zum hochverdienten 1:0 (17.).
Echterdingen brachte hingegen in der ersten Hälfte keine zwingenden Aktionen in Richtung Tor von TSV-Schlussmann Michael Quattlender zustande. "Wir waren gut im Spiel und haben auch gut verteidigt", befand Oliver Munz die Leistung seines Teams in Hälfte eins. Einzig in der Schlussphase der ersten Halbzeit schlichen sich auf Münchinger Seite einige Unkonzentriertheiten ein, was zu unnötigen Ballverlusten führte und was sich - schlimmer noch - nach dem Seitenwechsel noch fortsetzen sollte.
Denn in den zweiten 45 Minuten ließ der TSV stark nach. Auf einmal agierte die Mannschaft wieder mit unpräzisen langen Bällen statt mit gefälligem Kombinationsspiel. Dies brachte den Gegner wieder zurück in die Partie. Und nachdem die Gäste bereits in der 60. Minute eine gute Gelegenheit ausgelassen hatten, fiel kurze Zeit später der Ausgleich für die Echterdinger. Nach einem schönen Pass von der rechten Seite in den Rücken der Münchinger Abwehr vollendete Sven Lukac ins linke Toreck (67.).
Münchingen verliert zu hoch
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 07.05.2011
Der FSV Bissingen bezwingt den Aufsteiger in die Verbandsliga mit 3:0.
Sie haben lange an einer Überraschung geschnuppert. Bis in die zweite Hälfte hinein bot der TSV Münchingen dem Titelanwärter FSV Bissingen gestern Abend paroli. Zwar hatten die Schützlinge von Trainer Oliver Munz nicht die zwingenden Torchancen, machten den Gastgebern das Leben mit einer konzentrierten Defensivleistung überaus schwer. Am Ende standen sie mit leeren Händen da. Die individuelle Klasse in den Bissinger Reihen und ein Quäntchen Glück machten den Unterschied. Ümit Genc brachte seine Farben mit einem Schuss in den Winkel in Führung (65.). Nur sechs Minuten später versuchte sich Oskar Schmiedel. Ein Münchinger Abwehrbein fälschte das Leder ab, Quattlender im Tor konnte das 0:2 nicht verhindern.
Die beste Münchinger Gelegenheit hatte schließlich Michele Basta, fand aber im Bissinger Schlussmann seinen Meister (80.). Mit dem möglichen 1:2 hätten die Gäste noch einmal hoffen können. Zwar gaben sie sich trotz des Zwei-Tore-Rückstandes noch nicht geschlagen. Im Stile eines Spitzenteams nutzte Bissingen aber seinen Freiraum. Mustafa El M"Hassani schloss einen Konter mit dem 3:0 ab (91.).
TSV Münchingen: Quattlender, Fota, Kuch, Koch (86. Singer), Garcia-Franco, Göktas, Pendl (70. Russo), Buck (62. Korusic), Basta, Sever, Wemmer. kli
Das Wichtigste sind die drei Punkte
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 02.05.2011 Von Marius Venturini
Der TSV Münchingen gewinnt in der Verbandsliga mit 1:0 gegen die Reserve des 1. FC Heidenheim.
Die Mannschaft von Trainer Oliver Munz hat einen Riesenschritt zum Klassenerhalt gemacht. Der TSV Münchingen gewann sein Verbandsliga-Heimspiel gegen den Tabellennachbarn 1. FC Heidenheim II mit 1:0 (1:0). Mit nun 34 Punkten steht das Team auf Rang sechs - mit einem komfortablen Neun-Punkte-Vorsprung auf Relegationsrang 13.
Schon nach drei Minuten war es so weit. Münchingens Michael Koch verlängerte per Kopf eine Flanke von der rechten Seite in den Heidenheimer Strafraum. Im Zweikampf mit Gästekapitän Michael Urban kam dort TSV-Stürmer Christian Buck zu Fall. Der im gesamten Spiel souveräne Unparteiische Asmir Osmanagic entschied ohne zu zögern auf Strafstoß. Michele Basta schnappte sich den Ball und verwandelte humorlos in die Tormitte (3.).
Über die gesamte Partie war Münchingen sehr präsent. Die Schützlinge von Oliver Munz störten früh, und zumindest in der Anfangsphase überzeugte die Mannschaft mit präzisem Passspiel. In der zwölften Minute bot sich Christian Buck die Riesenchance zum 2:0. Bei einer hohen Hereingabe verschätzte sich Heidenheims Torspieler Denis Baum total. Der TSV-Angreifer bekam per Kopf aber nicht genügend Druck hinter den Ball, sodass die Verteidigung kurz vor der Linie klären konnte. Die einzige Heidenheimer Chance in der Anfangsphase war ein Schuss von Hans-Jörg Sawatzki, der Münchingens Schlussmann Michael Quattlender zum Nachfassen zwang (16.).
Danach verflachte die Partie. Einzig eine direkt aufs Tor gezogene Ecke von Kürsat Göktas brachte Gefahr (30.). Kurz vor der Pause hatte Heidenheim noch die dicke Gelegenheit zum Ausgleich. Sawatzki, der völlig frei vor dem Münchinger Gehäuse auftauchte, probierte es mit einem Heber, der jedoch knapp rechts vorbeiging (45.). Nach dem Seitenwechsel hätte Christian Buck auf 2:0 erhöhen müssen. Nach einer feinen Flanke von Aktivposten Göktas trat er am langen Eck am Ball vorbei. In der Folge scheiterte für den TSV auch Harun Sever mit einem zu laschen Abschluss an Denis Baum. In der 71. Minute gab es dann eine strittige Szene: Nachdem die Heidenheimer Abseitsfalle nicht zuschnappte, lief Kürsat Göktas mutterseelenallein auf das FC-Tor zu. Es kam zu einem Zusammenprall mit Torhüter Baum, der TSV-Akteur brachte den Ball dennoch in Richtung Tor - allerdings mit zu wenig Schmackes.
Heidenheim kam in der Schlussphase noch zu zwei Gelegenheiten. Doch weder Bastian Heidecker (89.) noch Sawatzki (89.) nutzten ihre Chancen. Vielmehr musste der FC froh sein, nur mit 1:0 verloren zu haben. Denn Harun Sever (90.) sowie zweimal der eingewechselte Domenico Russo zusammen mit Michele Basta in einer Dreifachmöglichkeit scheiterten entweder an Denis Baum oder am Aluminium (90. + 2). "Wir haben verdient gewonnen, aber vielleicht auch ein klein wenig glücklich", so TSV-Coach Munz nach der Partie, "aber wir haben beileibe nicht schlecht gespielt, und am Ende zählen sowieso nur die drei Punkte, und die haben wir.
Pendl lässt Elfmeterchance aus
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 26.04.2011
In der Verbandsliga geht der TSV mit dem 0:3 beim FCWangen leer aus - und die Konkurrenz kommt Stück für Stück näher.
Keine Tore, keine Punkte - Entscheidendes ist noch nicht passiert, denn der TSV Münchingen müsste schon von einer ganzen Reihe von Clubs überholt werden, wenn er in die gefährdeten Regionen abrutschen sollte. Dennoch hat TSV-Trainer Oliver Munz festgestellt: "Man merkt, dass nicht mehr alles so locker von der Hand geht zum Saisonende hin." Was ihn positiv stimmt: "Ich habe eine Steigerung im Vergleich zu den letzten beiden Spielen gesehen und mache mir deshalb keine Sorgen, dass wir die nötigen Punkte noch holen."
Die Schlüsselszene in Wangen spielte sich nach einer halben Stunde ab. Die Gäste hatten zwei Treffer vorgelegt (10. Jean-Luc Perlas, 24. Alexandros Nikolaidis), als der bereits mit gelb verwarnte und erneut ermahnte Daniel Wellmann den Münchinger Stürmer Christian Buck im Strafraum foult. Schiedsrichter Marcel Demirel pfeift Elfmeter, lässt den gelben Karton, der zum Platzverweis geführt hätte, aber in der Tasche. Münchingens Marc Pendl, sonst sicherer Schütze vom Punkt aus, scheitert an Schlussmann Michael Schmähl. "Wir waren nicht so weit weg von denen, wie es das Ergebnis vielleicht aussagt", haderte Munz. Hätte allerdings Michael Quattlender gegen Perlas nicht so gut reagiert, die Vorentscheidung wäre schon kurz vor dem Wechsel gefallen.
Münchingen baute vor allem in den ersten 15 Minuten nach der Pause Druck auf. Sowohl Buck als auch Kürsat Göktas scheiterten am Aluminium, Harun Sever fand in Schmähl seinen Meister. Der FC Wangen hatte per Konter mehrere Gelegenheiten. Das 3:0 fiel jedoch nach einem Eckball. Am langen Pfosten fehlte die Zuordnung, Perlas war zur Stelle und erzielte seinen zweiten Treffer (86.) in dieser Partie. Damit hat der Konkurrent den Abstand auf Münchingen bis auf einen Punkt verkürzt - und schielt nun sogar auf Rang sechs. Zunächst, und das gilt für beide Teams, muss jedoch der Ligaerhalt klargemacht werden.
0:0 - Von Derbycharakter keine Spur
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 16.04.2011 Von Andreas Klingbeil
Die Verbandsligisten TSV Münchingen und SKV Rutesheim bieten im direkten Duell nur Magerkost.
Die Voraussetzungen für ein rassiges Spiel hätten besser nicht sein können. Ein schöner Rasenplatz, angenehme Temperaturen zum Spielen und eine einigermaßen ansprechende Kulisse. Doch am Ende dürften wohl alle gestern Abend in Münchingen froh gewesen sein, dass Schiedsrichter Felix Spazierer pünktlich abgepfiffen hat. Im ersten Durchgang blieben beide Teams so ziemlich alles schuldig. Wenn überhaupt eine Szene für Gesprächsstoff sorgte, dann war es die in der 21. Minute, als Andreas Kuch seinen Kapitän Gabriel Fota lauthals zurechtstutzte. Ob schon zu diesem Zeitpunkt der ganze Frust über die wenig ansehnliche Partie heraus musste?
Nach vorne wurde auf beiden Seiten viel zu oft mit langen Bällen operiert, die beim Gegner landeten, der letzte Pass kam in der Regel nicht an, und jeder schien nur darauf bedacht zu sein, möglichst wenig Risiko einzugehen, um einen eventuellen Rückstand zu verhindern. Wenn es so etwas wie eine Chance gab, dann hatte sie Münchingens Christian Buck, als er im Strafraum vor Ivan Hecimovic an den Ball kam, aber das Leder rechts vorbeischoss (37.). Bezeichnend für den ersten Durchgang: Es gab nicht einen einzigen Eckball.
In der zweiten Hälfte nahm das Spiel etwas an Fahrt auf. Und das war in erster Linie den Gästen aus Rutesheim zu verdanken, die nun zielstrebiger nach vorne spielten. Alexander Wetsch sorgte nur eine Minute nach Wiederbeginn dafür, dass sich Schlussmann Michael Quattlender nach einem Schlenzer erstmals wirklich strecken musste. Kürsat Göktas auf der Gegenseite zielte zu hoch (48.). Wenn sich vor dem Münchinger Gehäuse etwas tat, dann war fortan in der Regel Sascha Häcker daran beteiligt. Einmal zielte er von halblinks am langen Eck vorbei (65.), dann folgte eine fast identische Aktion von der anderen Seite (71.). Und schließlich klappte es auch mit dem Kopf nicht, als er den Ball nicht mehr drücken konnte (75.).
