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Kurz und der Erfolg
Manchmal muss sich Münchingens Abteilungsleiter Hans-Peter Kurz vorkommen wie im siebten Himmel: Nach dem Bau des Kunstrasenplatzes setzte der A-Kader mit dem Aufstieg in die Landesliga einen oben drauf.
Von Daniel Renkonen
Und weil aller guten Dinge drei sind, bringt die A-Jugend nächstes Jahr zehn neue Spieler raus. Was will einer wie Hans-Peter Kurz da noch mehr. Seit 21 Jahren geht er dem Verein als Abteilungsleiter voran. Dabei packte er immer mit an, sei es auf Baustellen oder beim Grillen von Würstchen.
Kurz ist Kult in Münchingen, wenngleich er immer sagt: "Ohne unsere vielen Helfer könnten wir das als Abteilung nicht stemmen." Die Abteilung steht blendend da. 25 Mannschaften werden für die laufende Runde angemeldet, davon allein 20 Jugendmannschaften. Die Saat des Hans-Peter Kurz ist aufgegangen, zumal er immer auf die Jugend gesetzt hat. "Es ist völlig egal, ob ich Oberliga oder Landesliga spiele, die Leute müssen sich mit dem Verein identifizieren", sagt der Mann, zu dessen Markenzeichen der Trainingsanzug gehört. Manchmal hat man das Gefühl, er würde am liebsten mitkicken. Das brachte ihm oft den Vorwurf ein, er mische sich in das Trainergeschäft ein. Dem einstigen Coach Jürgen Hesselschwerdt machte er einmal klar, dass die Spieler nach dem Aufstieg dreimal in der Woche trainieren müssen. Hesselschwerdt warf schließlich das Handtuch. Auch nach der Trennung von Spielertrainer Dragan Kulas zeigten viele mit dem Finger auf Kurz. Seine Zeit sei langsam abgelaufen. Doch der Abteilungsleiter ("Ich sage immer meine Meinung") strafte alle Kritiker lügen. Über einen Insidertipp wurde er auf den Weil der Städter Dietmar Seethaler als neuen Coach aufmerksam. Ein perfekter Schachzug, wie sich herausstellte. Seethaler entpuppte sich als Meistermacher und Kurz als Fußballkenner. |