Dem hatten die Gastgeber so gut wie nichts entgegenzusetzen. Lediglich ein schnell ausgeführter Freistoß von Kuch, der auf dem Kopf von Benjamin Korusic und dann in den Armen von Grauer landete, brachte Gefahr (70.). Wer auf eine heiße Schlussphase mit vier Treffern in der letzten Viertelstunde wie beim Rutesheimer 3:2 im Hinspiel gehofft hatte, der wurde auch in diesem Punkt enttäuscht. Wenigstens für die Münchinger gab es noch etwas zu feiern: Nach dreimonatiger Umbauzeit hat gestern das Vereinsheim unter neuem Pächter wieder aufgemacht.
Das Geschenk kommt später
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 11.04.2011 Von Daniel Renkonen
Verbandsligist Münchinger verliert in Untermünkheim kurz vor Schluss mit 1:2 Toren.
Eigentlich sollte der Samstag ein Freudentag für den TSV Münchingen werden. Denn Trainer Oliver Munz feierte seine Hochzeit und konnte das Spiel seiner Elf in Untermünkheim nur aus der Ferne verfolgen. Doch gegen 17.20 Uhr stand fest, dass die Mannschaft ihrem Trainer kein Hochzeitsgeschenk machen konnte. Tura-Stürmer Carl Duane Collins bugsierte das Leder in der 89. Minute aus dem Gewühl zum 2:1 Siegtreffer ins Netz. Zuvor konnten die Münchinger das Leder noch mit letzter Kraft aus dem Strafraum befördern.
"Wir haben sehr unglücklich verloren", sagte Spieler-Co-Trainer Andreas Kuch. Der Abwehrchef hätte in der 90. Minute sogar den Ausgleich machen können, aber sein Kopfball verfehlte das Tor haarscharf. Der Sturmlauf von Tura nahm in der 72. Minute so richtig an Fahrt auf, als Ümit Saygi die Gelb-Rote Karte sah. "Der Schiedsrichter hat insgesamt sehr kleinlich gepfiffen", kommentierte Kuch diese Szene. Außerdem gab es eine Flut von Freistößen für die Untermünkheimer, die immer wieder mit langen Bällen die Entscheidung suchten.
Dabei hatte die Partie für die Münchinger so verheißungsvoll begonnen. Bereits in der dritten Minute waren sie durch ein kurioses Tor durch Benjamin Korusic in Führung gegangen, der von Tura-Torspieler Gorzawski angeschossen wurde. Das Leder trudelte daraufhin ins Tor. Nur sechs Minuten später konnte Andreas Klein ausgleichen. Nach der Pause hatten die Münchinger sogar die Führung auf dem Fuß. Jetzt fiebern sie im Strohgäu schon alle dem Derby gegen die SKV Rutesheim am kommenden Freitag entgegen. "Da werden wir unserem Trainer dann nachträglich ein Hochzeitsgeschenk machen", so Kuch. dar
Das Münchinger Frühlingserwachen kommt zu spät
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 04.04.2011 Von Daniel Renkonen
Nach dem 0:2 gegen Mitaufsteiger Nehren ist die Munz-Elf wieder auf dem Boden der Tatsachen.
Gestern hätte es ein schöner Frühlingstag für den TSV Münchingen werden können. Doch es wurde ein böses Erwachen bei hochsommerlichen Temperaturen im Netzbrunnenstadion. Denn schon nach 25 Minuten war die Partie für die pomadig wirkenden Gastgeber gelaufen. Gästestürmer Pedro Keppler machte mit einem Doppelpack für die Gäste alles klar.
Zunächst verwandelte er einen umstrittenen Foulelfmeter (Michael Sparka hatte gefoult) in der achten Minute per Flachschuss zur 1:0-Führung für Nehren. Und in der 25. Minute stand Keppler nach einem mustergültigen Querpass des agilen Flügelläufers Moritz Glasbrenner goldrichtig im Strafraum. Überlegt schlenzte er das Leder flach an Torspieler Michael Quattlender zur 2:0-Führung ins Netz. Die Gäste hatten den TSV Münchingen kalt erwischt, der zu keiner Phase an die starken Leistungen der vergangenen drei Spiele anknüpfen konnte. Zu viel im Spiel der Hausherren blieb dem Zufall überlassen. Hinzu gesellten sich haarsträubende Abspielfehler im Mittelfeld, die die schnellen Gästespieler immer wieder gefährlichen Vorstößen nutzten. "Wir haben einfach zu viele Ballverluste im Spielaufbau gemacht", bemängelte TSV-Trainer Oliver Munz.
Trotzdem hätte der TSV das Spiel noch einmal spannend machen können, wenn Marc Pendl oder Christian Buck vor der Pause das Anschlusstor geschafft hätten. Pendl schoss mit links vorbei (34.) und Christian Buck legte den Ball in der 39. Minute quer, anstatt freistehend im Strafraum selbst zu schießen. Auf der Gegenseite rettete Quattlender kurz vor der Pause (44.) mit einer akrobatischen Fußabwehr nach einem Flachschuss des freistehenden Kai Amann. Die Gästespieler hatten bereits den Torschrei auf den Lippen.
Nach dem Wechsel machten die Münchinger zwar das Spiel, aber eben keine Tore mehr. Die dicksten Chancen vergaben Harun Sever (56.) und Kürsat Göktas (80.), die beide den Pfosten trafen. Severs Pfostenknaller war ein missglückter Schuss von Buck vorausgegangen. Der SV Nehren beschränkte sich nach der Pause ganz auf das Konterspiel, ohne sich in der eigenen Hälfte einzuigeln.
Letztlich müssen sich die Münchinger an die eigenen Nase fassen, weil sie gestern spielerisch einfach zu wenig gezeigt haben, um die taktisch geschickt spielenden Gäste zu schlagen. Für den TSV ist das aber kein Beinbruch. "Wir müssen eben von Spiel zu Spiel unsere Möglichkeiten immer voll ausschöpfen", sagte der Trainer. Und das ist nahezu unmöglich.
Buck macht es im Doppelpack
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 28.03.2011
Verbandsligist TSV Münchingen nach dem 2:1-Sieg bei Aalen II weiter auf Erfolgskurs.
Aufsteiger TSV Münchingen bleibt die Positivüberraschung der Fußball-Verbandsliga. Beim 2:1 (1:0)-Erfolg beim VfR Aalen wurde Stürmer Christian Buck mit zwei Toren zum Mann des Spiels. "Wir sind für unsere harte Arbeit belohnt worden", sagte TSV-Trainer Oliver Munz. Mit dem Sieg haben sich die Münchinger in der Tabelle bereits auf den sechsten Platz vorgearbeitet. So kann"s weitergehen. Am Samstag sorgten die Gäste bereits in der neunten Minute in der Fußballarena des VfR Aalen für einen Paukenschlag. Nach einer mustergültigen Hereingabe von Marc Pendl stand Christian Buck goldrichtig und lenkte das Leder zur 1:0-Führung ins Netz.
Die Gäste machten gegen die spielstarken Gastgeber geschickt die Räume eng und hätten bei ihren Kontern mit 2:0 in Führung gehen können. Erst ab der 30. Minute verstärkte die Zweite des VfR Aalen den Druck und drängte auf den Ausgleich. Der fiel in der 52. Minute, als Daniel Queroz-Serejo einen schönen Diagonalpass zum 1:1 verwertete. Die Münchinger steckten das Tor locker weg. Sie antworteten prompt mit dem 2:1 Führungstreffer durch Christian Buck. Und wieder glänzte Marc Pendl als Vorbereiter. Seinen knallharten Distanzschuss konnte Aalens Schlussmann nur abklatschen, sodass Buck nur noch abstauben musste. Zum Glück für die Gäste vergab Branko Okic in der 81. Minute einen Foulelfmeter für Aalen II. Er jagte das Leder entnervt über die Latte. Der Rest: Münchinger Freude pur. dar
Die Bemühungen des TSV sind vergebens
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 21.03.2011 Von Marius Venturini
Münchingen verliert durch einen Strafstoß gegen den Verbandsliga-Spitzenreiter aus Göppingen
Eine unglückliche Niederlage hat die Mannschaft von Trainer Oliver Munz gegen den Tabellenführer hinnehmen müssen. Ohne seinen rotgesperrten Kapitän Gabriel Fota verlor der TSV Münchingen gegen den 1. Göppinger SV mit 0:1 (0:1). "Wir hatten zwar einige Torchancen, haben diese dann aber nicht konsequent zu Ende gespielt", brachte Munz die Gründe für den Misserfolg auf den Punkt. Dabei war der Spitzenreiter keinesfalls unschlagbar. Es brauchte schon einen Elfmeter, um den Siegtreffer zu erzielen.
Münchingen begann gut. Die erste Möglichkeit hatte Harun Sever, dessen Kopfball für Gästetorwart Manuel Doll kein Problem darstellte (5.). In der elften Minute übersah TSV-Kapitän Marc Pendl den völlig freien Sever auf der linken Seite und zog stattdessen selbst ab, verzog aber deutlich. In der 13. Minute dann das erste Lebenszeichen des Verbandsliga-Ersten. Tilman Sieberts Freistoß von halbrechts erreichte keinen Abnehmer im Strafraum und strich einen Meter am langen Eck vorbei. Zwei Minuten später folgte dann die spielentscheidende Szene: Göppingens Dominic Brück überlief auf der linken Seite Ümit Saygi, der sich nur noch mit einem Foul zu helfen wusste - ein Strafstoß und eine Gelbe Karte waren die Folge. Patrick Krätschmer ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und verwandelte cool links unten.
Münchingen steckte aber nicht auf. Eine scharfe Hereingabe von Harun Sever konnte im Getümmel keiner der Kollegen verwerten. Danach verflachte die Partie. Immer, wenn Münchingen sich gefällig durchs Mittelfeld kombinierte, folgte ein hoher Ball ins Nichts. In der 44. Minute musste sich TSV-Schlussmann Michael Quattlender dann aber doch noch lang machen. Den Schuss von Tilman Siebert parierte er jedoch klasse.
Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste die erste Gelegenheit. Eine Freistoßflanke von der rechten Seite wehrte Quattlender nach vorne ab, Domenic Brück schoss aber aus 15 Metern über das leere Tor. Die Offensive der Gäste dauerte zehn Minuten, dann erhöhte Münchingen seinerseits den Druck. Trotzdem machte fast Göppingen das Tor, als TSV-Verteidiger Andreas Kuch eine Hereingabe nur Zentimeter über das eigene Tor schoss (55.). In der 64. Minute schoss Domenico Russo knapp rechts am Gästegehäuse vorbei. Auch Harun Sever hatte kein Glück. Von Russo schön im Strafraum freigespielt, warf sich noch ein Verteidiger in seinen Schuss aus kurzer Distanz (70).
Obwohl Münchingen jetzt hinten aufmachte, kam von Göppingen kaum mehr eine zwingende Aktion. Einzig in der 78. Minute musste Quattlender gegen Domenic Brück die kurze Ecke zumachen. Ganz anders die Hausherren, die ihre dickste Chance zum Ausgleich in der 86. Minute vergaben. Einen Freistoß aus 20 Metern von Andreas Kuch konnte SV-Torwart Doll gerade noch aus dem linken unteren Eck fischen. Es war die letzte Aktion in einem durchschnittlichen Spiel, in dem der TSV schlussendlich mit leeren Händen dastand - obwohl das Munz-Team durchaus einen Punkt verdient gehabt hätte.
Der TSV dreht in der zweiten Halbzeit auf
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 14.03.2011 Von Marius Venturini
Mit zehn Mann gewinnt Münchingen sein Verbandsliga-Heimspiel gegen Ludwigsburg mit 3:1
Selbst ein Punkt hätte uns weitergeholfen - jedenfalls mehr als dem Gegner", so ein erleichterter Münchinger Trainer Oliver Munz nach dem 3:1-Heimsieg seiner Mannschaft gegen den Tabellenvorletzten SpVgg 07 Ludwigsburg. Dass es am Ende doch ein verdienter Dreier wurde, lag zum einen an der großen Münchinger Moral nach der Pause, zum anderen an der seltsamen Passivität der schwarz-gelben Gäste in Halbzeit zwei.
Im ersten Abschnitt sah das alles jedoch ganz anders aus. Es dauerte nur sechs Minuten, da lag der Ball schon im Münchinger Tor. Piero Stampete passte im TSV-Strafraum quer zu Domenico Botta, der keine Mühe hatte, das Leder aus zehn Metern links unten zu versenken. In der 12. Minute konnte Münchingens Abwehr eine erneute Stampete-Hereingabe nur mit Mühe klären. In der Folge verflachte die Partie, Ludwigsburg blieb allerdings stets gefährlich. Ganz im Gegensatz zu den Hausherren, die in den ersten knapp 30 Minuten wenig zustande brachten - und fast den zweiten Gegentreffer hinnehmen mussten. Einen Schuss aus 18 Metern von Domenico Botta konnte TSV-Schlussmann Michael Quattlender gerade noch abklatschen. Die einzige halbwegs gefährliche Szene der Münchinger war ein Volleyschuss von Harun Sever aus spitzem Winkel, der 07-Schlussmann Pascal Gaßmann jedoch vor keine großen Probleme stellte. Nach dem Wechsel rieben sich einige Zuschauer verwundert die Augen, denn der TSV machte plötzlich Betrieb. Schoss Kürsat Göktas seinen Freistoß noch einen Meter über das Ludwigsburger Tor (47.), machte es Christian Buck zwei Minuten später besser. Göktas" Hereingabe konnten die 07er noch blocken, den Abpraller hämmerte Buck schließlich aus 16 Metern in die untere rechte Ecke. In der 50. Minute bot sich den Gastgebern durch den starken Göktas die Chance zur Führung. Seine Direktabnahme ging aber über das Tor.
Nach einer knappen Stunde sah TSV-Kapitän Gabriel Fota die rote Karte wegen seines rustikalen Einsteigens gegen den Ludwigsburger George Berberoglu auf Höhe der Mittellinie. Zunächst ließ sich Münchingen nicht beeindrucken und spielte weiter nach vorne. In der 73. Minute schlug TSV-Abwehrchef Andreas Kuch einen langen Ball auf den startenden Christian Buck, der bei seinem Abschluss aber den Ball nicht voll traf. Und gerade als die SpVgg wieder besser ins Spiel kam, erzielte Münchingen die Führung. Eine Göktas-Ecke von der linken Seite beförderte Harun Sever per Kopf ins lange Eck - 2:1 (75.). In der Folge machte sich die Ludwigsburger Überzahl bemerkbar. Die Gäste drückten, brachten aber nichts Zählbares zustande. Anders der TSV Münchingen: Bei einem blitzschnellen Konter wurde der eingewechselte Benjamin Korusic im 07-Strafraum gelegt. Andreas Kuch trat an und verwandelte humorlos rechts unten (88.) - die Entscheidung. "Es war klar, dass wir über 90 Minuten voll konzentriert spielen müssen - das haben wir im großen und ganzen getan", sagte Münchingens Trainer Oliver Munz nach der Partie. Zum Platzverweis seines Kapitäns meinte er: "Das Foul von Gabriel Fota habe ich nicht so dramatisch gesehen. Es sah wohl schlimmer aus als es in Wirklichkeit war."
Fazit zur Winterpause
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 08.12.2010
Der TSV Münchingen zählt zu den positiven Überraschungen in der Hinrunde der Verbandsliga.
Von Andreas Klingbeil
Die Schwarzseher schienen bestätigt, als der Aufsteiger nach drei Spieltagen mit nur einem Punkt das Tabellenende zierte. Mit Michele, Luigi und Roberto Ancona hatte der Club einen Großteil der Kreativabteilung ziehen lassen müssen. Unter den neun Neuzugängen war von den Namen her keiner, der in der Lage schien, die Lücken zu schließen. Und dann musste mit Oliver Munz auch noch ein neuer Mann auf der Bank das Erbe des Aufstiegstrainers Dietmar Seethaler antreten.
Mittlerweile sind die Pessimisten ruhig gestellt. Der TSV Münchingen hat mit 24 Punkten schon mehr als die halbe Miete zum Klassenerhalt im Sack. Wovon Oliver Munz aber eigentlich gar nichts wissen will. Er hält es wie die Marathonläufer nach 21 Kilometern: "Wir sind bisher gut voran gekommen. Ich freue mich aber erst dann wirklich, wenn klar ist, dass wir mit der Relegation nichts zu tun haben."
Getreu dem Ausspruch des ehemaligen Bundestrainers Berti Vogts ist in Münchingen die Mannschaft der Star. In dem eingespielten Kollektiv haben es die Neuzugänge schwer, sich einen Stammplatz zu sichern. Unter den ersten elf standen zuletzt regelmäßig acht Akteure des Aufstiegsteams. Dennoch ist Munz überzeugt von seinen Neuzugängen: "Es ist einfach wichtig, dass wir in der Breite besser aufgestellt sind." Mit Michele Basta, Dennis Garcia-Franco, Christian Buck und teilweise auch Sören Singer kamen die Neuen regelmäßig zum Zuge. Dazu ist der vom VfB Neckarrems gekommene Schlussmann Michael Quattlender ein echter Glücksgriff. Nicht geklappt hat es dagegen mit Dominik Rometsch und dem nachträglich geholten Albert Sajinovic. Von beiden hat sich der Verein bereits getrennt.
In der vergangenen Saison wurden die überdurchschnittlichen Offensivqualiäten der Mannschaft zum Erfolgsgarant. Der neue Übungsleiter legt etwas mehr Gewicht auf das Spiel gegen den Ball. "Da sind wir jetzt variabler. Vor allem, was das schnelle Umschalten von Angriff auf Abwehr anbelangt" (Munz). Zwar durften beim TSV erst 21 Treffer bejubelt werden, dafür verfügen die Münchinger mit 22 Gegentoren über die fünftbeste Defensive der Liga. Munz: "Mit dieser Tordifferenz bin ich zufrieden. Unsere Stürmer haben eben auch im Spiel nach hinten ihren Teil dazu beigetragen."
Trainingsauftakt ist am 7. Februar. Testspiele: SGV Freiberg (29. Januar, 14.30 Uhr/H), SV Spielberg (26. Februar/A). Hallenturniere: SV Böblingen (30. Dezember, 2./3. Januar), Hallen-Gala Sindelfingen (8./9. Januar), TSF Ditzingen (22./23. Januar)
Sever trifft zum 1:0 in Laupheim
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 06.12.2010
Der Verbandsligist Münchingen beschenkt sich vor Weihnachten.
Von Andreas Klingbeil
Oliver Munz fiel es nicht schwer, den Machern in Laupheim sein Kompliment auszusprechen. Erste Mannschaft, Jugend und Alt-Olympianer hatten dafür gesorgt, dass der Kunstrasenplatz schneefrei war und damit am Samstag eines der ganz wenigen Spiele im gesamten Verbandsgebiet des württembergischen Fußballverbandes überhaupt stattfinden konnte. Das Kompliment des Trainers vom TSV Münchingen war ehrlich gemeint - wird aber in Laupheim dennoch mit zwiespältigen Gefühlen aufgenommen werden. Schließlich hat der TSV Münchingen mit dem 1:0-Sieg die Punkte mitgenommen und damit die ganze Arbeit des Vereins wertlos gemacht. Der Club hatte gehofft, sich mit einem Dreier von den Abstiegsrängen absetzen zu können.
In Münchingen dagegen hat man sich mit dem siebten Saisonsieg zunächst einmal von der gefährlichen Zone entfernt. Beim 0:3 im Hinspiel hatte der Aufsteiger noch Lehrgeld bezahlen müssen. Nun drehte der TSV den Spieß um. Die Munz-Elf kam auf dem Kunstrasen besser ins Spiel - und zu einem schnellen Tor. Eine schnelle und direkte Kombination auf der rechten Seite über Benjamin Korusic und Kürsat Göktas verwertete Harun Sever mit einem Schuss aus sechs Metern (15.). Munz: "Es war extrem wichtig, dass wir in Führung gehen. Denn Laupheim ist eine Mannschaft, die generell lieber über die Konter kommt."
Die Gastgeber zeigten, dass es auch anders geht, und übernahmen ab Mitte des ersten Durchganges das Kommando. Sascha Topolovac vergab nach 20 Minuten die erste Großchance für die Olympia. Die zweite vereitelte TSV-Schlussmann Michael Quattlender. Er parierte einen umstrittenen und zu schwach geschossenen Elfmeter von Robert Henning (34.), der eine Woche zuvor gegen die SpVgg 07 Ludwigsburg noch sicher verwandelt hatte.
Auch in Hälfte zwei hatte Laupheim mehr vom Spiel. Trainer Regenbogen haderte mit seinen Akteuren, die gute Möglichkeiten zu leichtfertig ausließen. Henning (72.), Gökhan Gündüz (73.) und Christian Glaser (75.) vergaben die besten Chancen. Zu diesem Zeitpunkt mussten die Gäste bereits in Unterzahl auskommen, da Abwehrchef Andreas Kuch bereits wegen angeblichen Meckerns mit Gelb-Rot vom Platz gestellt worden war. Eine Entscheidung von Schiedsrichter Andreas Reichle, mit der Trainer Munz alles andere als einverstanden war. Es kam sogar noch dicker. Auch für Michael Koch gab"s Gelb-Rot. Die Münchinger mussten in den letzten knapp zehn Minuten mit neun Spielern auskommen, retteten das 1:0 aber über die Zeit. Christian Buck, Benjamin Korusic und Marc Pendl hatten dabei sogar noch die Möglichkeit, mit dem zweiten Treffer alles klarzumachen. Laupheims Trainer Regenbogen war sichtlich bedient: "Wir wurden belächelt, dass wir bei diesen Bedingungen spielen wollten, die Lacher werden jetzt nicht unbedingt weniger werden."
So siehts der FV Olympia Laupheim
Verdienter Punktgewinn in Ravensburg
Artikel von "www.suedkurier.de" vom 29.11.10
FV Ravensburg vergibt zu Beginn der beiden Hälften zu viele Möglichkeiten gegen Münchingen und kommt nicht über ein 1:1 hinaus
Nichts wurde es mit dem erhofften dritten Sieg in Folge für den FV Ravensburg. Den „Dreier“ vergaben die Spieler von Marco Konrad jeweils zu Beginn der beiden Halbzeiten, als sie gute Möglichkeiten ausließen. Danach kamen die Gäste sowohl in der ersten wie auch in der zweiten Hälfte besser ins Spiel und verdienten sich den Punktgewinn durch eine geschlossene Mannschaftsleistung.
Auf dem schwer bespielbaren Rasen im Ebra-Stadion versuchten beide Teams trotz der unangenehmen Bedingungen, spielerisch zum Erfolg zu kommen. Aufsteiger Münchingen agierte erwartungsgemäß etwas defensiver als die formstarken Ravensburger. Bereits in der ersten Minute verpasste Torjäger Omar Jatta eine Flanke von Thomas Zimmermann nur knapp. In der 14. Minute spielte Jatta von der Grundlinie zu Tobias Scheifler, der den Ball aber über das Gehäuse schoss. Danach kam Münchingen besser in die Partie und ging nach schöner Vorlage von Benjamin Korusic durch Kürsat Göktas in Führung (24.). Die FV-Elf offenbarte in dieser Phase Schwächen in der Rückwärtsbewegung, kam aber nach einer halben Stunde durch Jatta zum Ausgleich. Einen Freistoß von Scheifler verlängerte der Stürmer mit dem Hinterkopf ins Tor. Bis zur Pause vergaben beide Vereine einen möglichen zweiten Treffer.
Die Halbzeitansprache von FV-Coach Marco Konrad schien Wirkung zu zeigen, denn wieder hatten die Hausherren die besseren Chancen. Doch Omar Jatta schoss innerhalb von fünf Minuten zwei Mal aus guter Position vorbei. Die Gäste schafften es auch in der zweiten Hälfte, ins Spiel zurückzukommen und die FV-Defensive gehörig unter Druck zu bringen. Bei der besten Gelegenheit schoss Göktas an den Pfosten, von dort aus sprang der Ball in die Arme von FV-Torspieler Manuel Herrmann. Die Mehrzahl der Chancen hatte zwar Ravensburg, aber vor allem Omar Jatta konnte beste Möglichkeiten nicht verwerten. Nach 90 Minuten endete die Partie mit einem leistungsgerechten Unentschieden, das die Münchinger freilich glücklicher stimmte als die Hausherren. „Das war zu Hause unsere schwächste Partie“, sagte Ravensburgs enttäuschter Trainer Marco Konrad nach der Begegnung. „Zu Beginn der ersten und zweiten Halbzeit hatten wir die Chancen zum Sieg, aber haben sie nicht genutzt.“ –
Tore: 0:1 (24.) Göktas, 1:1 (29.) Jatta. – Schiedsrichter: Rößler (Uhldingen-Mühlhofen). – Zuschauer: 200.
Quelle Bild: www.schwäbische.de
Der FV schaffte den Siegtreffer am Samstag nicht:
Omar Jatta gegen Münchingens Torwart Michael Quattlender.
Bonlandens Feuerwerk brennt eine Hälfte lang
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 22.11.2010
Der Verbandsliga-Titelaspirant erteilt dem TSV Münchingen beim 4:1 (4:0) eine Lehrstunde.
Von Daniel Renkonen
Nach einer halben Stunde hätten die Münchinger Fans am Samstag getrost nach Hause gehen können. Denn zu diesem Zeitpunkt lag ihr Team bereits aussichtslos mit 0:3 gegen den Favoriten aus Bonlanden zurück. Die Gäste hatten ein wahres Fußballfeuerwerk abgebrannt und den hilflosen Aufsteiger nach allen Regeln der Kunst vorgeführt.
Und als Michael Zimmermanns traumhafter 40-Meter-Steilpass SV-Außenstürmer Fabian Ness erreichte und der frei stehend zum 0:4 einschob, schien sich im Strohgäu ein Debakel anzubahnen. "Das war die schlechteste Halbzeit, die ich von meiner Mannschaft in dieser Saison gesehen habe", fauchte Münchinges Coach Oliver Munz nach dem Spiel. Immerhin ist es dem ehrgeizigen Coach in der Pause gelungen, seine demoralisierten Spieler wieder etwas aufzurichten. Mit drei neuen Akteuren versuchte er die Niederlage wenigstens in Grenzen zu halten.
Das Münchinger Unglück nahm schon in der 7. Minute seinen Lauf, als Spielmacher Panagiotis Deligiannidis mit einer Direktabnahme die schnelle Führung besorgte. Danach folgte eine Bonlandener Fußballdemonstration. Mit schnellem Kurzpassspiel wurde das Mittelfeld gekonnt überbrückt. Den Münchingern blieb nur die Statistenrolle. Sie wirkten pomadig und standen zu weit weg von ihren Gegenspielern, was sich auch Munz hinterher nicht erklären konnte. Das 2:0 war also nur eine Frage der Zeit.
Zunächst konnte TSV-Torspieler Michael Quattlender einen Drehschuss von Kevin Siekerman noch parieren, aber dann machte es der SV-Angreifer besser. Mit einem Schuss aus spitzem Winkel ins lange Eck düpierte er Quattlender in der 26. Minute. Acht Minuten später herrschte wieder höchste Alarmstufe im TSV-Strafraum. Diesmal war der Ex-Rutesheimer Maximilian Schwarz durchgebrochen und wurde von Andreas Kuch durch ein Foul gestoppt. Fabian Ness ließ sich die Chance nicht entgehen und schickte Münchingens Torspieler ins falsche Eck - 0:3 (34.).
Derselbe Spieler krönte seine Galavorstellung mit dem 4:0 in der 41. Minute. Und die Gastgeber? Einen Schuss von Marc Pendl brachten sie in der ersten Hälfte auf das Bonlandener Tor. Mehr war nicht drin. "Ich hätte zur Pause normalerweise alle Spieler auswechseln müssen", sagte der Trainer. Doch der Aufsteiger zeigte wenigstens, dass er kein Kanonenfutter ist. Mit Michele Basta, Christian Buck sowie Emil Maier kam mehr Schwung ins Münchinger Spiel. Und bei Bonlanden stotterte der Angriffsmotor. Im Gefühl des sicheren Sieges schalteten die Gäste zudem einen Gang zurück, so dass die Munz-Elf zu einigen Chancen kam. Doch Andreas Kuch hatte mit seinen Distanzschüssen kein Glück.
So dauerte es bis zur 89. Minute, ehe doch das Ehrentor für die Gastgeber fiel. Nach einem Missverständnis in der Bonlandener Hintermanschaft brauchte Benjamin Korusic das Leder nur über die Torlinie zu schieben.
Marc Pendl sorgt für klare Verhältnisse
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 15.11.2010
In der Verbandsliga gelingt dem TSV Münchingen beim VfL Nagold ein 3:0(2:0)-Erfolg.
Von Albert Kraushaar
Neunzig Minuten mitgespielt, aber keine einzige zwingende Torchance erarbeitet - nach dem Sieg bei der SpVgg Ludwigsburg folgte für den VfL Nagold gegen den TSV Münchingen die Ernüchterung. Mit dem 0:3 zementierte die Elf von Trainer Benjamin Maier ihren Heimkomplex. Dabei war man gegen den Aufsteiger extra auf den Kunstrasenplatz ausgewichen.
Unter dem Strich ein Fehler, von dem am Ende der TSV Münchingen profitieren sollte. Nach kurzem Abtasten führte die erste gute Aktion der Gäste zur Führung. Der Ball kam nach einem weiten Pass aus dem Mittelfeld auf die linke Seite zum frei stehenden Marc Pendl, und der hob den Ball aus abseitsverdächtiger Position über den herausstürmenden Matthias Müller hinweg ins Netz (7.).
Die bis dahin unsichere linke Seite mit Marc Böttinger und Peter Steeb verlor vollends die Übersicht. Sie kam mit den schnellen, im ständigen Wechsel von Kürsat Göktas und Gabriel Fota vorgetragenen Angriffen nicht zurecht. Das 0:2 war die logische Folge. Erneut hatten sich die Münchinger clever über links durchgespielt, der Ball kam nach innen auf VfL-Torhüter Müller, der das Leder vor die Füße des mitgelaufenen Marc Pendl abklatschte. Pendl hatte keine Mühe, auch den zweiten Treffer zu erzielen (17.).
Beim VfL Nagold, der mit Anton Stamer für Marco Quiskamp auf der Sechserposition, Timo Hebing für Nils Schuon auf rechts sowie Daniel Schachtschneider und Dominik Golubovic von Beginn an spielte, war das Selbstvertrauen wie weggeblasen. Die Elf bemühte sich zwar, kam jedoch nur bis zum Münchinger Strafraum. Vor der 16-Meter-Linie machten die Gäste mit der 2:0-Führung im Rücken geschickt die Räume eng, der kleine Kunstrasenplatz wurde zur Falle für den VfL. Kurz vor der Pause fiel fast das 0:3 durch Harun Sever (40.), die Nachschussmöglichkeit vergab Benjamin Korusic.
Im zweiten Abschnitt zeigte der VfL Nagold weiter ein gefälliges Mittelfeldspiel, ohne jedoch den Ball entscheidend vor das Gehäuse von Michael Quattlender zu bekommen. Von Chancen wie sie die Münchinger Kürsat Göktas (64.) oder Harun Sever (66.) hatten, ganz zu schweigen. Bis zur 69. Minute mussten die VfL-Fans warten, ehe Manuel Zug nach einer Kombination über Timo Hebing und Daniel Schachtschneider gefährlich vor Quattlender auftauchte. Der erlebte einen geruhsamen Nachmittag, zumal seine Vorderleute Andreas Kuch, Michael Sparka, Michael Koch und Gabriel Fota auch nach der Führung konsequent und energisch gegen den Ball arbeiteten.
Nach einem Fehler von Müller hatte Göktas eine Viertelstunde vor Schluss das 3:0 auf dem Fuß. Das fiel aber erst zehn Minuten später, als Schiedsrichter Asmir Osmanagic nach einer Attacke von Müller gegen den eingewechselten Michele Basta auf den Elfmeterpunkt zeigte. Sever machte endgültig alles klar.
Münchingens Joker Michele Basta macht alles klar
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 08.11.2010
Der Verbandsliga-Aufsteiger behält auf eigenem Platz gegen den 1.FC Frickenhausen mit 2:0 die Oberhand.
Von Daniel Renkonen
Der TSV Münchingen ist wieder zurück in der Erfolgsspur. Dank Michele Basta. Sein sehenswerter 18-Meter-Knaller machte gestern Nachmittag auf dem nassen Kunstrasenplatz alles klar. Wie ein Strich rauschte das Leder gegen den Innenpfosten und von dort zum 2:0 in die Maschen. Sein Trainer Oliver Munz hatte ihn zuvor für den müde wirkenden Torjäger Marc Pendl gebracht. "Ich kenne halt die Qualitäten meiner Spieler", kommentierte der Münchinger Coach seinen Glücksgriff.
Seinem Gegenüber Murat Isik war dagegen gar nicht zum Lachen zu Mute. Mit versteinerter Miene verließ er nach der Partie fluchtartig den Ort des Geschehens. Seine technisch versierte Elf kam weder mit dem Platzverhältnissen noch mit dem vielbeinigen Münchinger Abwehrriegel zurecht, der von Andreas Kuch einmal mehr souverän organisiert wurde. Auf dem glitschigen Kunstrasen waren die Frickenhausener Spielkünstler mit ihrem Latein am Ende. So blieb"s bei einer einzigen Torchance. Und die resultierte auch noch aus einer Standardsituation, als Gonzalves Rodrigues mit einem Freistoß scheiterte (65.). Münchingens Keeper Michael Quattlender konnte das Leder mit einem Hechtsprung noch aus dem Torwinkel fischen.
Auf der anderen Seite erwischten die Gastgeber den besseren Start. Nach einer Konfusion in der Frickenhausener Hintermannschaft stand Harun Sever goldrichtig. Im zweiten Nachschuss bugsierte er den Ball zur umjubelten 1:0-Führung aus kurzer Distanz in die Maschen. Danach verflachte die Partie, weil die Münchinger die Räume eng machten und Frickenhausen spätestens am Strafraum nicht mehr weiterwusste. Gästetrainer Isik brachte mit Benjamin Fischer und Marco Parrotta zwei neue Spieler, um das Flügelspiel seiner Mannschaft zu verstärken. Doch das entscheidende Tor fiel auf der Gegenseite. Zum Matchwinner wurde dabei der quirlige Michele Basta, über den nach seiner Einwechselung fast alle Konter liefen. Die Folge waren zwei dicke Torchancen. Zunächst scheiterte Kürsat Göktas nach einer schönen Ballstaffette, als er das Leder um Zentimeter am langen Pfosten vorbeischoss (71.). Kurz darauf scheiterte auch Harun Sever aus kurzer Distanz. Erst als sich Basta aus 18 Metern selbst ein Herz fasste, war die Partie vollends entschieden.
Mit etwas Glück hätten die Münchinger gegen die entblößte Frickenhausener Verteidigung in der Schlussphase noch einen drauflegen können. Nach einem Konter kam der eingewechselte Christian Buck um Haaresbreite zu spät an den Ball, so dass Frickenhausens Keeper Florian Hekele das 3:0 verhindern konnte.
Einen kleinen Aufreger gab es noch in der Schlussminute, als ein Gästespieler nach einem Zweikampf im Strafraum zu Boden fiel. Kurz darauf wartete alles auf einen möglichen Pfiff von Schiedsrichter Marco Fritz. Der griff tatsächlich zur Pfeife, doch er zeigte zur Verwunderung der Gäste nicht auf den Elfmeterpunkt, sondern in Richtung Ball. Und das heißt: Das Spiel ist aus.
Nach der ersten Hälfte ist schon alles vorbei
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 02.11.2010
Der TSV Münchingen unterliegt dem TV Echterdingen in der Verbandsliga mit 1:3 (0:3).
Von Andreas Klingbeil
Einige Zuschauer im Echterdinger Sportpark Goldäcker hätten es beinahe gar nicht mitbekommen. Münchingens Marc Pendl hatte gerade mit einem trockenen 18-Meter-Schuss flach links unten ins Tor getroffen. Der Schütze drehte nur teilnahmslos ab, trottete in Richtung eigener Hälfte. Kein Jubel, keine Glückwünsche, noch nicht einmal die Miene bei Pendl hellte sich auf. Es war klar: Das Tor zum 1:3 kam viel zu spät. Der TV Echterdingen rettete sich in den letzten acht Minuten über die Zeit, feierte seinen zweiten Saisonsieg und ist damit schneller als gedacht wieder ein ernst zu nehmender Konkurrent des TSV Münchingen im Kampf um den Klassenerhalt.
Von der zuletzt immer größer werdenden Verunsicherung auf Echterdinger Seite war im ersten Durchgang nichts zu sehen. Die Mannschaft attackierte früh, und zeigte mehr Entschlossenheit in den Zweikämpfen. Der Verlauf der Partie spielte den Gastgebern zudem voll in die Karten. Als ein Eckball 20 Meter vor dem Tor bei Sven Lukac landete, hielt der mit links einfach drauf und traf in den Winkel. Ein Schuss, wie ihn selbst Bundesligaprofis höchstens nur einmal pro Saison erwischen (8.). Das zweite und dritte Tor - auch noch im ersten Durchgang - fiel jeweils im direkten Gegenzug an die beiden besten Münchinger Gelegenheiten. TV-Schlussmann Valentin Haug ließ den Ball nach einer Flanke von Michele Basta überraschend aus den Händen gleiten, doch es fehlt der Münchinger Nutznießer. Auf der Gegenseite bediente Lukac seinen Sturmpartner Giuseppe D"Elia - 2:0 (11.).
D"Elia war es auch, der von einer unfreiwilligen Kopfballverlängerung von Michael Sparka profitierte und Schlussmann Michael Quattlender aus kurzer Distanz zum dritten Mal bezwang (30.). Eine Minute zuvor stand Marc Pendl nach einem Eckball mutterseelenallein am langen Pfosten und brachte das Kunststück fertig, aus drei Metern per Kopf, das Tor nicht zu treffen.
Münchingen lag fast aussichtslos zurück, weil das eigene Spiel nicht druckvoll genug angelegt war. Den Ball ließen die Schützlinge von Trainer Oliver Munz teilweise zwar ansehnlicher durch die eigenen Reihen laufen als der TV Echterdingen, der Effekt tendierte jedoch Richtung Null. Und dass mit Andreas Kuch und Gabriel Fota im Zentrum zwei kaum zu ersetzende Spieler fehlten, wurde mehr als einmal deutlich.
Mit Beginn des zweiten Durchganges zog sich der TV Echterdingen in die eigene Hälfte zurück und überließ den Gästen das Terrain. Doch das Anrennen verpuffte nahezu wirkungslos. Ausgerechnet Kürsat Göktas, der auf der zentralen Position in der Viererkette aushelfen musste, gab dem Spiel nach vorne noch die meisten Impulse. Es kam nicht von ungefähr, dass er kurz vor dem Anschlusstreffer auch die größte TSV-Möglichkeit hatte, einen Kopfball aus acht Metern aber knapp über das Tor setzte (81.).
Was möglich gewesen wäre, zeigte das Tor von Marc Pendl. Den Gastgebern schien langsam aber sicher die Luft auszugehen, Entlastung blieb die Ausnahme. Und auch die Sicherheit aus dem ersten Durchgang verflüchtigte sich von Minute zu Minute. Doch dem TSV Münchingen fehlt ein durchschlagskräftiger Stürmer. Die Mannschaft glaubte trotz des 1:3 schon nicht mehr an eine mögliche Wende.
Bissingen bestraft Münchingens Passivität
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 25.10.2010
Bei unglücklicher 0:1-Derbyniederlage verschläft die Elf von Trainer Oliver Munz die erste Halbzeit.
Von Daniel Renkonen
Eine starke Viertelstunde hat dem TSV Münchingen im Verbandsliga-Derby gestern zu Hause gegen den FSV 08 Bissingen nicht gereicht. Die Gäste erwiesen sich vor etwa 300 Zuschauern als weitaus abgezockter und schlugen dann in der 86. Minute eiskalt zu. Nach einer traumhaften Ballstaffette über vier Stationen flankte Mario Di Biccari fast von der Eckfahne gefühlvoll nach innen. Dort stand 08-Kapitän Holger Ludwig mutterseelenallein am langen Eck und jagte den Ball flach zum Siegtor ins Netz. Die Münchinger waren düpiert, zumal ihre anschließende Schlussoffensive nichts mehr einbrachte. Der eingewechselte Tuncay Dilek traf in der 88. Spielminute mit einem Drehschuss nur das Außennetz.
Münchingens Trainer Oliver Munz sprach hinterher von einem chancenarmen Spiel. "Wir haben es heute einfach nicht geschafft, den besser postierten Spieler zu finden", analysierte Munz. Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause fehlte den Gastgebern vor dem Bissinger Tor die nötige Durchschlagskraft. Lediglich zwei Chancen von Marc Pendl (39./50.) sorgten für Gefahr vor dem Bissinger Tor, in dem Torspieler Sven Burkhardt nicht immer den sichersten Eindruck machte. Besonders seine Abschläge missglückten auf dem nassen Rasen des Netzbrunnenstadions gestern total. Sie landeten entweder beim Gegner oder im Toraus. Doch sein Trainer nahm Burkhardt hinterher ausdrücklich in Schutz: "Bei solchen Bodenverhältnissen darf man den Ball einfach nicht so oft zum Torwart zurückspielen."
So sahen die Zuschauer, die in der Kälte frieren mussten, lange Zeit eine niveaulose Partie, die sich überwiegend im Mittelfeld abspielte. Von den wenigen Chancen hatten die Gäste eindeutig die hochkarätigeren. Sie scheiterten aber am erneut starken Michael Quattlender im Tor. Seine wohl größte Tat vollbrachte er in der 45. Minute, als er einen Fehlpass von Michael Sparka ausbügelte. Mit einem Reflex konnte er gegen den frei vor ihm stehenden Ümit Genc klären. Den Nachschuss brachten die Bissinger ebenfalls nicht im leeren Tor unter, sondern schossen einen Münchinger Abwehrspieler an.
Nach der Pause stand Quattlender in der 71. Minute wieder im Brennpunkt. Diesmal war Nebih Kadrija alleine vor ihm abgetaucht, doch erneut konnte er den Schuss abblocken. Als die Münchinger in der Schlussphase aufmachten, starteten die Gäste noch einen gefährlichen Konter. Nach einem weiten Ball aus dem Mittelfeld war der schnelle Mustafa El M" Hassani der TSV-Abwehr enteilt. Er steuerte allein auf Michael Quattlender zu und hatte ihn bereits umkurvt. Doch der Schuss klatschte zum Entsetzen der mitgereisten Bissinger Fans gegen den Pfosten (89.)
"Wir hätten den Ball heute einfach mehr fordern müssen", trauerte Oliver Munz der Heimniederlage nach. Für den Tabellenfünften FSV 08 Bissingen zeigt die Formkurve dagegen weiter nach oben. Das Team ist nun bereits seit fünf Spielen ungeschlagen. Münchingen rangiert auf Rang neun.
3:1 - die Münchinger Konter sitzen
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 18.10.2010
Munz-Elf lässt sich bei Verbandsligist 1. FC Heidenheim II auch durch Fotas Platzverweis nicht beirren.
Von Daniel Renkonen
Der Aufwärtstrend des TSV Münchingen in der Fußball-Verbandsliga hält weiter an. Trotz einer Roten Karte für Gabriel Fota hielt das Münchinger Abwehrbollwerk dem Druck von Heidenheim II stand. So kam der TSV letztlich zu einem verdienten 3:1 (2:1)-Auswärtssieg. Die Partie auf Kunstrasen wurde vor 50 Zuschauern fast zu einem Heimspiel der Münchinger, deren mitgereiste Fans sogar in der Überzahl waren.
Die Gäste aus dem Strohgäu hatten einen Traumstart erwischt. Bereits nach einer Viertelstunde führten sie mit 2:0. Zunächst flankte Michael Koch mustergültig auf den Kopf von Kürsat Göktas, der das Leder unhaltbar zur 1:0-Führung (11.) verwertete. Nur vier Minuten später durften die Münchinger erneut jubeln. Diesmal erzielte das Tor ein Heidenheimer, er traf allerdings in die falsche Richtung. Nach einer Flanke von Ümit Saygi hatte FC-Abwehrspieler Michael Urban das Leder unhaltbar für seinen Torspieler verlängert. Der Ball senkte sich in hohem Bogen in den Heidenheimer Kasten. "Wir sind sehr gut in das Spiel hereingekommen", bilanzierte Münchingens Trainer Oliver Munz.
Doch dann folgte die Schrecksekunde. Nach einem Zweikampf war der Heidenheimer Stürmer der Gästeabwehr enteilt, so dass er von Verteidiger Gabriel Fota im Strafraum nur noch mit einer Notbremse von den Beinen geholt werden konnte. Fota sah hierfür die Rote Karte. "Die Karte kann man geben. Ich hätte mir aber ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl vom Schiedsrichter erwartet", sagte Munz. Den fälligen Strafstoß verwandelte Unäl Demirkiran zum 1:2 Anschlusstreffer (20.).
Darauf folgte die stärkste Phase der Gastgeber, die gegen die dezimierten Münchinger auf den Ausgleich drängten. Richtig gefährlich wurde es vor dem Tor von Michael Quattlender aber selten. Außerdem konnte sich der Gäste-Torspieler in gewohnter Manier zweimal auszeichnen. Kurz nach der Pause wurden die Gastgeber nach einem Konter wieder eiskalt erwischt. Diesmal fand Mittelfeldmotor Marc Pendl die entscheidende Lücke im Heidenheimer Abwehrverbund. Sein mustergültiger Pass erreichte Domenico Russo, der das Leder eiskalt zum 3:1 Endstand (55.) einnetzte. Für den TSV-Trainer ist der Auswärtssieg allerdings kein Grund zur Euphorie. "Die Liga ist sehr ausgeglichen, wichtig ist für uns, dass wir Punkte so viele wie möglich sammeln." Bereits am kommenden Sonntag wartet die nächste harte Nuss auf sein Team. Denn der FSV Bissingen kommt.
Pendl schießt Münchingen zum Sieg
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 11.10.2010
Beim 2:0 in der Verbandsliga gegen Wangen zeigt derzweifache Torschütze, wie wertvoll er ist.
Von Daniel Renkonen
Er kam, sah und siegte. Marc Pendl hat seinen TSV Münchingen gestern mit einem Doppelpack zum 2:0(1:0)-Sieg geschossen. Die Gäste aus Wangen wachten zu spät auf und konnten die Gastgeber erst in den letzten 20 Minuten in ihrer Hälfte einschnüren. Doch Münchingens Torspieler Michael Quattlender bügelte seinen entscheidenden Patzer von der Rutesheim-Partie wieder aus und hielt mit mehreren Glanzparaden die Null fest.
Während Quattlender hinten dicht machte, sorgte Marc Pendl in alter Torjägermanier für die Treffer. Beide Tore fielen zum psychologisch günstigsten Augenblick kurz vor und nach dem Wechsel. Zunächst wurde Angreifer Benjamin Korusic im Strafraum von Wangens Verteidiger Fabian Eninger zu Fall gebracht. Schiedsrichter Markus Kugele zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Diese Chance ließ sich Marc Pendl nicht entgehen und schickte den Ball mit einem platzierten Schuss halbhoch zur 1:0-Führung ins Netz. Zwei Minuten zuvor hätte Wangens Stürmer Jean Luc Perlas die Führung für die Gäste machen müssen. Er war allein vor dem herausstürmenden Quattlender aufgetaucht, doch der Torspieler wehrte den Flachschuss mit dem Körper ab.
Die zweite Hälfte begann wie die erste aufhörte - mit einem Paukenschlag. Und wieder führte Pendl glänzend Regie. Mit einem unhaltbaren Flachschuss von der Strafraumgrenze ins lange Eck sorgte er in der 49. Minute für die Vorentscheidung. Die Niederlage der Allgäuer Remis-Spezialisten war damit so gut wie besiegelt. Münchingen verlegte sich fortan aufs Kontern und ließ die Gäste kommen.
Deren Schlussoffensive blieb immer wieder an Quattlender hängen. Zunächst boxte er einen 35-Meter-Hammer des eingewechselten Daniel Adolf Wellmann aus dem Winkel (76.). Nur eine Minute später schoss Perlas frei stehend vorbei. Und in der 79. Minute war Quattlender nach einem Schuss von Alexandros Nikolaidis zur Stelle.
Einziger Wermutstropfen im Münchinger Freudentaumel war die Gelb-Rote Karte für Defensivmann Andreas Kuch wegen wiederholten Foulspiels (81.). Trainer Oliver Munz machte seinen Spielern nach der Partie ein großes Kompliment. Ein Sonderlob gab"s für den Erfolgsgaranten Marc Pendl: "Wir wissen, was wir an ihm haben. Er kann seine Chancen sehr gut nutzen. Das hat er heute gezeigt."
3:2 - SKV siegt im Derby nach furiosem Finale
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 02.10.2010
Bis zur 78. Minute sieht der TSV Münchingen im Bühl wie der sichere Sieger aus und bricht dann ein.
Von Daniel Renkonen
Die Rutesheimer haben ihr Glück gestern Abend kaum fassen können. Bis zur 78. Minute sahen sie in einem dramatischen Verbandsliga-Derby gegen den TSV Münchingen schon wie der sichere Verlierer aus. Dann unterlief ausgerechnet Gästekeeper Michael Quattlender ein verhängnisvoller Fehler, von dem sich sein Team nicht mehr erholte. Die Szene sorgte noch nach der Partie für viel Gesprächsstoff unter den rund 300 Zuschauern im Sportpark Bühl. Was war passiert?
Nach einem scheinbar harmlosen Angriff der Rutesheimer hatte Quattlender den Ball unter Kontrolle. Als er ihn abwerfen wollte, glitt ihm das nasse Leder aus der Hand und fiel dem aufgerückten SKV-Verteidiger Andreas Braitmaier vor die Füße. Der brauchte das Leder zum Entsetzen der lange Zeit überlegenen Münchinger nur noch ins leere Tor zu schieben.
Der Treffer war das Signal für einen furiosen SKV-Endspurt, bei dem jeder Schuss ein Tor war. Zunächst rannte Chris Baake auf dem rechten Flügel allen davon und flankte in den Strafraum, wo gleich zwei Münchinger wegrutschten. Torjäger Marcel Schreiber stand völlig frei und hämmerte das Leder aus zwei Metern in die Maschen - 2:1 (83.). Als die Begeisterung auf den Rängen keine Grenzen mehr kannte, fasste sich der eingewechselte Sascha Häcker ein Herz. Mit einem 30-Meter-Diagonalpass bediente er Alexander Wetsch, der per Kopf aus kurzer Distanz sogar das 3:1 in der 90. Minute markierte. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hatte die SKV das Spiel vollends auf den Kopf gestellt. Das 2:3 Anschlusstor nach einem schönen Kopfball von Gabriel Fota in der 92. Minute kam zu spät.
Dabei hatten die Münchinger Spiel und Gegner 75. Minuten lang fest im Griff. Marc Pendl hatte in der 37. Minute nach einem schweren Fehler von Manuel Lutz das 1:0 für die Münchinger geschossen. Freistehend hämmerte er das Leder in bester Torjägermanier unter die Latte. SKV-Torspieler Jens Rienhoff konnte nicht einmal reagieren. Auch seine Rutesheimer wirkten über weite Strecken wie gelähmt. Lediglich Marcel Schreiber hatte zwei dicke Möglichkeiten zum Ausgleich, bei dem er sich einmal den Ball zu weit vorlegte (42.). Während die Rutesheimer verkrampft und ideenlos agierten, nahmen die Gäste das Zepter von der ersten Minute in die Hand. Die Elf von Trainer Oliver Munz zeigte die bessere Spielanlage. Doch vor dem Tor fehlte den Münchingern ein Knipser. Zum Unglücksraben wurde neben Keeper Quattlender auch Michele Basta, der in der 75. Minute eine hundertprozentige Chance zum wohl vorentscheidenden 2:0 vertändelte. Nach einem missglückten Rückpass von Robert Ludescher stand er plötzlich allein vor Jens Rienhoff, aber Basta zögerte zu lange.
Mitreißende Münchinger holen 2:2 gegen Tura
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 27.09.2010 Fußball
Der Munz-Elf fehlen in einer hochklassigen Partie zwölf Minuten zum Sieg gegen Untermünkheim.
Von Daniel Renkonen
Der TSV Münchingen war gestern Nachmittag ganz dicht dran am zweiten Heimsieg in Folge. Doch dann brachte der Tabellenzweite Tura Untermünkheim im Duell der Aufsteiger seinen letzten Joker auf das Spielfeld. Der Meister persönlich sollte es richten: Der 36-jährige Spielertrainer Fredi Skurka wechselte sich selbst ein.
Ganze acht Minuten nach seiner Einwechslung zeigte der Spielmacher, warum ihn viele "Mister Untermünkheim" nennen. Mit einem butterweichen Pass aus dem Fußgelenk hebelte er die gesamte Münchinger Viererkette aus und schickte seinen Stürmer Andreas Volz in den Strafraum. Volz schaute kurz und hob das Leder gefühlvoll über den herausstürmenden Münchinger Keeper Michael Quattlender zum 2:2 Endstand ins Netz.
Es war der Schlusspunkt einer mitreißenden Partie auf dem Sportplatz am Netzbrunnen. Beide Teams spielten voll auf Sieg und lieferten den Fans über weite Strecken begeisternden Offensivfußball. "Wir wollten hier unbedingt gewinnen, aber Münchingen hat sich den Punkt verdient", sagte Tura-Trainer Skurka anerkennend. Das wollten die Münchinger auch und überraschten mit einer forschen Aufstellung. Marc Pendl kehrte nach seiner Verletzung wieder ins Team zurück und sorgte zumindest eine Halbzeit lang in der Offensive für viel Wirbel. So hätte es schon nach fünf Minuten 2:0 für die Münchinger stehen können, als Pendl seine Mitspieler zweimal glänzend ins Szene setzte. Zunächst wurde auf der Linie geklärt, dann scheiterte Benjamin Korusic freistehend.
Folglich musste Marc Pendl selbst ran. Domenico Russo hatte ihn im Strafraum geschickt freigespielt, und Pendl zimmerte das Leder flach ins lange Eck zur 1:0 Führung (15.). In der 31. Minute hatte der Rückkehrer sogar das 2:0 auf dem Kopf. Nach einem Freistoß von Kürsat Göktas traf er den Ball aber nicht richtig. Torspieler Benjamin Gorzawski konnte parieren. Das wär"s gewesen. Doch Tura spielte sich in die Partie zurück. Der agile Stürmer Duane Carl Collins hätte in der 37. Minute schon den Ausgleich machen müssen. Eine Minute später war es so weit. Nach einer Ecke sprang der aufgerückte Innenverteidiger Daniel de Freitas Sahdo am höchsten. Gegen seinen platzierten Kopfball ins lange Eck war für Quattlender kein Kraut gewachsen. Wenige Minuten später brannte es wieder vor dem Tura-Tor lichterloh. Im Nachschuss hämmerte Michael Koch den Ball mit links an den Pfosten.
Nach dem Wechsel war wieder der Tabellenzweite am Drücker, aber Michael Quattlender im TSV-Tor wuchs förmlich über sich hinaus. Mit zwei Glanzparaden verhinderte er einen Rückstand. Seine größte Tat vollbrachte er in der 57. Minute, als er einen abgefälschten Freistoß von Sebastian Mechnik mit den Fingerspitzen aus dem Torwinkel fischte. Mitten in die Drangphase hinein schlugen die Gastgeber ihrerseits eiskalt zurück. Einen effetvollen Freistoß von Göktas verlängerte Christian Buck zum umjubelten 2:1 Führungstreffer ins lange Eck (68.).
Dann kam Skurka und rettete seiner Elf wenigstens einen Punkt. Drei Minuten vor dem Ausgleich hatte Quattlender noch das scheinbar sichere 2:2 verhindert. Einen Schuss von Andreas Volz konnte er mit einem Reflex gerade noch um den Pfosten drehen. Die Münchinger hatten ihrerseits Pech. Sie trafen insgesamt dreimal den Pfosten. "Wir hätten das Spiel gewinnen können", sagte Trainer Oliver Munz.
Keeper Quattlender rettet Münchingens Dreier
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 20.09.2010
Im Duell der Landesligaaufsteiger behält der TSV beim SV Nehren trotz Unterzahl mit 1:0 die Oberhand.
Von Daniel Renkonen
Der TSV Münchingen ist endgültig in der Verbandsliga angekommen. Nach einer Abwehrschlacht in der Schlussphase sicherten sich die Schützlinge von Trainer Oliver Munz einen 1:0 (0:0)-Sieg beim kampfstarken SV Nehren. Bis zur Schlussminute stand die Partie Spitz auf Knopf, weil die Gäste ab der 62. Minute mit einem Mann weniger spielen mussten. Gabriel Fota sah nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Zuvor hatten die Münchinger den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum gebracht.
Die Schlüsselszene des Spiels ereignete sich aber in der 47. Minute, als der Schiedsrichter einen Strafstoß für die Gastgeber gab. Doch Neuzugang Michael Quattlender parierte den Schuss von Jakob Braun mit einem Reflex. Hierfür gab es hinterher ein "Extralob" vom Trainer. "Der Michael hat einen ganz wichtigen Elfmeter gehalten, weil wir danach sicherlich Probleme gehabt hätten, wieder ins Spiel zu kommen", analysierte Oliver Munz.
Für ihn war der gehaltene Elfmeter zudem eine Art Weckruf für seine Spieler. "Sie haben gemerkt, dass sie noch stärker dagegenhalten müssen", sagte Munz. Mehr noch: die Münchinger markierten nur zwei Minuten nach Fotas Platzverweis nach einem eiskalten Konter sogar den umjubelten Siegtreffer. Michele Basta hatte sich nach einem Dribbling schön in den Strafraum gespielt. Anstatt selbst zu schießen, passte er das Leder zentimetergenau auf den Fuß des mitgelaufenen Benjamin Korusic. Der schlenzte das Leder überlegt zum entscheidenden Tor in die Maschen.
In der Folgezeit drückten die Gastgeber zwar mit Macht auf den Ausgleich, aber die Münchinger Abwehr hielt dem Druck stand. Dazu vergab Nehren noch zwei klare Torchancen. Mit etwas Glück hätten die Gäste sogar noch das 2:0 machen können. Nach einem Sprintduell fehlte Domenico Russo aber die nötige Kraft, um alleine auf Nehrens Torspieler Sergej Konradi zuzusteuern. So blieb"s beim ersten Münchinger Auswärtssieg. "Der Sieg gegen Aalen II ist jetzt noch viel mehr wert, weil wir uns in der Tabelle verbessern konnten", bilanzierte Munz.
Russos Distanzschuss bricht den Bann
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 13.09.2010
Beim 2:0 gegen Aalen II macht der TSV Münchingen alles richtig und feiert den ersten Saisonsieg.
Von Daniel Renkonen
Es war der Tag der Überraschungen am Samstagnachmittag in Münchingen. Zunächst verlegte der TSV die Partie kurzerhand vom Netzbrunnenstadion auf den benachbarten Rasenplatz, und dann fuhr die Elf von Trainer Oliver Munz noch ihren ersten Saisonsieg ein. Der 2:0-Erfolg (1:0) gegen die Zweite des VfR Aalen ist auch deshalb verdient gewesen, weil die technisch starken Gäste weder mit dem holprigen Platz noch mit der Taktik der Münchinger zurechtkamen. Die hatten um Leitwolf Andreas Kuch ein wahres Abwehrbollwerk aufgebaut und suchten mit überfallartigen Angriffen den Erfolg.
Begünstigt wurde der Münchinger Sieg allerdings durch einen klaren Fehler von Aalens Torspieler Philipp Pless. Dieser ließ in der 15. Minute einen Distanzschuss von Domenico Russo aus über 30 Metern zum Entsetzen seiner Mitspieler durch die Hände zur umjubelten Münchinger Führung gleiten. Der Ball tickte kurz vor dem Keeper noch auf, so dass dieser offenbar irritiert wurde. Für Aalens Trainer Petar Kosturkov ist es ein "klarer Torwartfehler" gewesen, aber der VfR-Coach nahm seinen 19-Jährigen Schlussmann nach der Partie trotzdem in Schutz. "Wir hatten nach dem Gegentor noch 75. Minuten Zeit, um den Ausgleich zu schießen. Und das haben wir nicht geschafft."
Sein Gegenüber Oliver Munz lobte dagegen seinen Torschützen Domenico Russo: "Man muss in so einer Situation auch den Mut haben, aus so einer Entfernung einfach mal zu schießen." Wie gut für die Münchinger, dass die Gäste in der Folgezeit nicht so gut zielten. Zunächst jagte Lukas Foelsch das Leder aus kurzer Distanz freistehend vorbei (40.), dann rettete Kuch in letzter Minute vor der Linie. Und kurz vor der Pause stand Oliver Wild im Strafraum ganz frei. Doch er jagte das Leder überhastet in den Fangzaun.
Bis dato war die Taktik von Oliver Munz, der Michael Sparka in die Abwehrkette beorderte, also voll aufgegangen. Dort lieferte er eine ganz starke Partie ab. Dazu waren die Gastgeber bei ihren Angriffen brandgefährlich. Einer davon führte in der 60. Minute zum vorentscheidenden 2:0, als Harun Sever im Strafraum schön freigespielt wurde. Er war einen Tick schneller am Ball als der herausstürmende Aalener Keeper. Dieser soll Sever nach Ansicht des Schiedsrichters Matthias Kirchenbauer mit beiden Beinen berührt haben. Folglich zeigte er auf den Elfmeterpunkt. Michele Basta ließ sich die Chance nicht entgehen und hämmerte das Leder halbhoch zum 2:0 Endstand ins Netz (60.).
Der Reserve des VfR Aalen fiel danach nichts mehr ein. Mit etwas Glück hätten die Münchinger sogar noch das 3:0 erzielen können. Doch Michele Basta (Heber) und der eingewechselte Benjamin Korusic (aus zwei Metern) scheiterte an Torspieler Pless. Für Schwung beim TSV sorgte der agile Christian Buck, der nach dem Wechsel für Tuncay Dilek gekommen war. Buck leitete viele Konter ein. Sein Trainer Oliver Munz sprach denn auch von einem verdienten Sieg, "weil die Organisation in der Mannschaft gestimmt hat."
0:4 - Münchingen hat nicht viel zu bestellen
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 06.09.2010
Der Spitzenreiter SV Göppingen legt in der Verbandsliga einen Traumstart mit drei Siegen hin.
Von Markus Munz
Nur zu Beginn der Partie machte der Aufsteiger aus Münchingen dem Göppinger SV das Leben schwer. Der TSV zog sich bei Ballbesitz des Gegners in die eigene Hälfte zurück und versuchte sich offensiv nicht zu verstecken. Nach einer von vielen Zweikämpfen geprägten Anfangsphase gingen die Gastgeber dann etwas überraschend in Führung. Einen Abpraller nahm der erneut agile Domenic Brück an der Strafraumgrenze auf und traf nach 20 Minuten mit einem noch abgefälschten Flachschuss zum 1:0.
Die Elf von Trainer Oliver Munz zeigte sich von dem Rückstand verunsichert und geriet zunehmend unter Druck. Allein Patrick Krätschmer hätte in der Folge für den Sportverein mehrmals erhöhen können. Seine Direktabnahme im Anschluss an einen schnell ausgeführten Freistoß von Dominik Mader ging über das Tor (23.). Krätschmers Heber entschärfte Münchingens Torhüter Michael Quattlender (41.). Kurz vor der Halbzeit brachte Krätschmer dann das Kunststück fertig, nach Vorarbeit von Brück den Ball aus zwei Metern an die Latte zu schießen. So ging es mit dem knappen Ergebnis in die Pause. Dies bemängelte SV-Trainer Uli Haug: "In der ersten Halbzeit haben wir zu wenig Laufbereitschaft gezeigt. Trotzdem hätte es schon 3:0 stehen müssen."
Nach dem Wiederanpfiff hatte der SV Göppingen erneut Anlaufschwierigkeiten, bis Martin Notz eine Flanke von Tilman Siebert zum 2:0 einköpfte (58.). Nach 73 Minuten musste SV-Torhüter Manuel Doll erstmals ernsthaft eingreifen. Münchingens Christian Buck kam im Strafraum zum Schuss, der jedoch nicht platziert genug geriet. Oliver Munz, der den Sportverein beim 5:0-Sieg in Bissingen beobachtet hatte, machte an dieser Szene den Unterschied zwischen den beiden Teams fest: "Aus unseren wenigen Möglichkeiten machen wir kein Tor, das fehlt uns im Moment einfach. Und bei Göppingen kamen von der Bank noch Spieler mit hoher Qualität."
In der Tat drehte der Spitzenreiter zum Ende des Spiels nochmals auf und bot den 400 Zuschauern sehenswerte Aktionen. Tilman Siebert hatte das 3:0 auf dem Fuß, sein Abschluss ging nur knapp am Pfosten vorbei (74.). Dafür erhöhte der eingewechselte Lukasz Majowski drei Minuten später nach gelungenem Spielzug über Siebert und den ebenfalls hereingekommenen Emrah Basol. In der Schlussminute schob Basol sogar noch zum vierten Treffer ein. Vorausgegangen war ein Alleingang von Domenic Brück. SV-Trainer Uli Haug: "Ich bin mit unserer Leistung nicht ganz zufrieden. Aber wenn man 4:0 gewinnt, sollte man nicht zu viel kritisieren."
In Hälfte zwei ist noch Luft nach oben
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 30.08.2010
Verbandsligist TSV Münchingen verpasst in Ludwigsburg die Führung und muss dann froh über das 0:0 sein.
Von Andreas Klingbeil
Da haben sie ihn, ihren ersten Punkt in der Verbandsliga. Und den holten die Mannen vom TSV Münchingen nicht irgendwo, sondern gleich beim Nachbarn, dem Traditionsclub SpVgg 07 Ludwigsburg. Der hat zwar eine ruhmreiche Vergangenheit, die Wahrheit auf dem Platz sieht jedoch anders aus. Bitter war sie, die Realität, zumindest für die Gastgeber. Denn sie fanden in der ersten Hälfte so gut wie nicht statt. Möglicherweise war es der Münchinger Blitzstart, der sie nach der 1:4-Auftaktniederlage in Göppingen endgültig verunsicherte. Nur 19 Sekunden waren am Fuchshof gespielt, da tauchte Michele Basta frei vor Robert Belosevic auf. Doch der zu schwache Schuss wurde eine Beute des 07-Schlussmannes.
Schon diese Szene verdeutlichte das derzeitige Münchinger Dilemma. Vorne fehlt die Durchschlagskraft, ein abgebrühter Stürmer, der solche Chancen in Zählbares ummünzt. Die Gäste, auf vier Positionen in der Anfangsformation verändert, machten das Spiel, obwohl sie eigentlich zunächst den Gegner hatten kommen lassen wollen. Michael Sparka und Michael Koch vor der Viererkette erstickten die zaghaften Ludwigsburger Bemühungen nach vorne im Keime. Vor allen Dingen Koch setzte zudem auch in der gegnerischen Hälfte Akzente. So auch kurz vor dem Wechsel, als er für den eifrigen, aber glücklosen Christian Buck auflegte, dessen Schuss aus 18 Meter aber knapp drüberging (42.). Beim einzigen ernstzunehmenden Angriff der Elf von Trainer Christian Seeber zeigte Neuzugang Michael Quattlender, dass auf ihn Verlass ist, wenn es brenzlig wird. Der TSV-Keeper blieb im Duell gegen den frei durchgebrochenen Markus Schneider mit einem tollen Reflex Sieger (27.).
Das muntere Münchinger Spiel schien sich auch in der zweiten Hälfte fortzusetzen. Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff verfehlte Buck, von halblinks kommend, das lange Eck. Doch die Gäste konnten das hohe Tempo und laufintensive Spiel nicht halten. Ludwigsburg rückte immer weiter auf. Die Vorstöße des Leonbergers Robert Gitschier auf der linken Seite sorgten immer wieder für Gefahr. So legte er nach 51 Minuten für Aleksandar Adzic auf, dessen Volleyabnahme aber über das Quergestänge strich.
Es sollten noch fünf weitere Möglichkeiten dieser Qualität folgen. Seeber hielt es kaum noch an der Seitenlinie. Der Übungsleiter machte es den Seinen ohne Ball vor: mit der Innenseite platziert schieben. Doch die wollten ihren Coach wohl in den Wahnsinn treiben. Domenico Botta hätte das Spiel ganz alleine entscheiden können. Erst knallte er drüber (60.), dann landete sein Seitfallzieher am Außenpfosten (65.), und schließlich touchierte das Leder bei einem weiteren Versuch die Oberkante der Latte (69.).
Nermin Ibrahimovic (73.) und Markus Schneider (75.) ließen zwei weitere hundertprozentige Möglichkeiten aus. Münchinger Entlastung blieb die Ausnahme, eben weil die Gäste in der Regel hinterherliefen, anstatt selbst wie im ersten Durchgang die Richtung vorzugeben. Eine Viertelstunde vor Schluss hatten die Gelb-Schwarzen ihr Pulver verschossen und fanden keine Lücke mehr im vielbeinigen Abwehrbollwerk des Aufsteigers.
Münchingen bezahlt gegen Laupheim Lehrgeld
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 23.08.2010
Der Verbandsliga-Aufsteiger verliert zum Auftakt mit 0:3 Toren (0:1)
Von Patrick Kuolt und Marius Venturini
Lehrgeld musste Verbandsliga-Aufsteiger TSV Münchingen beim Saisonauftakt gegen Olympia Laupheim zahlen. Das Team um Trainer Oliver Munz verlor mit 0:3 (0:1) Toren.
TSV
Münchingen - FV Olympia Laupheim 0:3 (0:1)
Gastgeber Münchingen begann recht stark, setzte Laupheim bereits im Mittelfeld unter Druck. Nach einer Flanke von Harun Sever hatte Christian Buck die erste Münchinger Torchance, sein Kopfball ging jedoch am Gehäuse der Gäste vorbei (4.). Fünf Minuten später kam Laupheim erstmals gefährlich vor das Münchinger Tor - mit Folgen. Matthias Ascher spielte einen tollen Ball in den freien Raum auf den starken Robert Henning, der von der rechten Strafraumkante den machtlosen Münchinger Torspieler Michael Quattlender überwand - 0:1, das war auch der Pausenstand.
Zu Beginn der zweiten Hälfte erholte sich Münchingen allmählich von dem Schock durch das frühe Gegentor und drängte auf den Ausgleich. Die letzte Konsequenz im Abschluss fehlte jedoch. Kürsat Göktas scheiterte zweimal in aussichtsreicher Position (49./64.). Laupheim verlagerte sich über weite Strecken des zweiten Durchgangs nur noch auf schnelle Konter, weil der Münchinger Defensivverbund im Zuge der Angriffsbemühungen immer weiter aufrückte. In der 72. Minute köpfte der eingewechselte Christian Glaser noch knapp am Münchinger Kasten vorbei, drei Minuten später machte er es dann besser. Nach einem langen Ball aus der Laupheimer Defensive marschierte Robert Henning auf das TSV-Tor zu, ließ auf seinem Weg Gabriel Fota stehen und legte den Ball dann klug auf den mitgelaufenen Glaser zurück, der mühelos flach zum 2:0 einschob. Eine erneute Co-Produktion der beiden Laupheimer Torschützen führte schließlich sogar zum 3:0. Glaser spielte einen langen Ball auf Henning, der wie beim zweiten Treffer alleine auf TSV-Torspieler Quattlender zulief und uneigennützig wieder Glaser anspielte, so dass dieser nur noch ins leere Tor einschieben musste (86.). "Wir haben heute viel investiert, es aber verpasst, uns dafür zu belohnen. In dieser Spielklasse wird das natürlich bestraft", sagte der Münchinger Coach Oliver Munz nach der Partie geknickt.
Pokalaus gegen Hollenbach
TSV Münchingen - FSV Hollenbach 0:1 (0:2)
Das Spiel begann für die Gastgeber denkbar unglücklich. Bereits nach sechs Minuten brachte Manuel Hofmann Hollenbach in Führung. Nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld eilte Hofmann alleine auf TSV-Torspieler Michael Quattlender zu, umspielte diesen und schob mühelos zum 1:0 ein. Münchingen versuchte es in der Folge häufig mit hohen Bällen in die Spitze, blieb aber vor dem Tor meist ungefährlich. Stattdessen hatte Hollenbach gute Chancen seine Führung auszubauen. Sanel Bradovic scheiterte jedoch zweimal freistehend am stark reagierenden Münchinger Schlussmann Quattlender (31./32.). Der zweite Spielabschnitt begann für Münchingen wie Halbzeit eins. Nach einer scharf auf das Tor getretenen Flanke von links verlängerte Joseph Fameyek den Ball zum 2:0 ins Tor (47.). Die Gäste verwalteten in der Folge ihren Vorsprung und gingen als verdienter Sieger vom Platz. "Wir waren heute zu ängstlich", sagte der Münchinger Coach Oliver Munz nach dem Spiel.
TSV Münchingen: Quattlender, Fota, Kuch, Gündert (75. Maier), Sparka, Singer, Pendl (75. Kasper), Saygi (80. Cinar), Basta, Beck, Korusic (62. Sever)
TSV zieht in die 2. Pokalrunde ein
Verbandsliga-Neuling TSV Münchingen spielt im WFV-Verbandspokal bei Möckmühl eine Halbzeit lang in Unterzahl, gewinnt aber dennoch deutlich mit 5:2 Toren.
SpVgg Möckmühl - TSV Münchingen 2:5 (1:2)
Der TSV Münchingen, der sich im ersten Pflichtspiel der noch jungen Saison bereits in guter körperlicher Verfassung präsentierte, war gegen den Bezirksligisten aus Möckmühl von Beginn an in allen Belangen das bessere Team, geriet aber dennoch nach einer Unachtsamkeit im Defensivverbund mit 0:1 in Rückstand (21.). Die Mannschaft von Trainer Oliver Munz reagierte jedoch prompt und kam nur sieben Minuten später durch Neuzugang Christian Buck zum Ausgleich. Wenig später erhöhte Harun Sever auf 2:1 für den TSV (36.). Es schien, als hätte Münchingen die Partie nun endgültig im Griff, doch in der 42. Minute musste Domenico Russo nach einer Notbremse mit Rot vom Platz. "Da haben wir uns das Leben natürlich selbst noch einmal unnötig schwergemacht", sagte TSV-Übungsleiter Munz nach der Partie.
Trotz Unterzahl waren die Gäste aber auch im zweiten Spielabschnitt vor allem läuferisch überlegen. Die Konsequenz: Das 3:1 erneut durch Buck (57.) und das 4:1 elf Minuten später durch Ümit Saygi. Möckmühl kam zwar in der 72. Minute noch einmal auf 4:2 heran, doch Sascha Beck stellte schließlich den alten Abstand wieder her (82.). "Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft heute im Großen und Ganzen zufrieden. Wir haben viele Neuzugänge, die sich natürlich noch finden müssen. Aber wir waren auch mit einem Mann weniger das bessere Team, deshalb ist der Sieg auch in dieser Höhe verdient", resümierte Oliver Munz nach der Partie.
Der TSV Münchingen bekommt es am Mittwoch, 4. August, in Pokalrunde zwei mit dem Oberligisten FSV Hollenbach zu tun. Anpfiff in Münchingen ist um 18 Uhr.
TSV Münchingen: Quattlender, Fota, Kuch, Saygi, Göktas (86. Maier), Russo, Singer (60. Gündert), Korusic (60. Beck), Basta, Sever, Buck (72. M. Pendl).
10 Neue beim TSV
Artikel aus der Strohgäu Extra vom 03.07.2010
Die Kaderplanungen der Verbandsligisten aus Münchingen und Rutesheim sind nahezu abgeschlossen.
Von Andreas Klingbeil
Die erste Frist ist abgelaufen. Diejenigen Spieler, die sich bis zum 30. Juni bei ihrem alten Verein nicht abgemeldet haben, kommen nun nur noch als Vertragsspieler bei einem anderen Club unter. Den TSV Münchingen und die wegen des Rückzuges des TSV Crailsheim nachträglich doch in der Verbandsliga verbliebene SKV Rutesheim betrifft das, wenn überhaupt, nur noch im Einzelfall. Vereine haben ihre Hausaufgaben gemacht.
Beim TSV Münchingen werden sich die Fans an zehn neue Gesichter gewöhnen müssen. Neben Trainer Oliver Munz, der das Erbe von Erfolgscoach Dietmar Seethaler antritt, stehen neun Neuzugänge im Kader. Dabei sind mit Michele, Roberto und Luigi Ancona (alle zum Oberligaaufsteiger nach Neckarrems) lediglich drei Akteure aus der Stammelf gegangen. Abteilungsleiter Hans Peter Kurz, der als einziges Ziel für die kommenden Runde den Klassenerhalt ausgibt: "Auf der Bank waren wir ein bisschen knapp besetzt. Deshalb mussten wir nachbessern." Was nicht heißen soll, dass die Neuen von vorneherein zu Bankdrückern degradiert werden. Michele Basta von der SV Böblingen soll beispielsweise den Part von Michele Ancona übernehmen. Nach seiner auf dem Fußballplatz erlittenen Hirnblutung will auch Schlussmann Sven Pendl wieder ins Geschehen eingreifen. Weil sein Vertreter Philipp Reinhold zurück nach Kiel geht, wurde mit Michael Quattlender der bisherige zweite Mann vom VfB Neckarrems geholt. Ein fast schon verloren geglaubter Sohn bleibt dagegen doch: Kürsat Göktas macht in Münchingen weiter, weil er studienbedingt nicht länger nach Ravensburg fährt.
Trainingsauftakt ist am Dienstag, 13. Juli.
Bislang stehen neun Neuzugänge fest: Dominik Rometsch, Christian Buck, Michael Quattlender (alle VfB Neckarrems), Ümit Saygi (TSV Wimsheim), Emil Maier (VfL Kirchheim A-Junioren), Michele Basta (SV Böblingen), Emre Cinar (SpVgg Ludwigsburg A-Junioren), Sören Singer (Großaspach II), Sascha Beck (TSV Hildrizhausen).
Nicht mehr dabei sind: Michele Ancona, Roberto Ancona, Luigi Ancona (alle VfB Neckarrems), Timo Neuwirth (TSV Asperg), Denis Marcelis, Philipp Espenschied (beide eigene zweite Mannschaft)